Weddellmeer

Packeis ist das bedeutendste Kennzeichen des Weddellmeeres. Es wurde nach dem Briten James Weddell benannt, der als Erster ein Schiff in diese große Bucht hineinsegelte, die eigentlich nur Eisbrecher durchschiffen konnten. Da die Weddellsee Temperatur und Salzgehalt der Tiefsee nachhaltig beeinflusst, ist sie von großem wissenschaftlichem Interesse.

Das Weddell-Meer ist das größte der rund 14 Randmeere des Südlichen Ozeans am antarktischen Kontinent. Seine Grenzen sind definiert durch die Küsten von Coatsland im Osten und Grahamland im Westen. Östlichster Küstenpunkt ist das Norvegia-Kap an der Kronprinzessin-Martha-Küste des Königin-Maud-Landes, das den Nordpunkt des Riiser-Larsen-Schelfeises bei 12°18′ West bildet. Östlich schließt sich die König-Haakon-VII.-See an. Als Nordgrenze des Weddellmeeres gilt der Atlantisch-Indische Rücken, ein unterseeischer Gebirgszug. Der südliche Teil ist von einem großen Schelfeis als schwimmender Teil des antarktischen Eisschildes bedeckt (Filchner-Ronne-Schelfeis), kleinere Schelfeise begrenzen die Küste im Osten (Riiser-Larsen-Schelfeis) und Westen (Larsen-Schelfeis).

Der westliche Teil des Weddell-Meeres ist bis auf die Höhe von Elephant Island ständig von Packeis bedeckt, im übrigen Weddell-Meer geht die Eisbedeckung im Sommer für ca. 3 Monate zurück.

Insgesamt bedeckt das Weddell-Meer eine Fläche von 2,8 Millionen km²; die maximale Ausdehnung in die Breite beträgt 2150 km vom Norvegia-Kap bis zur Elephant Island. Es ist zwischen 500 und 5000 Meter tief.

Großbritannien, Chile und Argentinien beanspruchen die Besitzrechte an Teilen dieses Gebietes (siehe auch: Politischer Status der Antarktis).