Thanninger Weiher

Thanninger Weiher bezeichnet drei künstliche Seen in der Nähe von Thanning bei Egling. Eine kleine und bewaldete Seenlandschaft aus drei Weihern, die in einem natürlichen Geländeeinschnitt, dem Reichertshauserer Tal, im Moränenhügelland eingebettet sind. Der Moosbach stellt den Zu- und Abfluss dar und wird durch drei kleineren Dämmen zu den Weihern aufgestaut. Der wildeste und größte Weiher liegt nahe von Fraßhausen und weist eine riesige Schilfzone mit Feuchtwiesen und Sumpfgebieten auf. Wege führen entlang der Ufer und bilden somit einen schönen Rundweg. Die Landschaft zu jeder Jahreszeit schön. Aufgrund der abgelegenen Lage, vor allem die des größeren Weihers, herrscht im Tal eine angenehme Ruhe und auch ein wenig Einsamkeit.


Geographie:

Die Thanninger Weiher liegen in der Nähe von Thanning (Egling), Fraßhausen (Dietramszell) und Feldkirchen (Egling). Den Zu- und Abfluss bildet der Moosbach, dieser entspringt in den sumpfigen Wiesen beim den Weihern. Die Weiher liegen im Schnitt 646-647 m ü. NN. Die Weiher haben eine maximale Tiefe von 3 m, wobei die zweigrößten am flachsten sind. Der Weiher, in dem Baden und Wassersport verboten ist, stellt den tiefsten Weiher dar. Die mittlere Tiefe beträgt 2 m. Die Thanninger Weiher werden als 1er, 2er und 3er bezeichnet. Von der Thanninger Seite stellt der erste Weiher den 1er dar. Das Baden ist in allen drei Gewässern vom Fischereiverein verboten worden.

Klima:

Die Weiher liegen im Übergangsklima vom osteuropäischen Kontinentalklima zum westeuropäischen Atlantikklima. Die Seen liegen im gemäßigten Klimabereich. Die Weiher haben ein wärmeres und milderes Klima, als die umliegenden Hügel. Nicht nur wegen der wärmenden Tallage, sondern wegen der erheblichen Sonneneinstrahlung. Das Tal speichert die Wärme und somit kann es im Sommer etwas heißer werden, als in den umliegenden Dörfern.


Natur:

Die Landschaft des Reichertshauserer Tal reicht von dichten Mischwäldern über Feuchtlandschaften mit Schilfzonen und landwirtschaftlich genutzten Feuchtwiesen. Die ersten beiden Weihern sind von dichten Laub- und Nadelwäldern umsäumt. Zwischen den zweiten und dritten Weiher, auf Höhe von Wörschhausen (Egling), befindet sich offenes Gelände mit Wiesen und Feuchtgebietszonen am Bachlauf des Moosbaches. Der dritte Weiher ist am unberührtesten und wildesten. Talaufwärts, an der Mündung des Moosbaches in den Weiher, befindet sich eine riesige Schilfzone mit vereinzelten Fichten. Dieses Feuchtgebiet ist auch Quellgebiet des Moosbaches. Das betreten der Schilfzone, ist aufgrund des Schutzes der dort lebenden Vögel, verboten.

Fauna:

Die Seen sind mit Karpfen, Schleien, Hechten, Zander, Europäischer Aal, mehreren Weißfischarten und Forellen besetzt. Im größten Weiher (3er) leben auch größere Fische wie Waller (Welse). Im Wasser tummeln sich neben Fischen noch Wasservögel, diese nisten im Schilfgürtel des größeren Weiher.


Nutzung der Weiher:

Entstehung:

In den Thanninger Weihern wird der Moosbach aufgestaut. Die Weiher wurden Anfang des 18. Jahrhunderts vom Abt vom Kloster Schäftlarn zur Fischzucht angelegt.

Zweck der Weiher:

Die Seen sind in Privatbesitz des Fischereiverein Münchens. Baden ist offiziell nicht gestattet. An den Weihern befinden sich Hinweisschilder zum Bade- und Wassersportverbot.


Bildergalerie:

3er Weiher:

2er Weiher:

1er Weiher: