Horicon Marsh und National Wildlife Refuge (WI)

Der Horicon Marsh ist ein Sumpf im nördlichen Dodge und dem südlichen Fond du Lac County im US-Bundesstaat Wisconsin. Der Sumpf ist als ein nationales Schutzgebiet und State Wildlife Refuge ausgewiesen. Der verschlammte Gletschersee stellt den größten Süßwasser-Rohrkolbensumpf in den USA dar. Das Gebiet ist ca. 87 km² groß. 


Geologie:

Der Horicon Marsh war im Pleistozön Teil der Green Bay. Der Gletscher schuf einige Drumlins, diese stellten heute kleinere Inseln im Sumpfgebiet dar. Das Sumpfland und Dodge County weisen die weltweit höchste Dichte an Drumlins auf. Nach dem Gletscherrückgang blieben Moränen zurück, diese bilden einen natürlichen Dam und stauten das Restwasser des Gletscher auf. Dadurch entsandt der glaziale See Lake Huron. Der Rock River erodierte die Morännehügel und führt schließlich zum Durchbruch, so dass der Lake Huron auslief. Eine Menge an Schlick und Sedimenten bliebt zurück und die Sümpfe der Horicon Marshes entstanden.


Natur:

Die Marschlandschaft ist Teil von neun Schutzgebieten des Ice Age National Scientific Reserve System. Dieses System beinhaltet wichtige Schutzgebiete und Parks mit Zeugnissen aus der letzten Eiszeit oder des Pleistozäns. 1921 wurde das Schutzgebiet ausgewiesen. Seit 1990 ist das National Wildlife Refuge Teil der Ramsar-Konvention.

Vögel und weiter Tierarten:

Die Sümpfe sind Heimat vieler Vogelarten, darunter Enten, Pelikane, Kandareihern und Kanadagänse. Zu den weiteren Tierarten zählen Fische, Frösche, Schlangen, Schildkröten, Bisamratten und viele Insekten.