Missouri Klima

In Missouri dominieren zwei Klimazonen die Wetterlagen im Bundesstaat. Die erste Klimazone weist ein feuchtes Subtropenklima (Cfa) auf. In dieser Zone sind die Winter kühl, während die Sommer heiß und lang sind. Im südlichsten Teil des Staates, also in den Bootheel, herrscht ein Übergangsklima zum milderen Typ des Subtropenklimas. Das nördliche Drittel Missouris wird vom feuchtem Kontinentalklima (Dfa) beeinflusst. Aufgrund der Innenlage des Bundesstaates registriert man in Missouri oft extreme Temperaturen. Die Klimalage wird durch fehlende Berge und Großwasserflächen noch begünstigt. Das Wetter wird von zwei Luftströmungen bestimmt. Die kalte arktische Luftströmung und die feucht-heiße Luftströmung des Golfs von Mexiko. Eine Besonderheit weist St. Louis auf. Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Missouri River in den Mississippi River, diese Lage hat einen markanten Einfluss aufs Wetter. Aufgrund der geographischen Gegebenheit von St. Louis kommt es zu häufigen Wetterumschwüngen.

Durchschnittstemperaturen im Vergleich zu anderen Staaten der Midwest States:


Klima im Bundesstaat Missouri:

Übersichtstabelle:

Sonnenstunden:

Anzahl der sonnigen, teil bewölkten und bewölkten Tage:


Klimatabellen verschiedner Städte:

Caruthersville:

Columbia:

Kennett:

Springfield:


Jahreszeiten:

Durchschnittliche Tagestemperatur des Monats Januar (1981-2010)

Winter:

Die Winter in Missouri können kurz, lang, mild oder bitterkalt sein. Kansas City Durchschnittstemperatur für den Januar beträgt -3°C und St. Louis weist eine Temperatur von -2°C auf. Die kälteste jemals registrierte Temperatur betrug -40°C, diese wurde am 13.02.1905 in Warsaw gemessen. Zudem ist der Winter die trockenste Saison, dennoch kann es im Winter zu sehr hohen Niederschlagsmengen kommen. Schneefall liegt im Schnitt bei 51 cm jährlich im Norden, während es im Süden 25 cm sind. Im Winter weht häufig ein Nordwestwind, dieser ist für die kalten Temperaturen verantwortlich.

Frühling:

Der Frühling ist die feuchteste Saison im Jahr. Die durchschnittliche Temperatur der Periode 1895 bis 2003 betrug +12°C. Insgesamt fallen durchschnittlich 300 m Regen (Periode 1895-2003). Von April bis Juni erstreckt sich die feuchteste Periode. Der Frühling weist die höchste Rate von Tornados auf. Im Schnitt registriert man 35 Tornados jedes Jahr.

Durchschnittliche Tagestemperatur des Monats Juli (1981-2010)

Sommer:

Der Sommer, Juni bis August, ist die heißeste Zeit im Jahr mit einer Durchschnittstemperatur von +24°C und einer Niederschlagsmenge von 300 mm (beide Angaben sind Schnittwerte der Periode 1895-2003). Die jährlichen Extremtemperaturen werden im Juli oder August registriert. Zudem können tropische Zyklone eine erhebliche Auswirkung auf die Wetterlage im Sommer haben. Meist ziehen die Zyklone mit sintflutartigen Regenfällen und Gewittern über den Bundesstaat.

Herbst:

Der Herbst, vom September bis November, weist Monat für Monat eine geringere Niederschlagsmenge auf. Die Durchschnittstemperatur liegt bei +13,6°C. Die Niederschlagsrate liegt bei 250 mm. Tropische Zyklone wüten vor allem im Oktober im Bundesstaat.


Klima der Columbia metropolitan area:

Die Stadt Columbia hat ein Klima, dass durch starke Kontraste zwischen den Jahreszeiten bekannt ist. Das Klima kann zu zwei Klimazonen geordnet werden: feuchtes Kontinentalklima (Dfa) und feuchtes Subtropenklima (Cfa). Nach der USDA Plant Hardiness Zone zählt die Stadt zur Zone 6a, d. h. die Tiefsttemperaturen fallen normalerweise nicht unter -23°C. Die monatlichen Temperaturen liegen im Schnitt bei -1,3°C im Januar und +25,2°C im Juli. An 32 Tagen im Jahr erreichen die Höchstwerte mehr als +32°C und an 2 Tagen steigen die Temperaturen über +38°C. An vier Winternächten fällt das Thermometer für gewöhnlich unter -18°C. Der Niederschlag frequentierte sich im Spätfrühling am stärksten, dennoch ist es das ganze Jahr über feucht. Im Jahr fallen im Schnitt 46 cm Schnee. Schneefall ist meist zwischen Dezember und März vertreten.


