Galveston und Umgebung

Galveston ist eine Hafenstadt an der Südostküste der Galveston und Pelican Island. Die Stadt weist eine Fläche von 542 km² und knapp 48.000 Einwohner auf. Die Hafenstadt stellt den Verwaltungssitz von Galveston County dar. Galveston ist Teil der Houston-The Woodlands-Sugar Land-Metropolregion und liegt an der Nordwestküste des Golfs von Mexiko.

(© Pixabay-License / skeeze)


Geographie:

Die Stadt liegt auf Galveston Island, einer Barrierinsel der texanischen Golfküste nahe der Festlandsküste. Aufgrund der sandigen und kleinsteinigen Böden der Insel, ist das Eiland sehr anfällig für Erosionen durch das Meerwasser und Wetter. Somit kommt es mitunter zu Veränderung der Landstruktur der Insel. Die Stadt liegt 72 km südöstlich von Houston. Die Insel verläuft von Nordost nach Südwest und ist im Osten und Süden vom Golf von Mexiko, im Westen von der West Bay und im Norden von der Galveston Bay umgeben.

Galveston Bay:

Die Galveston Bay weist eine Fläche von 1600 km² und ist 48 km lang und 27 km breit. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei 2 m und erreicht maximal 3 m. Der größte jemals beobachtete Tidenhub am Galveston Pier betrug 1 m.

Galveston Island:

Die Insel ist 44 km lang und max. 5 km breit. Die Galveston Island streckt sich nordöstlich-südwestlich an der Golfküste von Texas entlang. Die Insel ist durch den Interstate Highway 45 mit dem Festland verbunden.


Klima:

Galveston weist ein feuchtes Subtropenklima auf. Die Winde bringen von Süd und Südosten feuchte Luftmassen des Golfs von Mexiko an die Golfküste von Texas. Die Sommer sind mit Tageswerten um die +32°C recht heiß. Hinzukommt noch die hohe Luftfeuchtigkeit, diese verursacht eine teils unerträgliche Hitze, aufgrund des einsetzenden Hitzeindexes. Die Nachttemperaturen liegen bei +27°C. Die Winter sind mit Tagestemperaturen von +16°C und Nachttemperaturen um die +10°C recht mild. Die Temperaturen reichen im Jahresverlauf zwischen -7°C und +38°C. Die Rekordtemperaturen liegen zwischen -13°C und +40°C. Schneefall ist extrem selten, kann jedoch auftreten. Der Februar 1895 wies eine Schneemenge von 39 cm auf. Die jährlichen Niederschläge summieren sich im Schnitt auf ca. 1000 mm und können auch über 1300 mm erreichen. Hurrikans sind im Sommer und Herbst möglich. Die Galveston Island und Bolivar Peninsula liegen in einem hohen Risikogebiet für Hurrikans und tropische Wirbelstürme.

Klimadaten des Messzeitraumes 1981-2010:


Geschichte:

Die ehemalige Hafen- und Piratenstadt war in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine der wohlhabendsten und bedeutendsten Städten der Golfküste.

1816 Gründung der Stadt geht auf einen Rückzugsort der Piraten zurück.

1825 Errichtung eines Hafens durch die Mexikaner

1900 Zerstörung der Stadt durch einen wütenden Hurrikan. Bis 8000 Todesopfer.

2008 Hurrikan “Ike” verursachte Überschwemmungen.


Sehenswürdigkeiten:

(© Pixabay-License / drtechfuchs)

Galveston ist heute eine malerische Hafenstadt und erinnert etwas an die Metropole New Orleans. Diese Ähnlichkeit ist im East End District besonders auffällig. Im Stadtgebiet befinden sich noch einige Häuser aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Besonders sehenswert sind die “Broadway Beauties”, wie Bishops Palace oder Moody Mansion. Der Hafen spielt noch heute eine wichtige und wirtschaftliche Rolle. Er gilt als viertgrößter Cruise Ship Terminal in den USA und ist Hauptanlegestelle für Kreuzfahrtschiffe der Karibik.

