Wintersonne pur: Mein Logenplatz auf der Neureuth am 28. Dezember
Nach den trubeligen Weihnachtstagen gibt es kaum etwas Besseres, als die verbrauchte Plätzchen-Energie in frische Bergluft umzuwandeln. Am 28. Dezember 2025 zeigte sich das Tegernseer Tal von seiner glanzvollsten Seite, und ich habe mich für den Klassiker entschieden: Die Neureuth.
Der Aufstieg: Durch den Winterwald
Mein Tag startete am Wanderparkplatz oberhalb von Tegernsee. Da die Neureuth für ihre sonnige Lage bekannt ist, war der Weg nach oben – trotz der kühlen Temperaturen – ein Genuss. Der Pfad durch den verschneiten Wald glitzerte im Gegenlicht, und mit jedem Höhenmeter öffnete sich der Blick weiter über den tiefblauen See, der wie ein Saphir zwischen den Bergen liegt.
Oben angekommen: Sommer-Feeling im Winter
Das Beste an der Neureuth (1.264 m) ist ihre exponierte Lage. Während es unten im Tal im Schatten oft frostig bleibt, fängt der Bergrücken hier oben jeden Sonnenstrahl ein. Auf der Terrasse des Berggasthauses Neureuth herrschte fast schon Frühlingsstimmung. Ich suchte mir eine Holzbank direkt an der Hauswand, bestellte den legendären Kaiserschmarrn und ließ mir die Sonne ins Gesicht scheinen.
Der Panoramablick reicht von hier oben über das gesamte Tegernseer Tal bis hin zum Wendelstein und den fernen Gipfeln der Zentralalpen. Es ist dieser Moment, in dem man tief durchatmet und die Ruhe nach dem Festtagsstress so richtig aufsaugt.
Der Abstieg: Goldene Stunde am See
Nach zwei Stunden ausgiebigem Sonnenbad trat ich den Rückweg an. Da die Sonne Ende Dezember bereits früh tief steht, tauchte sie die Landschaft in ein warmes, oranges Licht. Der Abstieg mit Blick auf den spiegelglatten See und die ersten Lichter, die unten im Ort Tegernsee angingen, war der perfekte Abschluss für diesen winterlichen Traumtag.

