Tagesausflug Esslingen 25.06.2017

An einem warmen Sommertag besuchten wir die schöne Stadt Esslingen am Neckar. Die Stadt besticht durch ihre Fachwerkhäuser und mittelalterlichen Altstadt. Esslingen liegt vor den Toren Stuttgarts und bietet einen ruhigeren Charakter, als die Landeshauptstadt.

Geographie:

Esslingen am Neckar liegt an einer Engstelle des Neckartals südöstlich von Stuttgart. Der Fluss durchquert das Stadtgebiet von Südosten nach Nordwesten, wobei die Altstadt nördlich davon liegt. Hier befindet sich auch die Staustufe Esslingen. Aus der Gemeinde Altbach kommend, berührt der Neckar zunächst den Stadtteil Zell und verlässt das Stadtgebiet zwischen den Stadtteilen Mettingen und Weil in Richtung Stuttgart. Esslingen am Neckar reicht im Osten in die Höhe des Schurwaldes, im Süden reichen die Ausläufer bis zur Filderebene. Die Stadt erstreckt sich über eine Höhenlage von 230 Meter im Neckartal bis 498 Meter im Schurwald.

Klima:

Esslingen am Neckar hat ein mildes Klima. Die Winter sind kalt, dennoch kommt strenger Frost nur selten vor. Die Sommer sind sehr warm. Das Klima begünstigt den Anbau von vielen Weinsorten.

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Stadttour durch Esslingen:

Burgberg, Burg und Dicker Turm:

Direkt nach der Ankunft erklommen wir den Esslinger Burgberg und genossen den Blick auf die Stadt, der einen den ganzen Aufstieg begleitet. Bereits von unten sticht der Dicke Turm der Burg sofort ins Auge. Der Turm wurde im Jahr 1527 erbaut und ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Bereits um 1220 bekam die Stadt Esslingen eine Befestigungsanlage. An den Hängen des Berges befinden sich schöne Weinfelder, die auf ein mildes Klima zurückführend sind. Innerhalb der Burgmauern befindet sich eine parkähnliche Anlage, mit Rasenfläche, Blumenbeeten und Bäumen. Auf der Burgterrasse stehen alte Kanonen und Sitzbänke bieten einen schönen Blick auf die Hügel und Parkanlage. Beim Abstieg führte der Weg durch einen Kräutergarten mit Brunnen und einer eisernen Weltkugel.

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Historische Altstadt:

In der Altstadt stechen die bunten Fachwerkhäuser sofort ins Auge. Die Fassaden der Häuser sind meist  in roten, orangen und gelben Farbtönen gehalten und werden von dunklen Holzbalken durchzogen.

Besonders schön ist das Fachwerkhaus, in den ein Spielwarengeschäft enthalten ist, in der Landolinsgasse 10. Die gelbe Fassade, die blaugrünen Fensterläden, die braunen Balken und den rotbraunen Fenster- und Torbögen bilden eine wunderschöne Symbiose zusammen.

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Das aus dem Jahr 1420 stammende Alte Rathaus mit seiner roten Fassade, grünen Fensterläden und zierlichen Glockenturm, gehört zu den schönsten Häusern der Stadt. 1586 bis 1589 wurde vor der Nordseite durch Heinrich Schickhardt eine Giebelfront mit zierlichem Uhrentürmchen im Renaissancestil errichtet. 1592 kam eine astronomische Uhr mit den allegorischen Figuren Justitia und Temperantia dazu, die sich bei jedem Stundenschlag bewegen. Ein Adler, das Wappentier der Freien Reichsstadt, schlägt dazu mit den Flügeln. Die Uhr am Alten Rathaus zu Esslingen ist eine astronomische Uhr und die älteste funktionierende schmiedeeiserne Turmuhr Deutschlands. Der nach Süden ausgerichtet Anbau weist eine orange Fassade auf.

 

Das Wolfstor stammt aus dem Jahr 1220 und ist der älteste Turm der Stadt. Hierdurch führte die Handelsstraße von Ulm nach Speyer.Ein Löwenpaar an der Außenseite erinnert an die früheren Stadtherren der Stauferstadt. Der Name Wolfstor stammt vom Aussehen der verwitterten Stauferlöwen, die eher mit Wölfen Ähnlichkeit haben. Die Löwen und Fabeltiere sind aber auch zum vertreiben böser Dämonen gedacht. Das Wolfstor diente auch zur Verteidigung.

Das zweite große Tor der Altstadt, ist das Schelztor. Das Gebäude wurde 1228 erbaut. Der Turm markiert die nordwestliche Ecke der umrandeten Innenstadt.

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Die evangelische Stadtkirche St. Dionys wurde, in ihrem heutigen Aussehen, im 13. und 14. Jahrhundert erbaut. Vor dem jetzigen Bau stand bereits im 8. Jh. ein Gotteshaus. Die Kirche, die im gotischen Stil erbaut wurde, enthält viele Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten, z. B.: ungewöhnliche Doppelturmanlage, die berühmten Chorfenster, der gotische Lettner und die Orgel mit dem einmaligen Fernwerk.

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Stadtkirche St. Dionys, Neckarkanal und Fachwerkhäuser

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Der Rat der Bürgerschaft forderte am 26. Mai und am 1. Juni 1321 die Bürger zum Bau einer Kirche zu unserer lieben Frau auf. Das dreischiffige Bauwerk gilt als die Bürgerkirche der Stadt. Der eigentliche Grund für den Bau der Kirche war allerdings, dass die älteste Kirche von Esslingen, die Stadtkirche, dem Domkapitel zu Speyer gehörte. Die Frauenkirche soll die erste gotische Hallenkirche im Südwesten von Deutschland sein. Beinahe 200 Jahre wurde an ihr gebaut. Unter Mitwirkung der bekannten Baumeisterfamilien Ensinger und Böblinger war sie bis zum Jahre 1516 vollendet und besitzt einen 72 m hohen Turm. Bemerkenswert sind außen die plastischen Darstellungen von Weltgericht und Marienleben in den Tympana auf der Südseite. Im Inneren befinden sich mittelalterliche Glasfenster im Chor (entstanden um 1330). Im Kirchenschiff wurden im 20. Jahrhundert Fenster von Hans Gottfried von Stockhausen eingebaut: südöstlich das Passionsfenster und nordöstlich das Frauenfenster.


Impressionen der Stadt Esslingen:

Neben den schönen Marktstraßen und historischen Gebäuden befinden sich auch kleine Gassen und Straßen die eine ruhigen Atmosphäre ausstrahlen.

Milchstraße
Milchstraße
Schöne und kleine Häuser mit Blick auf die Burganlage
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