🇮🇹 Südtirol: Höhlensteintal (Val di Landro) mit Seen (22.08.24)

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Das Tal zwischen Toblach und Misurina wird als Höhlensteintal bezeichnet. Es erstreckt sich sĂĽdlich von Toblach und fĂĽhrt durch eine beeindruckende Dolomitenlandschaft mit markanten Gipfeln und kristallklaren Seen. Das Höhlensteintal ist Teil des Naturparks Drei Zinnen und bietet zahlreiche Wander- und Radwege, die durch die alpine Umgebung fĂĽhren.

Das Höhlensteintal (italienisch: Val di Landro) verbindet Toblach mit dem Misurinasee und führt durch eine beeindruckende Dolomitenlandschaft. Entlang der Route liegen der Toblacher See, der Dürrensee und Ausblicke auf die Drei Zinnen. Das Tal gehört zum Naturpark Drei Zinnen und bietet Natur, Geschichte und spektakuläre Aussichten – ideal für Wanderer, Radfahrer und Fotograf:innen.

Auf dem Weg von Toblach nach Misurina passiert man unter anderem den Toblacher See und den DĂĽrrensee, zwei malerische Seen, die von majestätischen Bergen umgeben sind. Die StraĂźe fĂĽhrt weiter durch das Tal, vorbei an Schluderbach, und steigt schlieĂźlich zum Misurinasee an, der auf etwa 1.754 Metern Höhe liegt. Der Misurinasee ist der größte natĂĽrliche See in der Region Cadore und bekannt fĂĽr seine klare Luft und die atemberaubende Aussicht auf die umliegenden Dolomitengipfel, darunter die berĂĽhmten Drei Zinnen.

Das Höhlensteintal ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch historisch bedeutend. Während des Ersten Weltkriegs verlief hier die Frontlinie zwischen Ă–sterreich-Ungarn und Italien, und noch heute zeugen verschiedene Denkmäler und Relikte von dieser Zeit.​

Für Reisende bietet das Tal eine Kombination aus Naturerlebnis, Geschichte und alpiner Schönheit – ein ideales Ziel für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber.​

Der Tag begann bewölkt, doch genau das verlieh der Landschaft des Höhlensteintals eine ganz eigene Stimmung. Nebelschwaden zogen zwischen den Bergflanken, und das Licht wechselte ständig – mal diffus, mal mit kurzen Momenten, in denen sich Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke kämpften.

Am DĂĽrrensee spiegelten sich Felsen, Wald und Himmel auf der stillen Wasseroberfläche. Das tĂĽrkisgrĂĽne Wasser leuchtete selbst bei bedecktem Himmel, eingerahmt von den markanten Felswänden der Cristallo-Gruppe â€“ ein Anblick, der gerade durch die gedämpften Farben besonders eindrucksvoll wirkte.

Weiter taleinwärts, am Drei-Zinnen-Blick, zeigten sich die legendären Gipfel unerwartet klar. Trotz des grauen Himmels traten die Drei Zinnen kraftvoll aus der Szenerie hervor – still, monumental, fast geheimnisvoll. Die Wolken verliehen der ohnehin dramatischen Felslandschaft zusätzliche Tiefe und machten den Moment besonders: ein Blick auf eine Ikone der Dolomiten, eingehĂĽllt in sanftes Licht und Stille.

Dieser Tag bewies einmal mehr: Nicht nur Sonnenschein macht eine Landschaft magisch – manchmal ist es genau dieses Zwischenlicht, das Orte in ihrer ursprĂĽnglichsten Form zeigt.


Dürrensee (Lago di Landro) – alpines Juwel im Höhlensteintal

Der Dürrensee (italienisch: Lago di Landro) liegt im Höhlensteintal südlich von Toblach, eingebettet in die spektakuläre Kulisse der Dolomiten. Der Bergsee auf etwa 1.400 Metern Höhe beeindruckt mit seinem türkisgrünen Wasser, den umliegenden Felswänden und der Aussicht auf die Cristallo-Gruppe. Besonders bei ruhigem Wetter spiegelt sich die Bergwelt im See – ein beliebter Fotospot und perfekter Ort für eine kurze Rast entlang der Straße nach Misurina.

