Steilküste im Frühlingslicht: Die Cinque Terre-Wanderung von Corniglia nach Riomaggiore
Der Mai ist die ideale Zeit für die Cinque Terre: Die Landschaft steht in voller Blüte, die intensive Hitze des Hochsommers fehlt noch, und das Licht der ligurischen Küste ist kristallklar. Im Mai 2015 stand eine der malerischsten und anspruchsvollsten Etappen des Küstenwanderweges an: die Route von Corniglia nach Riomaggiore.
Weinberge, Treppen und das Meer
Die Wanderung begann in Corniglia, dem einzigen Dorf, das nicht direkt am Wasser liegt und dessen Erreichbarkeit bereits mit dem Aufstieg über die berühmten „Lardarina“-Treppen beginnt (auch wenn die Wanderung von hier startete, nicht endete). Die Route führte uns schnell in die terrassenförmig angelegten Weinberge und Olivenhaine, die Ligurien so prägen. Der Weg forderte durch ständige Steigungen und Gefälle, doch die Belohnung war unschlagbar: spektakuläre Ausblicke auf das tiefblaue tyrrhenische Meer und die bizarren Felsformationen der Steilküste.
Besonders der Abschnitt, der hoch über dem Meer zwischen den Dörfern lag, bot diese ikonischen Postkartenmotive, wo die pastellfarbenen Häuser der Dörfer wie Schwalbennester am Felsen kleben.
Ziel: Riomaggiore im Sonnenuntergang
Nach der Durchquerung von Manarola, das für seinen malerischen Hafen und die steil abfallenden Gassen bekannt ist, führte die letzte Etappe zum Zielort Riomaggiore. Obwohl die berühmte Via dell’Amore zu diesem Zeitpunkt gesperrt war (ein häufiges Problem an dieser fragilen Küste), bot der Ersatzweg durch die Höhenlagen ebenfalls atemberaubende Blicke.
Die Ankunft in Riomaggiore, dem südlichsten der fünf Dörfer, war der perfekte Abschluss: Der kleine, von Felsen umrahmte Hafen, die bunten Häuser und das Gefühl, einen anspruchsvollen Küstenabschnitt bezwungen zu haben, wurden vom warmen Licht des späten Maitags veredelt. Die Cinque Terre im Frühling sind ein unvergessliches Fest für die Sinne.