🇦🇹 Pinzgau (A): Neukirchen am Großvenediger (September 2025)

Neukirchen am Großvenediger ist ein malerisches Bergdorf im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern im Salzburger Oberpinzgau. Eingebettet in die beeindruckende Gebirgslandschaft, gilt es als idealer Ausgangspunkt für Abenteuer in der Natur.

Der Name des Ortes verrät seine enge Verbindung zum Großvenediger, dem höchsten Gipfel der Venediger-Gruppe. Als ein Hauptort im Tal ist Neukirchen das perfekte Basislager für Bergsteiger und Wanderer, die den namensgebenden Gletscherriesen erklimmen oder die vielen markierten Wege der Region erkunden möchten. Ein weiteres Highlight, das nur wenige Kilometer entfernt liegt, sind die Krimmler Wasserfälle, die höchsten Wasserfälle Österreichs. Der Wasserschaupfad, der von Neukirchen aus startet, führt direkt zu diesem Naturspektakel.

Neukirchen ist ein ganzjährig attraktives Reiseziel. Im Sommer lockt es mit einem weitläufigen Netz an Wander- und Radwegen und dem Ruf der unberührten Natur. Im Winter verwandelt sich das Dorf in ein ruhiges, aber vielseitiges Skigebiet, das ideal für Familien ist und Wintersport fernab des Massentourismus bietet. Der Ort vereint die alpine Ursprünglichkeit mit einer entspannten Atmosphäre.


Anreise: Von Bad Tölz ins Herz des Tauern Nationalparks

Die Route beginnt in Bad Tölz und führt zunächst über die Autobahn A8 und A93 in Richtung Süden. Diese schnelle Fahrt durch das bayerische Voralpenland bringt rasch über die Grenze nach Österreich, wo die beeindruckende Festung Kufstein begrüßt.

Hinter Kufstein taucht die Reise in die majestätische Landschaft der Region Wilder Kaiser ein, die mit ihren schroffen, charakteristischen Gipfeln beeindruckt. Die Route führt weiter nach St. Johann in Tirol, einem malerischen Ort, der das Tor zu den berühmten Kitzbüheler Alpen ist. Von dort geht es weiter gen Süden nach Kitzbühel, dem weltbekannten Wintersportort.

Nach Kitzbühel beginnt die Fahrt über den Thurn-Pass. Die Passstraße bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Bergwelt, bevor sie hinab ins Salzachtal führt. In Mittersill, dem Hauptort der Region, angekommen, befindet man sich bereits im Nationalpark Hohe Tauern.

Von Mittersill aus folgt die Route dem Talverlauf in westlicher Richtung und erreicht schließlich Neukirchen am Großvenediger.


Das Panorama vom Großvenediger: Ein majestätischer Anblick

Das malerische Dorf Neukirchen am Großvenediger bietet einen der eindrucksvollsten Blicke auf die Venediger-Gruppe und ihren höchsten Gipfel, den namensgebenden Großvenediger. Diese Aussicht ist ein perfektes Beispiel für den einzigartigen Kontrast, der die Landschaft des Oberpinzgaus prägt.

Vom grünen, bewaldeten Talgrund des Salzachtals erhebt sich das gewaltige Massiv der Hohen Tauern. Im Herbst und Frühling, wenn der Talboden noch in sanften Farben gehalten ist, strahlen die eisbedeckten Gipfel der Venediger-Gruppe in einem blendenden Weiß. Der Anblick des Großvenedigers mit seinen ausgedehnten Gletschern, der sich erhaben über die anderen Gipfel erhebt, ist besonders beeindruckend.

Dieser Panoramablick, der sich je nach Jahreszeit in unterschiedlichen Facetten zeigt, unterstreicht die besondere Lage Neukirchens als Eingangstor zum Nationalpark Hohe Tauern und macht das Dorf zu einem beliebten Ziel für Naturfotografen und Bergliebhaber. Die Aussicht symbolisiert die Ursprünglichkeit und die unberührte Schönheit der alpinen Welt.


Burgruine Hieburg: Spuren des Mittelalters

Die Hieburg ist die Ruine einer Hangburg im Ortsteil Rosental der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger im Salzburger Land. Urkundlich wurde die Burg erstmals im Jahr 1290 erwähnt und diente als Sitz der Herren von Neukirchen.