Auf dem Weg von Toblach nach Misurina, eingebettet in das wildromantische Höhlensteintal, liegt einer der stilleren, aber umso eindrucksvolleren Seen der Dolomiten: der DĂĽrrensee. Umrahmt von steilen Bergflanken und dichtem Wald, wirkt er fast wie ein versteckter RĂĽckzugsort – ruhig, klar und majestätisch.

Gerade am frĂĽhen Morgen oder späten Nachmittag, wenn kaum Wind geht, verwandelt sich der See in einen riesigen Spiegel. Die mächtigen Gipfel der Cristallo-Gruppe zeichnen sich gestochen scharf auf der glatten Wasseroberfläche ab, während sich das Licht sanft auf die umliegenden Felsen legt.

Der DĂĽrrensee liegt auf etwa 1.400 Metern Höhe und ist leicht mit dem Auto, dem Rad oder sogar zu FuĂź erreichbar. Ein kleiner Parkplatz am Ufer, ein kurzer Weg zum Wasser – und schon steht man vor einer Szenerie, die kaum malerischer sein könnte.

Trotz seiner Nähe zur StraĂźe bewahrt der See eine besondere Stille, vor allem in den Randzeiten des Tages. Es ist ein Ort zum Durchatmen, Innehalten – und natĂĽrlich Fotografieren. Wer weiter in Richtung Misurina fährt, sollte hier unbedingt einen kurzen Stopp einlegen.


Foto-Spot: Drei-Zinnen-Blick – Fenster zum Massiv aus dem Tal

Der Drei-Zinnen-Blick im Höhlensteintal zählt zu den bekanntesten Fotospots der Dolomiten. Von einer eigens eingerichteten Aussichtsplattform entlang der Straße zwischen Toblach und Misurina bietet sich ein freier Blick auf die imposanten Nordwände der Drei Zinnen – ikonisch, monumental und besonders eindrucksvoll bei klarer Sicht oder im Licht der Abendsonne.

Obwohl sich an diesem Tag dichte Wolken über das Höhlensteintal legten, gaben sie immer wieder den Blick auf das markante Massiv der Drei Zinnen frei. Inmitten des grauen Himmels wirkten die steil aufragenden Felswände fast noch dramatischer – rau, geheimnisvoll und dennoch klar erkennbar. Auch ohne Sonnenschein entfaltete der Ausblick von der Aussichtsplattform seine ganze Wirkung – ein stilles, eindrucksvolles Panorama, das auch bei bewölktem Wetter in Erinnerung bleibt.


Monte Cristallo – zerklüftete Schönheit der Dolomiten

Der Monte Cristallo gehört zu den eindrucksvollsten Gipfelmassiven der östlichen Dolomiten. Mit seiner schroffen, stark zergliederten Silhouette ragt er nordöstlich von Cortina d’Ampezzo in den Himmel und prägt die Fernsicht vom Höhlensteintal ebenso wie vom DĂĽrrensee oder der Strecke in Richtung Misurina.

Sein Hauptgipfel, die Cima di Mezzo, erreicht eine Höhe von 3.221 Metern und ist Teil eines markanten Gebirgskamms, der sich wie eine gezackte Krone ĂĽber dem Tal erhebt. Besonders bei wechselhaftem Wetter oder in den frĂĽhen Morgenstunden entfaltet der Cristallo seine ganze Wirkung: Dann schimmern seine Felswände bläulich-grau oder goldfarben im Sonnenlicht – dramatisch, wild und majestätisch.

Der Monte Cristallo ist nicht nur ein beliebtes Fotomotiv, sondern auch ein anspruchsvolles Ziel für erfahrene Bergsteiger. Für alle anderen bleibt er ein stiller Begleiter auf vielen Wegen in den Dolomiten – ein Berg, der mit seiner Präsenz tief beeindruckt, auch ohne erklommen zu werden.