Wildflusslandschaften des Bayerischen Oberlandes

Als Bayerisches Oberland bezeichnet man eine Region Oberbayerns nördlich und einschließlich der Bayerischen Voralpen zwischen Lech und Inn. Das Bayerisches Oberland ist ein Gebiet, das noch weitgehend ländlich geprägt ist und in dem Kultur und Brauchtum bis heute eine große Rolle spielen. Die Planungsregion lässt sich grob in fünf eigene Kulturlandschaften einteilen: 

  1. Tölz-Miesbacher Oberland: LK Miesbach, Rosenheim, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Mühldorf a. Inn, Ebersberg, München
  2. Fünfseenland: LK Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg,
  3. Landsberg a. Lech, Fürstenfeldbruck
  4. Pfaffenwinkel: LK Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau
  5. Werdenfelser Land: LK Garmisch-Partenkirchen

Die Loisach und Isar weisen ausgedehnte Au-, Schneeheide-Kiefernwäldern, Schotterfluren und Magerrasenflächen auf. Dies stellt einen wichtigen Naturraume zwischen den Alpen und der Donau dar. Die Flussauen der Isar, Mangfall und Leitzach sind teilweise als FFH-Gebiete ausgewiesen.


Wildflusslandschaft der Ammer:

Die Ammer stellt in einigen Abschnitten, einen der letzen Wildwasserflüsse nördlich der Alpen dar. Bei den Schleierfällen, südlich von Bad Bayersoien, eröffnet sich von der Echelsbacher Brücke ein Blick in die canyonartige Schlucht. Vor allem beim Ammerknick südlich von Peiting wird dies besonders deutlich.


Wildflusslandschaft der Isar:

Die Isar ist ein einzigartiger Fluss mit wunderschöner Wildflusslandschaft. Darum zählt die Isar zu den schönsten Flüssen des nördlichen Alpenraumes, aufgrund des Wildflusscharkaters und der komplexen Auenlandschaft. Mit dem Talabschnitt (Oberes Isartal) oberhalb des Sylvensteinspeicher sowie der Ascholdinger und Pupplinger Au (Mittleres Isartal) liegen die wertvollsten Wildflussauen in Bayern im Tölzer-Miesbacher Oberland. Die Schotterflächen der Flussauen gehören zu den wenigen Orten an dem die Deutsche Tamariske gedeiht.

Naturschutzgebiet Isarauen im Mittleren Isartal:

1912 wurde dieses Gebiet erstmals unter Schutz gestellt. Heute ist das gesamte Isartal von Bad Tölz bis Schäftlarn auf einer Lange von 28 km und bis zu 4,5 km Breite als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dadurch ist eine äußerst vielfältige, inzwischen sogar einzigartige, Vegetation entstanden. Dieser Naturraum stellt auch eine wichtige Brutstätte für zahlreiche Vogelarten dar. Die Pupplinger und Ascholdinger Auen gelten inzwischen als die einzige großräumige Wildflusslandschaft in Mitteleuropa. Die Naturräume im Isarauengebiet reichen von gehölzfreien Pioniergesellschaften, Weichholzauen, Hartholzauen über Kies- und Sandflächen sowie ganzjährig oder saisonal gefüllte Altwasserinnen.


Wildflusslandschaft der Loisach:

Die Loisach fließt in einer Schleife um die Molasseriegel bei Murnau, durch die Kochelsee und mündet in der Pupplinger Au in die Isar. Am Oberlauf der Loisach liegen Au- und Bruchwälder. In unmittelbarer Ufernähe breiten sich Moorgebiete aus.


Wildflusslandschaft der Mangfall und Leitzach:

Ein weiterer Wildfluss im Tölz-Miesbacher Oberland ist die Mangfall mit ihren tiefeingeschnittenen Mangfalltal. Dieses Tal ist durch den naturnahen Charakter der Mangafll und den sehr naturbelassenen Wäldern an den Talflanken gekennzeichnet. An der Leitzach und Mangfall findet man Überbleibsel ausgedehnter Schotterheiden vor.


Wildflusslandschaft der Isar