Die schönsten Plätze der Erde

Ein Blog von Friedrich Maier

Burg Altenwaldeck

Die Ruine Altenwaldeck stellt die einstige Stammburg der Grafschaft von Waldeck dar. Die Burg gehörte dem Hochstift Freising an un wurde als Kontrollfunktion für die Holzfällungen erbaut. Nach der Erbauung weiterer großer Burgen im Miesbacher Umland, wechselten die Waldecker ihre Sitz nach Wallenburg. Nach dem Aussterben der Waldecker, fiel die  Burg in die Hände der Herren von Seyboldsdorf. Danach war die Feste dem Verfall preisgegeben. Bis 1721 wurde die Burg zunehmend abgebrochen. Heute zeugen nur noch Wall- und Grabenreste sowie einzelne Mauerstücke von der einstigen Festung.

Lage: 47° 47′ 43″ N, 11° 56′ 33″ O

Ort: Irschenberg-Niklasreuth, nordöstlich vom Heißkistler

Burgtyp: Höhenburg mit Spornlage

Erhaltungszustand: Ruine

Erbauung: um 1100

Funktion: Sitz der Grafschaft von Waldeneck, Stammburg des Geschlechts

Unter den Wurzeln erkennt man noch letzte Mauerreste der Burg.



Lage, Erhaltungszustand und Funktion der Burg


Die Burg Altenwaldeck ist eine verschwundene Höhenburg am Auer Berg bei Niklasreuth in der Gemeinde Irschenberg. Die Burg befindet sich direkt am Abfallpunkt zum Rosenheimer Becken. Heute findet man nur noch wenige Mauerreste vor, so etwa die Grundgemäuer der Hauptburg. Das Wall- und Grabensystem ist ebenfalls noch zu erkennen. Die Burganlage dürfte der Stammsitz der Herren von Waldeck gewesen sein. Hinzukommend diente die Burg auch als Kontrollfunktion und Koordiantionspunkt für die Rodungsarbeiten in den umgebenden Wälder. Die Waldecker wurde vom Hochstift Freising zu dieser Funktion berufen.


Geschichte der Burg Altenwaldeck


Der historische Ursprung der Spornburg ist urkundlich nicht nachweisbar. Doch wird immer wieder die Gründer des Klosters Schliersee (779) mit den Waldeckern in Verbindung gebracht. Die ursprüngliche Burg Waldeck erschien bereits im 13. Jahrhundert unter dem noch heute geläufigen Namen. Weitere Sitze der Grafenfamilie waren Parsberg, Hohenwaldeck, Miesbach, Wallenburg und die Burg Höllenstein (bei Brannenburg).

1100   vermutete Erbauung der Burg

1301   erste urkundliche Erwähnung der Festung

1367   Besitztum Burg: Hube (Eckersberg), Haslrain, Hasfalhub, Kargenhub, Enger (Au), Hofstatt (Elbach)

1484   Burg ist Reichslehe

1487   Tod des letzten Waldeckers

1497   Burg geht an die Herren von Seyboldsdorf

1568   Burg wurde aufgegeben und verfällt

1603   Verkauf der Burg an den Wirt “Lang von Au”

1721   Abbruch der Burg für den Bau der Kirche zu Au

Kernareal des Burgstalles.


Literatur- und Quellenverzeichnis


  1. Meyer, Werner (1986):  Burgen in Oberbayern, 1. Aufl., Frankfurt/Main.
  2. Walter, Christian (2014):  Steinerne Zeugen des Mittelalters, 1. Aufl., Norderstedt.
  3. Weithmann, Michael W., Bezirk Oberbayern (Hrsg.) (1995):  Inventar der Burgen Oberbayerns, 3. Aufl., (o.O.).

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