Klima der Kansas City metropolitan area:

Kansas City liegt in der nördlichen Region der feuchten Subtropenklimazone, dennoch herrscht in der Stadt ein feuchtes Kontinentalklima, dass lässt sich aus die 104 Frosttage im Jahr schließen. Nach der USDA-Kategorisierung liegt Kansas City in der hardiness Zone 5b und 6a, d. h. die Temperaturen fallen nie unter -23°C. Aufgrund der zentralen Lage in Nordamerika fehlt jeglicher Ausgleich von großen Wassermassen, somit kommt es zur begünstigten Entstehung von extremen Temperaturen. Kansas City liegt im Einzugsgebiet der “Tornado Alley”.

Kansas City Downtown Airport:

Folgende Klimadaten stammen aus der Periode von 1981-2010. Der wärmste Monat im Jahr ist der Juli mit einer durchschnittlichen 24-Stunden-Temperatur von +27,2°C. Die Sommermonate sind heiß und feucht mit Beeinflussung von südlichen Luftströmungen des Golfs von Mexiko. An sechs Tagen im Jahr steigt die Temperatur auf über +38°C. Zudem erreicht das Thermometer an 47 Tagen über +32°C. Der kälteste Monat ist der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von -0,6°C. Die Winter sind generell kalt mit 22 Tagen an denen das Thermometer nicht über 0°C steigt und 3 Nächten mit Tiefsttemperaturen unter -18°C. Der offizielle Rekord der heißesten Temperatur liegt bei +45°C und wurde am 14.08.1936 gemessen. Der offizielle Negativrekord liegt bei -31°C und wurde am 22.12.1989 registriert. Der normale saisonale Schneefall liegt im Schnitt bei 34 cm. Der Durchschnittswert der Klimastation Kansas City International Airport liegt bei 48 cm.


Klima der Springfield Metropolitan Area:

Springfield liegt an der nördlichen Grenze vom feuchten Subtropenklima (Cfa). Die Sommer sind heiß und sehr schwül, vor allem im Spätsommer. Der monatliche Durchschnitt liegt im Januar bei +0,3°C und steigt im Juli auf +25,7°C. Im Schnitt gibt es 39 Tage mit 32°C und mehr, 2 Tage mit 38°C und mehr, sowie 16 Tage unter 0°C und 3 Nächte mit Temperaturen unter -18°C. Der Niederschlag summiert sich auf 1160 mm im Jahr. Im Jahr fallen 43 cm Schnee. Die Extremtemperaturen reichen von -34°C (12.02.1899) bis +45°C (14.07.1954). Im Jahr 2007 kürte “Forbes”, ein Magazin, die Stadt Springfield als eine der “America’s Wildest Weather Cities”. Zudem liegt die Stadt auf einer der höchsten Plätze der Städte, in denen das Wetter sehr variantenreich ist. Ein Tag im Mai 2013 startete feucht und warm, während ab 15:00 Uhr Schneefall einsetzte und die Stadt leicht überzuckerte.


Klima der St. Louis Metropolitan Area:

Die Stadt St. Louis liegt im Übergangsgebiet der Humid-Kontinental Klimazone und der Humid-Subtropischen Zone.

Frühling:

Der Frühling ist die feuchteste Saison. Insgesamt fallen 297 mm. Die Bandbreite der Unwetter im Frühling reichen von Tornados bis zu Winterstürmen. Im Durchschnitt hat St. Louis 48 Gewittertage. Die Metropolenregion gehört zu den Regionen mit dem meisten Tornados der USA.

Sommer:

Die Sommer sind heiß und feucht. Die Temperaturen liegen an 43 Tagen höher als 32°C. Der tägliche Durchschnitt beträgt 27°C. Der Hitzerekord liegt bei 46°C und wurde am 14.07.1954 registriert. Der Juli 2012 war der heißeste Monat seit der 138 jährigen Wetteraufzeichnung, mit einen täglichen Durchschnitt von 31,2°C (Minimum: 26°C, Maximum: 37°C)

Herbst:

Der Herbst ist mild und sonnig, mit niedriger Feuchtigkeit. Es können Perioden mit heftigen Regen aufkommen. Der erste Schnee fällt meist ab den 04.12. Der erste Frost trifft ab November ein. Warme Herbsttagsperioden mit warmen Temperaturen nennt man Indian Summer.

