Český Krumlov (deutsch: Krumau) ist eine bezaubernde historische Stadt in Südböhmen, Tschechien. Die gesamte Altstadt mit ihrem riesigen Burg- und Schlosskomplex ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und zieht Besucher aus aller Welt an.
Die Stadt liegt malerisch in einer engen Flussschleife der Moldau (Vltava) und ist von engen, verwinkelten Gassen, bunten Bürgerhäusern im Renaissance- und Barockstil und mittelalterlichen Mauern geprägt. Die Moldau fließt direkt durch das Zentrum und teilt die Stadt in zwei Teile, was ihr eine einzigartige Atmosphäre verleiht.

Hauptattraktionen:
- Der Burg- und Schlosskomplex: Der zweitgrößte in der Tschechischen Republik nach der Prager Burg, thront er über der Altstadt. Er bietet mehrere Höfe, prächtige Paläste, eine riesige Schlosskirche und ein einzigartiges Barocktheater mit originaler Bühnentechnik aus dem 18. Jahrhundert.
- Die Stadt als Freilichtmuseum: Schlendern Sie durch die Gassen, überqueren Sie die historischen Brücken und bewundern Sie die malerischen Hausfassaden. Der Blick vom Schloss über die Dächer der Stadt ist atemberaubend.
- Wassertourismus: Český Krumlov ist ein Zentrum für Wassersportler. Man kann die Stadt vom Wasser aus mit dem Kajak, Kanu oder einem Floß erkunden, was eine ganz besondere Perspektive auf die historischen Gebäude bietet.
Krumau ist ein echtes architektonisches Juwel, das seine historische Atmosphäre bewahrt hat und zu den schönsten Städten Europas zählt.

Besuchte Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die Altstadt von Český Krumlov (Krumau) liegt malerisch eingebettet in eine enge Schleife der Moldau. Sie ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, bekannt für ihre vollständig erhaltenen mittelalterlichen und Renaissance-Bürgerhäuser. Dominiert wird das Panorama vom mächtigen Schlosskomplex. Die Altstadt bildet ein einzigartiges, begehbares Ensemble aus Gassen, Plätzen und historischer Architektur.

Die Dlouhá (Lange Gasse) ist eine der wichtigsten und lebendigsten Straßen in der Altstadt von Český Krumlov. Sie verläuft parallel zur Moldau und verbindet den Hauptplatz mit dem zentralen Bereich der Stadt. Gesäumt von historischen Bürgerhäusern und gefüllt mit Restaurants, Geschäften und Pensionen, bildet sie das pulsierende Herz des städtischen Lebens unterhalb des Schlosses.

Der Komplex der Klöster Český Krumlov (Minoriten und Klarissen) wurde im 14. Jahrhundert von den Rosenbergern gegründet. Direkt an der Moldau gelegen, bilden sie einen historischen Kontrast zum Schloss. Heute dienen die sanierten Gebäude als Kultur- und Erlebniszentrum mit historischen Handwerkstätten, Ausstellungen und einem öffentlich zugänglichen Klostergarten.

Latrán ist das historische Viertel von Český Krumlov (Krumau), das sich nördlich der Moldau, direkt am Fuße des Schlosses, erstreckt. Es war ursprünglich die Siedlung der Burgbediensteten und Handwerker. Heute ist es ein Teil des UNESCO-Welterbes und besticht durch eine Gasse mit farbenprächtigen, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bürgerhäusern.

Die Mantelbrücke (Plášťový most) ist ein mehrstöckiges, arkadiertes Brückenbauwerk im Schlosskomplex Český Krumlov. Sie dient dazu, die oberen Schlosshöfe mit dem Barocktheater und den Schlossgärten zu verbinden. Sie ist ein architektonisches Meisterwerk und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Altstadt und den tiefen Burggraben.

Der Městský Park (Stadtpark) in Český Krumlov liegt am linken Ufer der Moldau, gegenüber der Altstadt und unterhalb des Klosters. Er bietet eine ruhige, grüne Oase abseits der belebten Gassen. Der Park verfügt über alte Baumbestände, Spazierwege und eine moderne Holzbrücke, die ihn mit der Klosteranlage verbindet, und dient als beliebter Ort der Erholung.

