🇩🇪 Tölzer Land: „Weiße „Wand“ von Icking (24.02.24)

Eiszeitliches Erbe: Die hellen Schotterwände über der Isarschleife

Die Weiße Wand bei Icking ist eines der spektakulärsten Naturdenkmäler im bayerischen Isartal. Es handelt sich um ein steil abfallendes Hochufer, das durch die erosive Kraft der Isar geformt wurde. Die markante helle Farbe des Kalkschotters, die der Wand ihren Namen gibt, leuchtet besonders im Sonnenlicht weit über das Flusstal hinaus und bildet einen harten Kontrast zum satten Grün der umliegenden Wälder.

Geologie und Aussicht

Geologisch gesehen besteht die Wand aus eiszeitlichen Ablagerungen, den sogenannten Würm-Schottern. Da die Isar hier eine scharfe Kurve beschreibt, prallt das Wasser gegen den Hang und sorgt für stetigen Materialabtrag. Dies hält die Wand „weiß“, da Bewuchs durch das regelmäßige Nachrutschen des Bodens kaum eine Chance hat.

Für Besucher bietet der Pfad oberhalb der Weißen Wand einen der berühmtesten Panoramablicke Oberbayerns. Von hier aus überblickt man die weitläufigen Isarauen und sieht bei guter Fernsicht – wie auf Ihren beeindruckenden Fotos – die gesamte Alpenkette vom Karwendel bis zur Zugspitze.

Wanderung und Naturerlebnis

Die Weiße Wand ist ein Highlight auf dem Wanderweg zwischen Icking und Wolfratshausen.

  • Wegbeschaffenheit: Der schmale Pfad direkt an der Abbruchkante erfordert Schwindelfreiheit, ist aber gut gesichert.
  • Natur: Das Gebiet gehört zur Pupplinger Au, einem wertvollen Naturschutzgebiet, das seltene Pflanzen- und Vogelarten beherbergt.
  • Perspektive: Während man von oben das Panorama genießt, offenbart sich vom Isarufer aus die imposante Höhe und Mächtigkeit der hellen Kieswand.