Berlin Klima

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone am Übergang vom maritimen zum kontinentalen Klima. Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Berlin-Dahlem beträgt 9,5 °C und die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 591 mm. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 19,1 beziehungsweise 18,2 °C und der kälteste der Januar mit 0,6 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im August mit durchschnittlich 64 mm, der geringste im April mit durchschnittlich 33 mm. (Mittelwerte von 1981 bis 2010 vom Deutschen Wetterdienst) Hinsichtlich der Windgeschwindigkeiten und der Windrichtungsverteilung ist ein zweigeteiltes Maximum zu verzeichnen. Demnach wird in Berlin am häufigsten Nordwest- und Südwestwind beobachtet, der besonders im Winter mit höheren Geschwindigkeiten verbunden ist und meist maritime, gut durchmischte und saubere Meeresluft herantransportiert.

Klimaprobleme:

Das zweite Maximum aus Südost und Ost ist oft kennzeichnend für Hochdruckwetterlagen kontinentaler Luftmassen, was je nach Jahreszeit zu sehr heißen bzw. sehr kalten Tagen führen kann. Letztere Wetterlagen waren bis in die 1980er Jahre kennzeichnend für Smog-Situationen, da sich die in der Stadt produzierten Schadstoffe (vor allem aus dem Ofenbrand und den Autoabgasen) aufgrund der austauscharmen Witterung nicht verflüchtigen konnten. Der starke Rückgang der Ofenheizung und das Aufkommen der Abgasfilter und Fahrzeugkatalysatoren haben dieses Problem in den letzten 20 Jahren deutlich abgemildert.

Stadtklima:

Die geringen Höhenunterschiede innerhalb der Stadt bewirken an sich ein eher homogenes Stadtklima, allerdings führt die dichte Bebauung in der City und den Bezirkszentren zu teilweise deutlichen Temperaturunterschieden im Vergleich zu großen innerstädtischen Freiflächen, insbesondere aber zu den ausgedehnten Landwirtschaftsflächen im Umland. Vor allem in Sommernächten werden Temperaturunterschiede von bis zu 10 °C gemessen. Insgesamt jedoch profitiert Berlin auch in diesem Zusammenhang von seinem großen Grünflächenanteil, mehr als 40 Prozent des Stadtgebietes sind Grünbestand; 2012 „säumten 439.971 Bäume die Straßen“. Die große Anzahl kleinerer Freiflächen, besonders aber auch die großen innerstädtischen Grünflächen wie der Große Tiergarten, der Grunewald und der ehemalige Flughafen Tempelhof mit der Hasenheide, die von Klimatologen auch als „Kälteinseln“ bezeichnet werden, bewirken zumindest in ihrer Umgebung ein zumeist als weitgehend angenehm empfundenes Klima.

Klimatabellen:

Berlin-Alexanderplatz (1991-2020):

Berlin-Dahlem (1991-2020):

Berlin-Marzahn (1991-2020):

Berlin-Schönefeld (1991-2020):

Berlin-Tegel (1991-2020):

Berlin-Tempelhof (1991-2020):


Einzelnachweise:

  1. Berlin-Alexanderplatz – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.
  2. Berlin-Dahlem – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.
  3. Berlin-Marzahn – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.
  4. Berlin-Schönefeld – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.
  5. Berlin-Tegel – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.
  6. Berlin-Tempelhof – Wetterrückblick & Klimadaten – Meteostat. URL. – abgerufen am 2021-03-12.