Lichterglanz und Vorfreude: Mein 23. Dezember in der Salzburger Altstadt
Wenn die Dämmerung am 23. Dezember über die Salzburger Altstadt hereinbricht, verwandelt sich die Stadt in ein funkelndes Lichtermeer. Es ist der Vorabend des Heiligen Abends, und wer zu dieser Zeit durch die Gassen schlendert, erlebt Salzburg in seinem wohl festlichsten Gewand. Mein Nachmittag und Abend in der Altstadt war geprägt von dieser ganz besonderen Mischung aus geschäftiger Vorfreude und feierlicher Ruhe.
Mein Spaziergang begann am späten Nachmittag in der Getreidegasse. Die berühmten schmiedeeisernen Schilder hingen über den Köpfen der Besucher, während die Schaufenster festlich dekoriert um die Wette strahlten. Ein kleiner Abstecher in die schmale Goldgasse lohnte sich besonders: Hier ist es etwas ruhiger, und die kleinen Antiquitätenläden und Manufakturen verströmen einen nostalgischen Charme, der perfekt in die Weihnachtszeit passt.
Zum Einbruch der Dunkelheit zog es mich auf den Domplatz. Der Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz ist einer der ältesten der Welt, und das spürt man. Unter dem Sternenhimmel aus tausenden Lichtern genoss ich den Duft von Weihrauch und frisch gebackenen Bauernkrapfen. Ein besonderer Moment war das Turmblasen: Wenn die Bläser von den Türen des Doms ihre Adventsweisen spielen, hält die ganze Stadt für einen Moment den Atem an.
