🇩🇪 Tegernsee & Schliersee: Neureuth mit Gindelalmschneid (04.07.26)


Wanderung zur Neureuth (1264 m): Vom Bahnhof zum Berggasthof

Diese abwechslungsreiche, etwa 3,5 Kilometer lange Tour beginnt direkt am Bahnhof Tegernsee und bietet schon kurz nach dem Start erste landschaftliche Höhepunkte. Auf einer moderaten Wanderzeit von rund 1,5 Stunden sind im Aufstieg insgesamt etwa 500 Höhenmeter zu überwinden. Zunächst führt der Weg über die Klosterwachtstraße hinauf, bevor er in Richtung des mondänen Schlosshotels „Das Tegernsee“ abzweigt. Kurz hinter dem beeindruckenden Anwesen öffnet sich ein idyllischer Grashang, der einen herrlichen Panoramablick über das tiefblaue Wasser des Tegernsees freigibt.

Nach diesem aussichtsreichen Abschnitt wandert man stetig bergan und passiert das Hotel Westerhof. Ab hier ändert sich der Charakter der Wanderung und der Pfad taucht in den Bergwald ein. Nun folgt man dem historischen, stellenweise wurzeligen Sommerweg, der sich in mehreren Kehren den Hang hinaufschlängelt. Dieser teils etwas steilere Abschnitt fordert ein wenig Ausdauer für die restlichen Höhenmeter, belohnt dafür aber mit seiner ursprünglichen und schattigen Natur.

Das Ziel der Tour ist der traditionsreiche Berggasthof auf der Neureuth (1.264 m). Oben angekommen, empfängt einen die weitläufige Sonnenterrasse mit einem der berühmtesten Ausblicke über das gesamte Tegernseer Tal bis tief in die bayerische Alpenkette hinein.

Von der Sonnenterrasse des Berggasthofs Neureuth eröffnet sich eines der eindrucksvollsten Panoramen der bayerischen Voralpen. Wie die offizielle Webseite des Gasthofs bestätigt, schweift der freie Blick über den gesamten Tegernsee bis weit in die Ferne. Zunächst dominieren direkt gegenüberliegend markante Tegernseer Hausberge wie der Wallberg, der Kampen und der Hirschberg das Bild. An klaren Tagen bietet sich jedoch eine spektakuläre Fernsicht, die von den schroffen Gipfeln des Wettersteins im Westen bis hin zu den mächtigen Dreitausendern der Zillertaler Alpen im Süden reicht. Diese weite, gestaffelte Bergkulisse ist gerade im warmen Nachmittagslicht ein absolut herausragendes Motiv für Landschaftsfotografen.


Von der Neureuth zur Gindelalmschneid (1335 m): Panorama-Wanderung über den Gipfelgrat

Wie Tourenportale empfehlen, lohnt es sich, die Wanderung von der Neureuth noch weiterzuführen und zu einem ausgedehnten Naturerlebnis auszubauen. Diese reizvolle Etappe hinüber zur Gindelalmschneid umfasst eine zusätzliche Strecke von rund 3 Kilometern. Da die Route weitgehend auf dem Höhenrücken verläuft, sind auf diesem Abschnitt lediglich moderate 150 Höhenmeter zu überwinden, wofür eine angenehme Gehzeit von etwa 45 bis 60 Minuten einzuplanen ist.

Zunächst führt der Pfad sanft gewellt durch schattige Bergwälder und über idyllische Almwiesen in Richtung der bewirtschafteten Gindelalmen. Kurz dahinter beginnt der spannendere Teil: Über einen teils wurzeligen und etwas steileren Steig erfolgt die Besteigung direkt hinauf auf den Gipfelgrat der Gindelalmschneid auf 1.335 Metern Höhe.

Dieser höchste Punkt der Tour eröffnet ein völlig neues, spektakuläres Panorama. Der freie Blick schweift nun weit über das gesamte Mangfallgebirge. Tief unten im Tal ruht malerisch der Schliersee, während im Osten das markante Wendelstein-Massiv die Horizontlinie dominiert. Die eindrucksvolle Kombination aus sanften Voralpen, markanten Gipfeln und der Wasserfläche bietet herausragende Motive, um die weitläufige Naturlandschaft und das Spiel von Licht und Schatten fotografisch festzuhalten.


Rückkehr mit Genuss: Kaiserschmarrn und See-Erfrischung

Nach dem beeindruckenden Panorama-Erlebnis auf der Gindelalmschneid führt der entspannte Rückweg auf bekannter Strecke zunächst zurück zur Neureuth. Hier bietet sich die perfekte Gelegenheit für eine wohlverdiente Einkehr: Auf der weiten Terrasse des Berggasthofs lässt sich ein klassisch bayerischer, herrlich fluffiger Kaiserschmarrn bei einem letzten Blick über das Tal besonders gut genießen.

Frisch gestärkt beginnt anschließend der Abstieg. Die Route schlängelt sich über den schattigen, naturbelassenen Sommerweg stetig bergab durch den Bergwald, bis man wieder den Bahnhof Tegernsee erreicht. Doch der erlebnisreiche Tag endet hier noch nicht ganz: Um die müden Wanderbeine zu belohnen, empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zur nahegelegenen Herbert-Beck-Anlage. Ein erfrischendes Bad im kristallklaren Wasser des Tegernsees sorgt für die ideale Abkühlung und rundet den perfekten Wandertag zwischen Berggipfeln und Seeufer harmonisch ab.