Stans, die Wolfsklamm und St. Georgenberg sind ein bekanntes Ausflugsziel in Tirol, das auf einzigartige Weise Naturerlebnis, historische Bedeutung und spirituelle Ruhe verbindet. Die drei Orte liegen in unmittelbarer Nähe zueinander und werden oft in einer einzigen, beeindruckenden Tour erkundet.
Stans ist ein malerisches Dorf im Inntal, das als Ausgangspunkt für die Wanderung dient. Es liegt in der Silberregion Karwendel und bietet eine idyllische Kulisse für den Beginn des Abenteuers. Hier kann man parken und von hier aus führt der Weg zum Eingang der Klamm.
Die Wolfsklamm ist der spektakulärste Teil der Tour. Es ist eine faszinierende Schlucht, die man auf gut gesicherten Holzstegen und Brücken überwindet. Die Wanderung führt über schmale Wege und Stufen, vorbei an tosenden Wasserfällen und schroffen Felswänden. Das tiefe, smaragdgrüne Wasser des Stanserbachs hat über Jahrtausende beeindruckende Gesteinsformationen geschaffen. Die Klamm strahlt eine wilde und romantische Schönheit aus.
Nach der Passage durch die Klamm gelangt man nach St. Georgenberg, einem der ältesten Wallfahrtsorte Tirols. Hier findet man eine altehrwürdige Wallfahrtskirche, ein Kloster und eine Gaststätte. Das spirituelle Zentrum der Anlage ist das Marienbrünndl, eine Quelle, deren Wasser heilende Kräfte zugeschrieben werden. St. Georgenberg ist ein Ort der Ruhe und Einkehr, der einen starken Kontrast zur wilden Klamm bildet.

Durchs bayerisch-tirolische Herzland: Eine alpine Reise
Wer die bayerischen Alpen hinter sich lässt, um in das pulsierende Herz Tirols vorzudringen, erlebt auf der Route von Bad Tölz nach Schwaz eine Fahrt, die mehr ist als nur eine Streckenverbindung. Es ist eine knapp anderthalbstündige Reise (rund 77 Kilometer) durch eine atemberaubende Landschaft, die durch malerische Seen und mächtige Berge führt.
Die Reise beginnt in Bad Tölz und führt auf der Bundesstraße B13 direkt in eine Welt alpiner Schönheit. Der erste Höhepunkt ist der smaragdgrüne Sylvensteinspeicher, der sich majestätisch in die Bergwelt des Karwendel einfügt. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Natur und Technik auf eine poetische Weise und laden zu einem kurzen Fotostopp ein, um die beeindruckende Kulisse festzuhalten.

Vom Sylvensteinspeicher aus geht es weiter über die Grenze nach Österreich, wo der Achensee wartet – liebevoll als „Meer Tirols“ bezeichnet. Eingebettet zwischen den Gipfeln des Rofan- und Karwendelgebirges, präsentiert sich der See in tiefem Blau und lädt zu einer kurzen Pause ein, bevor die Fahrt weiter in das Inntal führt. Die Straße schlängelt sich entlang des Ufers und bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke.

Die letzte Etappe der Reise führt schließlich ins Inntal, wo sich die Berge sanft zurückziehen und Platz für eine breitere Tallandschaft machen. Die Fahrt endet in der historischen Silberstadt Schwaz. Hier, wo die Geschichte des Bergbaus allgegenwärtig ist, kann die eindrucksvolle Reise durch die bayerischen und Tiroler Alpen gemütlich ausklingen.

Die Fahrt von Schwaz nach Stans ist kein langer Weg, sondern vielmehr ein kurzer und malerischer Übergang vom historischen Stadtleben in die Ruhe der Natur. Die beiden Orte liegen nur wenige Minuten voneinander entfernt und sind durch eine einfache Straße verbunden. Die kurze Reise dient als Auftakt für das bevorstehende Naturerlebnis. Der Weg führt aus der „Silberstadt“ Schwaz direkt ins Nachbardorf, das als Tor zur beeindruckenden Wolfsklamm und zum historischen Wallfahrtsort St. Georgenberg bekannt ist. Es ist der schnelle Weg vom Alltag zum Abenteuer, der die Vorfreude auf die Wanderung durch die spektakuläre Schlucht weckt.
Durch die wilde Schlucht: Die Wolfsklamm
Die Wolfsklamm ist eine der beeindruckendsten Naturschluchten in Tirol und liegt in der Gemeinde Stans in der Silberregion Karwendel. Sie ist das spektakulärste Teilstück des Weges, der zum Wallfahrtsort St. Georgenberg führt.
Die Klamm wurde vom Stanserbach über Jahrtausende geformt, der sich seinen Weg durch das Gestein gebahnt hat. Auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern windet sich der Weg durch die enge Schlucht. Wanderer überwinden dabei rund 350 Höhenmeter. Das besondere an der Wolfsklamm ist die Art und Weise, wie sie erschlossen wurde: Zahlreiche Holzstege, Brücken und Stufen sind direkt an die senkrechten Felswände gebaut.

Der Weg durch die Wolfsklamm ist ein wahres Abenteuer. Man wandert direkt neben dem tosenden Bach, dessen Wasser in tiefen Gumpen und über kleine Wasserfälle fließt. Die Luft in der Schlucht ist kühl und feucht, selbst an heißen Sommertagen. Die Licht- und Schattenspiele, die durch das über dem Felsdach fließende Wasser entstehen, sind faszinierend. Die Wanderung durch die Klamm erfordert Trittsicherheit, ist aber für jeden geübten Wanderer machbar. Am Ende des Weges öffnet sich die Schlucht und gibt den Blick frei auf das Plateau von St. Georgenberg.
Die Wolfsklamm wurde bereits 1901 begehbar gemacht und zieht seitdem Tausende Besucher an, die die wilde und unberührte Schönheit dieser alpinen Landschaft hautnah erleben wollen.
Der Heilige Berg: St. Georgenberg
Der St. Georgenberg ist einer der ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsorte Tirols und liegt in der Gemeinde Stans in der Silberregion Karwendel. Die einzigartige Lage macht ihn zu einem besonderen Ort der Einkehr und des Naturerlebnisses.
St. Georgenberg ist ein Ort voller Geschichte, der bis in das 10. Jahrhundert zurückgeht. Der Überlieferung nach wurde der Ort von einem Grafen von Rottenburg gegründet, der an dieser Stelle ein Wunder erlebte. Der Wallfahrtsort entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Pilgerziel, insbesondere wegen des Marienbrünndls, einer Quelle, deren Wasser heilende Kräfte zugeschrieben werden.

Der Wallfahrtsort ist heute nur zu Fuß über eine spektakuläre Wanderung erreichbar:
- Durch die Wolfsklamm: Dies ist der bekannteste und aufregendste Weg. Er führt durch eine enge Schlucht mit tosenden Wasserfällen und über Hunderte von Stufen und Holzbrücken. Es ist ein wildromantisches Erlebnis, das eine gewisse Trittsicherheit erfordert.
- Der Forstweg: Für diejenigen, die eine weniger anspruchsvolle Route bevorzugen, gibt es einen breiteren Forstweg, der ebenfalls nach St. Georgenberg führt.
Vor Ort findet man ein kleines, aber beeindruckendes Ensemble aus einer alten Wallfahrtskirche, die in ihrer heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert stammt, und dem Kloster der Benediktiner. Ein Gasthaus lädt zur Einkehr und Stärkung nach der Wanderung ein. Der Ort strahlt eine tiefe Ruhe aus, die einen starken Kontrast zur wilden Wolfsklamm bildet.