Winter:

Die Winter sind kalt und frostig. Es gibt 25 Tage im Jahr mit Tagesmaximum unter 0°C. Es gibt Perioden mit sehr kalten und eisigen Temperaturen. Der Kälterekord wurde am 29.01.1873 erreicht und betrug -31°C.

Niederschläge:

Klimatabelle der Stadt St. Louis:

Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.
4°C7°C14°C20°C25°C30°C32°C31°C27°C20°C13°C6°C
-3°C-1°C4°C10°C15°C20°C22°C21°C17°C10°C5°C-1°C

Klimastationen der Metropolregion St. Louis:


Tornados:

Der Bundesstaat liegt nicht im Einzugsgebiet der Tornado Alley, allerdings liegt die Westgrenze des Staates nach Kansas an der Grenze der Region. Die Großstadt Kansas City liegt schon im östlichsten Rand des Einzugsgebietes der Tornado Alley. Nach der am weitesten verbreiteten Definition gehören zur Tornado Alley diejenigen Gebiete, in denen die stärksten Tornados auftreten. Somit gehört das nördliche Texas, sowie fast alle Bundesstaaten nördlich dazu, d.h. Oklahoma, Kansas, Missouri, Nebraska und South Dakota.

Wann treten die zerstörerischen Tornados auf?

Die Jahreszeit ist ebenfalls von Bedeutung. Die größte Häufigkeit von Tornados, die “Tornado-Saison”, variiert von Region zu Region. Im Wintersind besonders die Bundesstaaten im Südosten der USA stark betroffen. Von März bis Mai bewegt sich der Schwerpunkt in den Mittleren Westen. Sobald die Temperatur in den Sommermonaten ihren Höhepunkt erreicht, liegt die größte Bedrohung weiter im Norden, d. h. in den nördlichen Prairiestaaten. Davon unabhängig gehören die Central Plains im Grunde ganzjährig zum Einflussbereich der Tornado Alley, da dort starke Temperaturschwankungen immer zum Wettergeschehen gehören.

Joplin-Tornado am 22.05.2011:

Am späten Sonntagnachmittag des 22. Mai 2011 suchte ein verheerender Tornado der Stufe 5 auf der Fujita-Skala den 50.000-Seelen-Ort im Mittleren Westen der USA heim. Der Tornado wuchs schnell auf eine Breite von rund 1,6 km an und verwüstete rund 25 % aller Gebäude auf seinem Pfad durch den Süden der Stadt. Zum ersten Mal Bodenkontakt hatte der Tornado gegen 15:34 Uhr Ortszeit, ehe er sich um 18:12 Uhr wieder auflöste. Insgesamt forderte der Tornado 162 Todesopfer. Der Joplin-Tornado ist der siebttödlichste aller jemals aufgezeichneten Tornados in den USA und zudem auch einer der teuersten, die jemals gewütet haben.

Die zerstörerischsten Tornados im Bundesstaat:

Im Jahr 1957 wütete ein EF5 Tornado in Missouri und nimmt den Platz 7. der zerstörerischsten und tödlichsten Tornados in der amerikanischen Geschichte ein. Im Vergleich zur ganzen Welt liegt dieser Tornado auf Platz 27 der tödlichsten Naturkatastrophen.

St. Louis und Umgebung wurde häufig von zerstörerischen Tornados heimgesucht. Der zerstörerische und gewaltigste Tornado war ein EF4 am 22.04.2011, der den Lambert-St. Louis International Airport zerstörte. Einer der schlimmsten Tornados in der amerikanischen Geschichte suchte die Metropole am 27.05.1896 heim. Bei dieser Naturkatastrophe starben 255 Menschen und es entstand ein Schaden von4,35 Mrd. Dollar (vgl. 3,9 Mrd. Dollar in 2009).


Temperaturextreme:

Aufgrund das fehlen von hohen Bergketten und großen Wasserflächen registriert man in Missouri häufig extreme Temperaturen. Einen weiteren Einfluss haben auch die beiden Luftströmung der Arktis und des Golfs von Mexiko.

Die höchste Rekordtemperatur wurde am 14.07.1954 in Warsaw und Union gemessen und betrug +48°C. Die niedrigste Rekordtemperatur betrug -40°C und wurde am 13.02.1905 in Warsaw registriert.

Überblick einiger Städte und deren Rekordtemperaturen: