Atlanta und Umgebung

Atlanta ist Hauptstadt von Georgia und stellt zugleich die bevölkerungsreichste Stadt des Bundesstaates dar. 2018 lag die Einwohnerzahl bei ca. 498.000 Einwohnern und lag somit auf Platz 37 der bevölkerungsreichsten Städte in den USA. Die Stadt stellt das kulturell-ökonomische Zentrum der 5,9 Mio. Einwohner starken Metropolregion Atlanta dar. Atlanta ist Sitz des Fulton County und reicht mit seinen Außengebieten bis nach DeKalb County.

Downtown bei Dämmerung (© Pixabay-License / Eric Stokley)


Geographie:

Atlanta erstreckt sich auf einer Fläche von 347 km² und liegt im Vorgebirge der Appalachen. Die Stadt erhebt sich auf einer Höhenlage von 320 m und weist somit eine der höchsten Lagen einer Großstadt östlich des Mississippi River auf. Atlanta liegt am Schnittpunkt einer Wasserscheide, der Eastern Continental Divide. Regenwasser, das auf südlicher und östlicher Seite herabfällt, fliesst zum Atlantischen Ozean, im Norden und Westen fliesst es zum Golf von Mexiko. Erbaut wurde die Stadt auf einem Bergrücken südlich des Chattahoochee River, der Teil des ACF River Basin ist. Der Fluss bildet die nordwestliche Grenze der Stadt. Der Großteil des Flusslaufes steht unter dem Schutz des Chattahoochee River National Recreation Area.


Klima:

Sonnenuntergang vom Stone Mountain mit Blick auf die Metropole (© Pixabay-License / David Z)

Atlanta weist ein feuchtes Subtropenklima auf. Die Winter sind für die Höhenlage recht kurz, während die Sommer feucht-heiß sind. Kaltlufteinbrüche, sogenannte Outbreaks, bringen Kälte und Schnee. Schneestürme können mitunter auftreten. Frost tritt auf und Temperaturen können bis auf -18°C absinken, wobei dies nur in seltenen Ausnahmefällen geschieht. Meist liegen die Temperaturen in kalten Nächten bei -6°C. Warme Luftmassen vom Golf von Mexiko bringen frühlingshafte Temperaturen, während strenge arktische Kaltlufteinbrüche eisige Temperaturen mit sich bringen. Die Rekordtemperaturen liegen zwischen -23°C und +41°C. Temperaturunterschiede zwischen dem Stadtzentrum und dens Stadtränder betragen um die 6°C, Grund hierfür ist die urbane Wärmeinsel. Atlanta, weist wie der Rest des Deep Souths, ganzjährig hohe Regenmengen auf. Der wenigsten Niederschlag fällt im Spätfrühling und Frühherbst. Im Schnitt fallen um die 1280 mm pro Jahr, wobei davon 7 cm Schnee mit zu berücksichtigten sind. Winterliche Unwetter wie Eisstürme und heftige Schneefälle können auftreten. Tornados sind vor allem zwischen März und Juni häufiger, als im restlichen Jahr. Am 14.03.2008 kam es zu einen F2-Tornado.

Klimadaten des Messzeitraumes 1981-2010:


Geschichte:

Reliefbild am Stone Mountain mit den drei Bürgerkriegshelden (© Pixabay-License / Skeeze)

Atlanta wurde ursprünglich als Endstation einer großen staatlich geförderten Eisenbahn gegründet. Mit der raschen Expansion wurde es jedoch bald zum Konvergenzpunkt zwischen mehreren Eisenbahnen. Diese Tatschte lies sein schnelles Wachstum vorantreiben. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges war der Großteil von Atlanta abgebrannt. Dennoch erreichte Atlanta, wie ein Phoenix aus der Asche, wieder ihren nationalen Status, so dass sie als inoffizielle Hauptstadt des “New South’s” galt. Während der 1950er und -60er Jahre war Atlanta Zentrum von Bürgerrechtsbewegungen. Am bekanntesten waren Akteure wie Dr. Martin Luther King Jr. oder Ralph David Abernathy. Während der modernen Ära erreichte Atlanta internationalen Status. Durch den Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport wurde Atlanta ein äußerst bedeutender Luftverkehrsknotenpunkt. Der Flughafen ist seit 1998 der weltgrößte Flughafen. Allein im Jahr 2016 wurden ca. 104.250.000 Passagiere gezählt. 1996 war Atlanta Austragungsort der 26. Olympischen Sommerspiele.


Sehenswürdigkeiten:

  • Westin Peachtree Plaza Hotel in der Innenstadt, stellt den zweithöchste Hotelturm der westlichen Hemisphäre dar. Wurde zusammen mit dem Peachtree Center vom Architekten J. Portman erbaut.
  • Atlanta Country Music Hall of Fame, jährliche Ehrung der bedeutendsten Country-Musiker aus der städtischen Umgebung.
  • Bank of America Plaza, mit 317 m das höchste Gebäude der Stadt, somit auch elfthöchstes Gebäude der USA und höchstes amerikanisches Bauwerk außerhalb von New York und Chicago.
  • Phillips-Arena, Austragungsort der Heimspiele der Atlanta Hawks.
  • World of Coca-Cola: riesiger Pavillon befindet sich vis-a-vis am Aquarium. Führungen durch die Werbeideen aus der 125-jährigen Erfolgsgeschichte.
  • High Museum of Art: Galerie der amerikanischen Kunst, auch europäische Kunst vorzufinden, wie Albrecht Dürer. Nebenbei sind bedeutende Wanderausstellungen zu besichtigen.