Der Náměstí Svornosti (Platz der Eintracht) ist der historische Hauptplatz der Altstadt von Český Krumlov. Er ist von gut erhaltenen Renaissance- und Barockhäusern umgeben. In der Platzmitte dominiert die Mariensäule (Pestsäule) aus dem 18. Jahrhundert. Der Platz dient als zentraler Treffpunkt und spiegelt die bürgerliche und kommerzielle Geschichte der Stadt wider.

Das Schloss Český Krumlov ist nach der Prager Burg der zweitgrößte Burg- und Schlosskomplex Tschechiens. Die Anlage dominiert die Altstadt durch ihre monumentale Größe und den ikonischen Turm. Es vereint gotische, Renaissance- und Barockstile. Besonders sehenswert sind das Barocktheater und die Mantelbrücke, die seine historische Bedeutung als Herrschaftssitz unter den Rosenbergern unterstreichen.

Die St. Veit Kirche ist die wichtigste Pfarrkirche und ein architektonischer Ankerpunkt in der Altstadt von Český Krumlov. Im gotischen Stil erbaut und später im Barock umgestaltet, bildet ihr hoher Turm eine weithin sichtbare Dominante, die mit dem Schlossturm konkurriert. Die Kirche ist ein bedeutendes Zeugnis der geistlichen Geschichte der Rosenberg-Residenz.
Krumaus architektonisches Juwel: Das Schloss Český Krumlov
Das Schloss Český Krumlov (deutsch: Krumau) ist ein architektonisches Juwel und der zweitgrößte Burg- und Schlosskomplex in Tschechien nach der Prager Burg. Es thront majestätisch über der Altstadt von Český Krumlov und ist ein zentraler Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes.
Die Burg entstand im 13. Jahrhundert unter den Herren von Krumau und wurde später zum Stammsitz des mächtigen Adelsgeschlechts der Rosenberger. Unter ihrer Herrschaft wurde der Komplex im Stil der Renaissance zu einem prächtigen Wohnsitz ausgebaut. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage von den Fürsten Eggenberg und später den Schwarzenbergern im Barock-Stil umgestaltet und erweitert.
Der Komplex besteht aus fünf Höfen, die von rund 40 Gebäuden und Palästen umgeben sind. Zu den Höhepunkten der Besichtigung gehören:
- Der Schlossturm: Das Wahrzeichen der Stadt mit seiner Renaissance-Bemalung. Von hier aus bietet sich ein spektakulärer Blick über die Stadt.
- Das Barocktheater: Eines der am besten erhaltenen historischen Theater der Welt mit originaler Bühnentechnik, Kulissen und Kostümen aus dem 18. Jahrhundert.
- Die Mantelbrücke: Eine mehrgeschossige Brücke, die das Schloss mit dem Barockgarten und dem Schlosstheater verbindet.
- Die Bärengraben: Seit dem 18. Jahrhundert werden im Burggraben Bären gehalten, die eine lange Tradition in der Region haben.
Das Schloss Český Krumlov ist ein faszinierender Ort, der die Geschichte der Region von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock widerspiegelt und einen tiefen Einblick in das Leben des böhmischen Adels bietet.
Brücke der Geschichte: Die Mantelbrücke von Český Krumlov
Die Mantelbrücke (plášťový most) ist ein architektonisches Meisterwerk im Schlosskomplex von Český Krumlov. Sie ist nicht einfach nur eine Brücke, sondern eine mehrgeschossige, überdachte Verbindung, die verschiedene Teile der Anlage miteinander verbindet.
Die Brücke wurde im 18. Jahrhundert im Barock-Stil erbaut und überspannt einen tiefen Graben. Ihre Hauptfunktion war es, die privaten Gemächer des Schlosses mit dem Barocktheater und der Schlossgartenterrasse zu verbinden. So konnte der Adel bequem und ungesehen zwischen den verschiedenen Teilen der Anlage wechseln.
Die Mantelbrücke besteht aus mehreren Stockwerken:
- Oben: Ein überdachter Gang mit Fenstern, der einen herrlichen Blick über die Altstadt bietet.
- Unten: Ein offener Arkadengang, der den Besuchern einen Spaziergang ermöglicht.
Ihre einzigartige Bauweise und ihre malerische Schönheit machen die Mantelbrücke zu einem der meistfotografierten Wahrzeichen der Stadt und zu einem unverzichtbaren Teil der UNESCO-Welterbestätte.

