Köln Januar 2017

Vom 18.01.2017 bis 21.01.2017 unternahm ich einen Trip nach Nordrhein-Westfalen, um die Metropole Köln zu besuchen. Auf den Programm stand neben den Kölner Dom, auch das Museum Ludwig und eine Stadtführung.


Köln:

Köln (lokal: Kölle) ist mit mehr als einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen sowie nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt Deutschlands.

Geographie:

Die Stadt liegt in der Kölner Bucht, einer trichterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge.

Klima:

Diese geschützte, günstige Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet:

  • Durch die Barriere der Eifel liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
  • Durch den geringen Luftaustausch mit dem Umland wird eine Erwärmung der Stadt begünstigt.
  • Aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch hat Köln regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
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6°C7°C12°C17°C20°C23°C25°C25°C21°C16°C11°C7°C
2°C2°C3°C7°C10°C13°C15°C15°C12°C9°C6°C2°C

→ Köln Klima

Römische Geschichte:

Der Name Köln, zur Römerzeit Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), geht auf die römische Kaiserin Agrippina zurück: Die Gattin von Claudius war am Rhein geboren und ließ die Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum im Jahre 50 n. Chr. zur Stadt erheben; die Stadtrechte wurden offiziell am 8. Juli 50 verliehen. In der Römerzeit war Köln Statthaltersitz der Provinz Germania inferior. Im Januar 69 ließ sich hier Aulus Vitellius von den lokalen römisch-germanischen Legionen zum Kaiser ausrufen, wobei er das Schwert Gaius Iulius Caesars, das im örtlichen Marstempelaufbewahrt wurde, als Symbol für seinen Machtanspruch erhielt. Dabei legte er sich auch den Beinamen Germanicus zu. Zusammen mit Vexillationen der britannischen Legionen marschierten danach Teile der am Rhein stationierten Truppen nach Italien: Dieser Abzug bedeutender Truppenteile sollte noch im Bataveraufstand desselben Jahres eine für die Römer sehr gefährliche Situation in Germanien herbeiführen. Römische Fundmünzen legen nahe, dass die Wasserversorgung der Stadt aus dem Vorgebirge seit etwa 30 n. Chr. bestand. Wahrscheinlich um etwa 80 n. Chr. erhielt die Stadt mit der Eifelwasserleitung einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt.

Natur:

Köln verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben gibt es 22 Naturschutzgebiete, beispielsweise der Worringer Bruch im äußersten linksrheinischen Norden Kölns, ein ehemaliger, heute verlandeter Seitenarm des Rheins. Er bietet eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich hauptsächlich offene Wald- und Heidelandschaften wie beispielsweise die Wahner Heide, das Naturschutzgebiet Königsforst und der Dünnwalder Wald. Insgesamt hat Köln von allen Großstädten des Landes Nordrhein-Westfalen mit etwa 6000 Hektar Wald (15 % des Stadtgebiets) die größte Waldfläche und in Bezug auf die Einwohnerzahl die höchste Walddichte.

Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, Mäusen und Ratten, die allgegenwärtig sind und oft als Plage wahrgenommen werden, sind Rotfüchse in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile in der Innenstadt zu finden, in der sie Kleingärten und Parks als Revier nutzen. Der durch Köln fließende Rhein ist infolge der Verbesserung der Wasserqualität wieder Heimat vieler ehemals vorhandener und neu eingewanderter Arten geworden. In den Kölner Grünanlagen haben sich, begünstigt durch das milde Klima, diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt. Größere Populationen von Halsbandsittichen und dem Großen Alexandersittich leben unter anderem auf dem Melaten-Friedhof und dem Gelände der Riehler Heimstätten. Ursprünglich aus asiatischen Bergregionen (Indien, Afghanistan) für die Zoo- und Wohnungshaltung nach Deutschland eingeführt, haben sich diese Papageien/Sittiche als Neozoen etabliert. Die Angaben über die Größe der Populationen reichen von einigen 100 Exemplaren bis zu über 1000 Stück.

