Pirin-Gebirge

Das Pirin-Gebirge ist ein Hochgebirge im südwestlichen Bulgarien mit starkem alpinen Charakter. Das Gebirge liegt an der Grenze zur Region Makedonien im Nordostgriechenland. Das Gebirge weist zugleich den größten bulgarischen Nationalpark auf und nimmt eine Fläche von ca. 265 km² ein. Der Park trägt den Namen Pirin und wurde 1983 in der Liste des UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Der Namen des Gebirges stammt vom Gott Perun, der höchsten Gottheit der slawischen Mythologie.


Geographie:

Das Gebirge erstreckt sich auf einer Länge von ca. 40 km von Nordwest nach Südost. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt ca. 25 km. Der höchste Gipfel ist mit 2914 m der Wichren (Bild rechts).


Geologie:

Das Pirin-Gebirge ist im Rahmen der alpidischen Gebirgsbildung in Europa entstanden und stammt aus dem Erdzeitalter des Neogen (Pliozän/Miozän). Im westlichen Teil findet man kristallinem Kalksteine und Marmore vor. Prägend sind dort die kegel- und pyramidenförmigen Gipfel des Wichren und Kutelo. Weiterhin findet man Granit und Schiefer vor.


Seen:

Das Gebirge weist 176 Trichterseen mit glazialen Charakter auf. Manchmal kommen darin Forellen vor.


Flora und Fauna:

Nicht nur alpine Pflanzen wie der Enzian, die anderswo selten geworden sind, wachsen hier üppig. Auch seltene Tiere wie Wolf, Otter, Braunbär, Wildkatze und Steinadler leben in der bereits seit 1963 geschützten und zum UNESCO-Weltnaturerbe gehörende Gebirgslandschaft von Pirin im Südwesten Bulgariens.

Tierarten:

  • Bär, Wolf, Luchs, Gämse, Fuchs, Dachs, Iltis, Steinmarder
  • Steinadler, Turmfalke, Mauerläufer, Alpenkrähe
  • Forellen (in den Seen)