Wichtigsten Sehenswürdigkeiten:

  • Moody Gardens: großer Komplex mit Glaspyramiden, Parkgelände, Hotel, Raddampfer, Strand und Golfplatz. Die blaue Pyramide beherbergt ein Aquarium, die weiße Pyramide einen Regenwald und die rosa Pyramide wechselnde Ausstellungen.
  • Lone Star Flight Museum: größte Ausstellung historisch bedeutender und flugtauglicher Maschinen im Süden der USA.
  • Galveston Historical Foundation: 1871 gegründet und somit eine der ältesten Foundations der USA. Das Texas Seaport Museum mit historischen Segelschiff “Elissa” und der schlossartige und viktorianische Villa Bishop’s Palace.
  • Moody Mansion: prächtige Villa wurde 1895 erbaut und ist heute ein Privatmuseum.
  • The Grand: 1894 erbautes und prächtiges Opernhaus. 1900 durch einen Hurrikan stark beschädigt. 1986 neu renoviert.

Moody Gardens (© Pixabay-License / 1564890)


Natur in und um Galveston:

Galveston Bay:

Galveston Bay (© Pixabay-License / AutumnAmber)

Die Galveston Bay ist eine Bucht des westlichen Golfs von Mexiko entlang der oberen Küste Texas. Die Bay stellt das siebtgrößte Mündungsgebiet der USA und eine der wichtigsten Mündungen der Golfküste von Texas. Verbunden ist die Galveston Bay mit dem Golf von Mexiko, diese ist umgeben von subtropischen Marschländern und Prärien am Festland. Das Wasser der Bucht ist brackig und stellt ein aufeinandertreffen des Salzwassers und dem Süßwasser zusammen, daher ist das marine Leben recht vielfältig. Die Tierarten reichen von Krabben, über Shrimps und Austern. Neben den Krabben- und Muscheltieren leben dort eine hohe Artenzahl an Fischen, daher is die Fischindustrie stark vertreten. Die Wassertiefe ist im Vergleich zur Größe der Bucht recht gering. In tieferen Lagen leben Große Tümmle, eine bis zu 3 m lange Delfinart, die dort zum jagen in die Bucht kommen. Aufgrund der von Bayous, Flüssen und Marschländer umgebenden Landschaft der Bay, ist die Dichte an Ökosystemen sehr hoch.

Galveston Island State Park (20 km / 22 min):

Der State Park ist ein 815 ha großes Naturschutzgebiet mit Sanddünen, Mündungsgebieten, Feuchtländner, brackigen Tümpeln und Stränden. Ausgewiesen wurde der State Park im Jahr 1975 und liegt nahe der Stadt Galveston. Die Landschaft besteht aus Dünen, Küstenprärien, Süßwasserteichen, Sumpflandschaften, Bayous und sandigen Buchtküsten. Im Park befindet sich ein öffentlicher Campingplatz.

North Deer Island (15 km / 16 min):

Die North Deer Island ist ein Wildlife Sanctuary und liegt nahe von Hitchcock in der westlichen Galveston Bay. Die wilde Insel ist ein wichtiges Brutgebiet für viele Wasservögel und gehört somit zu den wertvollsten Vogelschutzgebieten der texanischen Küste. Auf der Insel werden pro Jahr bis zu 40.000 Brutpaare gezählt.

Texas City Prairie Preserve (27 km / 23 min):

Das Schutzgebiet schützt Prärien und Feuchtländer mit Sümpfen und Märschen. Die Fläche des Preserve beträgt 0,16 km² und ist somit recht klein. Im Park befindet sich ein kleiner Wanderweg. Der Rest des Naturschutzgebietes ist für Besucher geschlossen, es sei denn das Personal stellt Führungen und freie Zugänge zur Verfügung. 


(© Pixabay-License / Thomas Hoang)