Das Kanada Bayerns: Die schroffen Felswände im Isartal
Die markanten Felswände, die sich im Isartal östlich von Vorderriß erheben, gehören zu den steil abfallenden Südflanken des Speibenkäs, einem 1361 Meter hohen Gipfel der Bayerischen Voralpen. Eingerahmt wird dieser schroffe Bereich von zwei deutlichen Bacheinschnitten: Im Westen durchbricht der Speibenkäsgraben das Gestein, während weiter östlich der Hochgraben in Richtung Tal verläuft. Dass die Felsen hier so abrupt und fast senkrecht in die Tiefe stürzen, ist der Isar selbst zu verdanken. Der Fluss drückt an dieser Stelle stark an das nördliche Ufer und bildet einen sogenannten Prallhang. Über Jahrtausende hinweg hat das Wasser das Fundament aus Hauptdolomit abgetragen und unterspült, wodurch diese beeindruckenden Abbruchkanten entstanden sind. Besonders gut lässt sich diese Dynamik der Natur von der gegenüberliegenden, südlichen Flussseite entlang der Bundesstraße 307 beobachten.