Lebendiges Viertel: Der Latrán in Český Krumlov
Das Latrán-Viertel ist ein historischer Teil der Stadt Český Krumlov, der sich direkt am Fuße der Burg und des Schlosses befindet. Der Name „Latrán“ leitet sich vom lateinischen Wort lateranus ab, was „seitlich“ oder „unterhalb“ bedeutet, und bezeichnete in der Vergangenheit eine befestigte Vorstadt, die eng mit der Burg verbunden war.
Latrán war ursprünglich eine eigenständige Siedlung, deren Bewohner größtenteils Handwerker und Bedienstete waren, die für den wirtschaftlichen Betrieb der Burg sorgten. Das Viertel zeichnet sich durch seine malerischen, oft farbenfrohen Häuser aus, die im gotischen und Renaissance-Stil erbaut wurden. Viele von ihnen sind mit aufwändigen Sgraffito-Malereien verziert.
- In Latrán befindet sich eine Reihe wichtiger Gebäude und Gassen, darunter:
- Die Rote Brücke: Ein Tor, das Latrán mit dem ersten Schlosshof verbindet.
- Die Lazebnický-Brücke: Eine der Hauptbrücken, die Latrán mit dem inneren Stadtkern verbindet.
- Die Budweiser Tor: Das einzige erhaltene mittelalterliche Stadttor in Krumau.
- Das Kloster-Areal: Der zweitgrößte Komplex in der historischen Altstadt, der heute Museen und Gärten beherbergt.
Heute ist das Latrán-Viertel ein lebendiger Teil der Stadt mit vielen Geschäften, Restaurants, Cafés und Hotels, die den Besuchern eine besondere Atmosphäre bieten.
Mittelalterliche Einkehr: Die Klosteranlage von Český Krumlov
Die Klöster in Český Krumlov bilden nach dem berühmten Schloss den flächenmäßig zweitgrößten Baukomplex der südböhmischen Stadt. Der einzigartige Komplex, im Herzen des historischen Zentrums gelegen, vereint das Minoritenkloster für Mönche und das Klarissenkloster sowie eine spätere Beginen-Gemeinschaft.
Gegründet wurde die Anlage Mitte des 14. Jahrhunderts von der mächtigen Familie Rosenberg. Die Architektur spiegelt eine Mischung aus gotischen Fundamenten und späteren barocken Umgestaltungen des 17. und 18. Jahrhunderts wider.
Heute sind die Klöster ein lebendiges Zentrum für Kultur und Geschichte. Besucher können das Klostermuseum mit sakraler Kunst, den gotischen Kreuzgang mit Fresken des Heiligen Franziskus und die Kapelle St. Wolfgang erkunden. Interaktive Workshops ermöglichen zudem Einblicke in mittelalterliches Handwerk und Klosterleben.
St. Veit-Kirche: Gotisches Wahrzeichen von Český Krumlov
Die Pfarrkirche St. Veit (Kostel svatého Víta) ist neben dem Schlossturm die unübersehbare Dominante des Stadtbildes von Český Krumlov und symbolisiert die geistliche Macht in der historischen Residenzstadt.
Ihre Ursprünge reichen bis ins Jahr 1309 zurück. Der heutige gotische Bau, eine dreischiffige Hallenkirche, wurde hauptsächlich zwischen 1407 und 1439 unter der Herrschaft der Rosenberger errichtet. Ihr imposantes Netzrippengewölbe erinnert an den Prager Veitsdom.
Besonders markant ist der hohe, neugotische achteckige Turm aus dem späten 19. Jahrhundert, der den ursprünglich barocken Turm ersetzte. Das Innere der Kirche beherbergt die Grablege der Rosenberger sowie die barocke Kapelle des Heiligen Johann Nepomuk. Als Nationales Kulturdenkmal ist die St. Veit-Kirche ein unschätzbares Zeugnis der Spätgotik und der tief verwurzelten Geschichte Krumaus.