Stadtbild:

Während des Bürgerkrieges brannte ein Großteil der Stadt ab, daher ist der Anteil an historischen Gebäuden und Architektur nicht besonders hoch. Atlanta sticht mit seinen Hochhäusern und den modernen Stadtbild stark heraus und unterschiedet sich grundlegend von den “typischen” Südstaatenstädten. Aufgrund der späteren Entwicklung ist das Stadtbild mit Städten des Nordostens oder Mittleren Westens der USA vergleichbar, da sie in etwa zur gleichen Zeit entstanden und somit die ähnliche bis gleiche Architektur aufweisen. Die Architektur in der Downtown wird von moderner und postmoderner Architektur geprägt. Atlanta weist 242 Neighborhoods auf. Zu den Stadtteilen zählen Peachtree, Downtown, Midtown und Buchkhead. Umgeben sind diese Distrikts von vielen Neighborhoods, die von Einfamilienhäusern im Craftsman-Bungalow-Style dominiert werden.

Skyline:

Während des späten 20. Jahrhunderts begannen vermehrt globale und moderne Trends, diese zeigten sich vor allem in der Architektur. Zu den Gebäuden dieser Zeit zählen der Westin Peachtree Plaza (1976), Georgia Pacific Tower (1982), das State of Georgia Building (1966) und das Atlanta Marriott Marquis (1985). In der ersten Hälfte der 1980er-Jahre kam es zu einer postmodernen Architektur, die klassische Elemente in das Stadtbild einführten. Die meisten Hochhäuser der Skyline von Atlanta stammen aus den späten 1980er und frühen 1990er. Zu den bekannteste Gebäuden der Zeit zählen das One Atlantic Center (1987), der 191 Peachtree Tower (1991) und das Four Seasons Hotel Atlanta (1992). Der höchste Wolkenkratzer von Atlanta mit 312 m , das Gebäude Bank of America Plaza, wurde 1992 erbaut. Dieses Gebäude stellt das höchste Haus außerhalb von NYC, Chicago, Philadelphia, Los Angeles und San Francisco dar.

Atlanta in der Nacht (© Pixabay-License / David Mark)


Natur in Atlanta:

Parks:

  • Piedmont Park ist neben den Grant Park und der Oakland Cemetery, die größte Grünfläche der Stadt.
  • Der Centennial Olympic Park wurde Austragungsort der 26. Olympischen Sommerspiele im Jahr 1996. Der große Park weist eine Fläche von 8,5 ha auf und beherbergt einen interaktiven Brunnen im Format der fünf olympischen Ringe.

Freizeitanlagen:

  • Georgia Aquarium: das größte Aquarium der Welt und hält als Attraktion vier Walhaie. Das Aquarium wurde 2005 eröffnet.
  • Zoo Atlanta: weltbekannter Zoo für die Haltung von Pandas und einer großen Gruppe an Gorillas. Ingesamt leben dort 1100 Tiere von 250 Tierarten. Der Zoo ist 16 ha groß.

Natur um Atlanta:

Flusslandschaft des Chattahoochee River:

Der Chattahoochee River ist ein beliebtest Erholungsziel für Auszeit und Natur. Aufgrund der Nähe zur Metropole, stellt der Fluss einige Outdoor-Möglichkeiten, wie Picknick-Plätze, Wanderwege, Kajaks und Kanus zur Verfügung. Der Flusslauf wird großteils vom Chattahoochee River National Recreation River geschützt.

Panola Mountain:

Der Panola Mountain bildet ein 40 ha großes Granitplateau nahe Stockbridge. Der Gipfel erreicht 288 m und erhebt sich 79 m vom South River ab. Aufgrund der Besonderheit des Felsplateaus, wurde der Berg 1980 als National Natural Landmark ausgewiesen.

Stone Mountain Park:

Der Stone Mountain bei Atlanta in Georgia ist der größte freiliegende Granitfels der Erde und nach dem Mount Augustus der zweitgrößte Monolith. Berühmt ist das Relief dreier bedeutender Amerikaner an der Nordwand, das größte Relief der Welt. Der Stone Mountain liegt im Stone Mountain State Park. Der Stone Mountain weist ein 30 x 65 m großes Reliefbild auf. Dargestellt werden die drei Bürgerkriegshelden der Südstaaten: Präsident Jefferson Davis sowie die Generäle Robert E. Lee und “Stonewall” Jackson. Das Steingebilde mit Reitpose wurde ca. 57 Jahre ins Stein gemeißelt.

Sweetwater Creek State Park:

Dieser Fluss fliesst durch bewaldete Gebiete des Piedmonts. Die Wälder bestehen aus Birken, Magnolien, Ahorne und Eichen. Über den Wäldern kreisen Falken und im Dickicht lebt eine Vielzahl an Tierarten. Besonders schön ist der State Park im Herbst, wenn das bunte Farbspiel des Indian Summer einsetzt.

Stone Mountain (© Pixabay-License / Skeeze)