Alpines Naturerbe: Die uralten Zirbenwälder am Glungezer
Hoch oben am steilen Nordhang des markanten Glungezer eröffnet sich ein ganz besonderes, botanisches Naturschauspiel. Unmittelbar im Umfeld der Bergstation und etwas unterhalb der urigen, traditionsreichen Tulfein-Alm erstrecken sich die weitläufigen Zirbenwälder entlang des berühmten Zirbenwegs. Auf rund 2.000 Metern Höhe wandert man hier durch einen der größten, ältesten und am besten erhaltenen geschlossenen Zirbenbestände in ganz Europa.

Diese knorrigen, extrem widerstandsfähigen Baumriesen – von denen viele stolze Exemplare nachweislich über 700 Jahre alt sind – trotzen seit Jahrhunderten den rauen, hochalpinen Bedingungen und bilden charakterstarke, historische Motive für die anspruchsvolle Landschaftsfotografie. Wer den idyllischen Wanderweg durch dieses grüne Paradieswählt, taucht in eine völlig andere, geradezu mystische Welt ein. Der intensive, harzige Duft der edlen Zirben und ihrer freigesetzten ätherischen Öle liegt beruhigend in der kühlen, klaren Bergluft und macht den Ausflug zu einer wohltuenden Form des alpinen Waldbadens. Das sanfte Licht, das durch die dichten, dunkelgrünen Nadelkronen auf den weichen, unebenen Waldboden fällt, erzeugt malerische, warme Kontraste. Ein fotografischer Streifzug rund um die Tulfein-Alm vereint die wilde, alpine Natur mit einer tiefen, spürbaren Entschleunigung und fängt die unverfälschte, zeitlose Schönheit der Tiroler Bergwelt auf einzigartige Weise ein.