Sehenswürdigkeiten:

Im Mittelalter wurde Köln zu einem bedeutenden kirchlichen und zu einem wichtigen künstlerischen und edukativen Zentrum. Der Kölner Dom beherbergt den Dreikönigenschrein, in dem angeblich die Reliquiender Heiligen Drei Könige aufbewahrt werden, daher die drei Kronen im Stadtwappen. Der Kölner Dom – 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – ist das Wahrzeichen der Stadt und dient als inoffizielles Symbol. Köln wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, heute ist die Stadt eine kulturelle Metropole mit vielen wichtigen Museen, Galerien und Kunstmessen sowie einer lebendigen Musikszene.

2012 wurde mit städtischen Mitteln nach längerer Vorbereitung die Akademie der Künste der Weltgegründet, die vorerst virtuell agierend und mit lokalen Institutionen und Initiativen zusammenarbeitend international hervorgetretene Künstler als Mitglieder beruft, die ihre Projekte dann in Köln realisieren können.


Wetter:

Während Südbayern unter einer 30 cm dicken Schneeschicht begraben lag, war in Köln keine Spur von Schnee. Die Temperaturen waren dennoch eisig. Unter Tags stiegen die Temperaturen bis auf 5°C, während es in der Nacht bis zu -8°C abkühlte. Neben den kalten Temperaturen wehte auch ein sehr kalter und strenger Wind. Die Wetterbedingungen waren gut und es gab keine Niederschläge. Alle Tage waren durch Sonnenschein geprägt.

Wetterdaten der Tage:

Wetterextremwerte der kältesten Winter in Oberbayern


Kölner Dom:

Der Dom ist der Besuchermagnet schlecht hin. Das Kirchengebäude, der als Vollendung der französischen Kathedralengotik gilt, wurde 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Der Bau wurde 1248 begonnen und wurde erst 1880 fertiggestellt. Seine bedeutendsten Schätze sind der Dreikönigsschrein (um 1200) von Nikolaus von Verdun; das 200 Jahre ältere Gerokreuz mit monumentaler Christusfigur, sowie der Altar der Stadtpatrone von Stephan Lochner (um 1440).


Museum Ludwig:

Das Museum Ludwig ist das Museum der Stadt Köln für die Kunst des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts. Das unmittelbar südöstlich des Kölner Doms und Hauptbahnhofs auf der Domplatte gelegene Museum beherbergt neben seiner Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst auch das Agfa Foto-Historama (eine Sammlung historischer Fotografie). Das Museum verfügt über eine Ausstellungsfläche von rund 8.000 m². Es ist eines der bedeutenden europäischen Museen für die Kunst der Gegenwart.


Römisches Köln:

Köln ist eine der ältesten Städte Deutschlands. Der römische Feldherr Agrippa siedelte 19/18 v. Chr. den Stamm der Ubier am Rhein an und sorgte für eine Infrastruktur nach römischem Vorbild. Das antike Straßennetz hat teilweise noch bis heute Bestand. Aus dem römischen cardo maximus wurde die Hohe Straße und der decumanus maximus ist heute die Schildergasse. Reste römischer Bauwerke finden sich im gesamten Innenstadtbereich. Teilweise sind sie unterirdisch unter dem Kölner Rathaus oder in Parkhäusern und Kellern zugänglich. Darunter ist das sogenannte Ubiermonument, das älteste datierte Gebäude aus Stein in Deutschland. Oberirdisch kann man Reste der römischen Stadtmauer, zum Beispiel den Römerturm, besichtigen.


EL-DE-Haus:

Das EL-DE-Haus ist ein nach den Initialen seines Erbauers Leopold Dahmen genanntes ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus konzipiertes Haus in Köln im Stadtteil Altstadt-Nord, das als Gestapodienststelle und Gefängnis zwischen 1935 und 1945 zum Inbegriff nationalsozialistischer Schreckensherrschaft in Köln wurde. Seit 1988 beherbergt es das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln.


Rautenstrauch-Joest-Museum:

Das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt in Köln ist das einzige städtische ethnologische Museum in Nordrhein-Westfalen und liegt in der Cäcilienstraße 29-33, Altstadt-Süd. Am 22. Oktober 2010 fand die Neueröffnung des Museums im Kulturquartier am Neumarkt statt. Museumsdirektor ist derzeit (2015) Klaus Schneider, zugleich Professor am Institut für Ethnologie der Universität zu Köln.