🇩🇪 Mangfallgebirge: Rodeln Rotwandgebiet (28.12.24)

Das Rotwandgebiet in den Bayerischen Voralpen bietet eine der längsten und abwechslungsreichsten Rodelstrecken Deutschlands. Die Rodelbahn vom Rotwandhaus hinunter zum Spitzingsee erstreckt sich über etwa 4,5 Kilometer und überwindet dabei rund 660 Höhenmeter. ​

Aufstieg zum Rotwandhaus:

  • Startpunkt: Parkplatz am Spitzingsee in der Nähe der Wurzhütte.​
  • Aufstiegsroute: Der Aufstieg erfolgt über einen geräumten und präparierten Winterwanderweg. Zunächst führt ein Teerweg bis zur Bergwachthütte, anschließend geht es über einen Forstweg weiter zum Rotwandhaus. Insgesamt legt man dabei knapp 7 Kilometer und 660 Höhenmeter zurück, was etwa 2,5 Stunden in Anspruch nimmt. ​

Rodelabfahrt:

  • Streckenverlauf: Die Abfahrt beginnt direkt am Rotwandhaus. Im oberen Bereich ist die Strecke aufgrund der sonnigen Lage oft etwas weicher und langsamer. Ab den Haarnadelkurven im Wald wird die Bahn steiler und schneller. Im unteren Abschnitt führt die Strecke über eine Teerstraße, die bei ausreichender Schneelage bis zum Spitzingsee befahrbar ist. Da dieser Abschnitt auch von Fahrzeugen genutzt wird, ist besondere Vorsicht geboten.


Wichtige Hinweise:

Ausrüstung: Ein eigener Schlitten ist erforderlich, da es vor Ort keine Verleihmöglichkeiten gibt.​
Schwierigkeit: Die Rodelbahn ist aufgrund ihrer Länge und einiger steiler Passagen als mittelschwer einzustufen und erfordert eine sichere Fahrweise. Sicherheit: Das Tragen eines Helms wird empfohlen. Zudem sollte man die Witterungsbedingungen und den Zustand der Bahn vorab prüfen.​ Einkehrmöglichkeit: Das Rotwandhaus lädt vor der Abfahrt zu einer gemütlichen Rast mit regionalen Schmankerln ein. ​


Sonnenuntergang beim Rückweg zum Spitzingsee

Es gibt diese raren, fast magischen Momente am Berg, in denen die Natur ein unvergessliches visuelles Schauspiel inszeniert. Ein solches Erlebnis bietet der abendliche Abstieg von der majestätischen Rotwand hinab in Richtung Spitzingsee. Wenn sich der Tag dem Ende neigt und die meisten Wanderer bereits ins Tal zurückgekehrt sind, entfaltet die hochalpine Landschaft ihre absolute, ungestörte Stille.

Der schmale Bergpfad schlängelt sich durch die raue, felsige Kulisse, während die tief stehende Sonne die Szenerie in ein warmes, intensives Alpenglühen taucht. Für die Landschaftsfotografie ist dieses sanfte, weiche Licht schlichtweg ein Traum. Der Blick schweift ungehindert nach Süden über das markante Relief des südlichen Mangfallgebirges, dessen dunkle Schattenrisse einen faszinierenden Kontrast zum leuchtenden Abendhimmel bilden. Doch das wahre Highlight wartet am fernen Horizont: Majestätisch erheben sich dort die markanten Dreitausender der Zillertaler Alpen. Ihre schneebedeckten, gletschergekrönten Gipfel fangen die allerletzten Sonnenstrahlen des Tages ein und leuchten wie ferne Leuchtfeuer in der dämmernden Atmosphäre.

Während man langsam Schritt für Schritt an Höhe verliert, taucht tief unten im Tal der Spitzingsee auf. Seine glatte, ruhige Wasseroberfläche spiegelt die tiefblauen und violetten Töne der hereinbrechenden Nacht wider. Dieser Abstieg im weichen Abendlicht ist weit mehr als nur ein Rückweg – er ist eine tiefe, fast meditative Entschleunigung. Die gewaltige Weite der Bergwelt und die alpine Ursprünglichkeit lassen den Alltag völlig verblassen und bieten unzählige, unvergleichliche Motive, um dieses pure Freiheitsgefühl für immer festzuhalten.