Die Geschichte der Burg war wechselhaft: Sie wurde mehrfach durch Brände und Blitzeinschläge beschädigt und im 17. Jahrhundert endgültig dem Verfall preisgegeben. Weitere Zerstörungen erfuhr sie im Zweiten Weltkrieg durch eine amerikanische Bombe.

Obwohl die Ruine seit 2009 wegen Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden darf, sind noch Reste eines Nebengebäudes, der Ringmauer und des Bergfrieds erhalten. Der Ort zeugt von der bewegten Vergangenheit der Region.


Ruhepol im Pinzgau: Wald im Pinzgau

Wald im Pinzgau ist eine idyllische Gemeinde im Oberpinzgau im Salzburger Land, die direkt an der Grenze zu Tirol liegt. Bekannt ist das Dorf vor allem für seine ruhige Lage und die hervorragenden Möglichkeiten für Aktivurlauber, die das ganze Jahr über die Natur genießen wollen.

Wald im Pinzgau profitiert von seiner einzigartigen geografischen Lage. Das Dorf ist der perfekte Ausgangspunkt, um sowohl die majestätischen Gipfel des Nationalparks Hohe Tauern zu erkunden als auch die Skiregionen Tirols zu erreichen. Über den Gerlospass ist das Zillertal nur einen Katzensprung entfernt, was es zu einem idealen Standort für eine Kombination aus Erholung und Wintersport macht.

Während es im Sommer als Startpunkt für Wander- und Radtouren dient, verwandelt sich Wald im Pinzgau im Winter in ein wahres Mekka für Langläufer. Die hochgelegene Loipe zwischen Wald und Königsleiten gilt als besonders schneesicher und bietet ein weitläufiges Netz für alle Könnensstufen. Die Atmosphäre ist hier spürbar ruhiger und familiärer als in den großen Tourismuszentren, was das Dorf zu einem Rückzugsort für Naturliebhaber macht.


Gewaltige Schönheit: Das Sulzbachtal im Nationalpark Hohe Tauern

Das Sulzbachtal ist ein beeindruckendes Hochtal im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern, das in die Venediger-Gruppe hineinführt. Als Seitental des Pinzgaus gelegen, ist es bekannt für seine unberührte Natur, seine tosenden Wasserfälle und die herausfordernden Bergtouren, die hier beginnen.

Das Tal wird vom Sulzbach durchflossen, der sich seinen Weg über Kaskaden und durch tiefe Schluchten bahnt. Der Weg hinein ins Tal ist ein Erlebnis für sich, mit spektakulären Ausblicken auf die umliegenden Dreitausender. Ein besonderes Highlight ist der sogenannte „Umgang“, eine malerische Wanderung durch die Gesteinsformationen und entlang der tosenden Wasserläufe.

Das Sulzbachtal ist auch der Ausgangspunkt für eine der bekanntesten Hüttentouren der Region: den Aufstieg zur Kürsingerhütte. Diese alpine Schutzhütte liegt auf 2.558 Metern Höhe und ist ein wichtiger Stützpunkt für die Besteigung des Großvenedigers und anderer Gipfel. Das Tal vereint somit die wilde Schönheit der alpinen Landschaft mit dem Abenteuer des Hochgebirges.


Naturschauspiel in drei Kaskaden: Die Krimmler Wasserfälle

Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern sind mit einer beeindruckenden Fallhöhe von 380 Metern die höchsten Wasserfälle Österreichs und zählen zu den gewaltigsten in ganz Europa. Das tosende Wasser der Krimmler Ache stürzt in drei mächtigen Kaskaden in die Tiefe und schafft ein Naturspektakel von unvorstellbarer Kraft.

Ein rund vier Kilometer langer Wasserfallweg ermöglicht es Besuchern, das Naturschauspiel hautnah zu erleben. Der Weg schlängelt sich über Brücken und Aussichtskanzeln direkt an den tosenden Wassermassen entlang. Dabei spürt man nicht nur die Gischt im Gesicht, sondern hört auch das Donnern des Wassers, das einem die immense Energie der Natur vor Augen führt.

Ein besonderes Highlight der Krimmler Wasserfälle ist ihr nachgewiesener Heileffekt. Der feine, negativ ionisierte Sprühnebel, das sogenannte Aerosol, wirkt sich positiv auf die Atemwege aus.