Dallas und Umgebung

Dallas ist eine moderne Metropole im Norden von Texas und ein wichtiger Anlaufpunkt für Wirtschaft und Kultur in der Region. Das Sixth Floor Museum am Dealey Plaza in der Innenstadt ist eine Gedenkstätte am Ort des Attentats auf Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963. Im Arts District zeigen das Dallas Museum of Art und die Crow Collection of Asian Art Tausende von Jahren der Kunstgeschichte. Das elegante Nasher Sculpture Center präsentiert zeitgenössische Skulpturen.

Dallas ist auch unter den Namen “Big D” oder “D-Town” bekannt. Neben der traurigen Berühmtheit durch die Ermordung von J. F. Kennedy, ist Dallas auch für die gleichnamige und überaus erfolgreiche Fernsehserie bekannt. Dallas ist wirtschaftlicher Standort von Finanzen und Telekommunikation. Die Skyline verdankt Dallas den Bauboom der 1970er und -80er Jahre.

(© Pixabay-License / skeeze)


Geographie:

Dallas liegt in Nord-Texas (North Texas) und ist County-Sitz von Dallas County. Die Metropolregion reicht bis in die umgebenden Counties: Collin, Denton, Kaufman und Rockwall. Es gibt drei Enklaven: Cockrell Hill, Highland Park und University Park. Die Stadt weit eine Fläche von knapp 1000 km² auf, davon stellen ca. 117 km² Wasserflächen dar. Dallas und Fort Worth bilden zusammen einen riesigen Metropolkomplex.

Landschaft:

Dallas und die umgebenden Areas weisen ein flaches Relief auf. Die Stadt liegt auf einer Höhenlage zwischen 137 und 168 m ü. NN. Der westliche Teil liegt an der Austin Chalk Formation, ein Kalkstein-Escarpment, auch bekannt unter White Rock Escarpment, das sich 70 m vom Rest der Umgebung abhebt und sich von Nord nach Süd durch Dallas County zieht. Südlich des Trinity River macht sich die Erhebung vor allem in den Stadtteilen Cockrell Hill, Cedar Hill, Grand Prairie und Irving bemerkbar. Weiter Auffälligkeiten des Terrain findet man im westlichen Teil von Dallas im Tarrant County vor und entlang des Turtle Creek nördlich der Downtown.


Klima:

Dallas weist ein typisches feuchtes subtropisches Klima für die Southern Plains auf. Es zeichnet kontinentalen Charakter auf. Die Stadt liegt am südlichen Ende der Tornado Alley und weist daher heftige Wetterlagen mit Tornados und Hagelstürmen auf.

Der Sommer in Dallas ist sehr heiß und feucht. Jedoch kann die Luftfeuchte recht gering sein und gleicht somit an solchen Tagen wie eine Wüstenstadt. Der Juli und August sind die heissesten Monate im Jahr. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen in diesen Monaten bei +36°C. Spitzenwerten von über +41°C sind nicht selten. Die heisseste jemals gemessene Temperatur betrug +45°C (26./27.06.1980), dieser Wert wurde während einer Hitzewelle gemessen.

Die Winter in Dallas sind kühl bis mild und können Kaltlufteinbrüche aufweisen. Der erste Frost setzt meist Mitte November ein und kann bis ca. Mitte März auftreten. Der Januar ist mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von +14°C und Nachttemperatur von +3°C am kältesten. Then die “Blue Northerns”, eine Kaltfront, einsetzten werden auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht. Die Tageswerte schwanken im Winter zwischen +10°C und +27°C. Schnee ist möglich, jedoch nur in geringen Mengen (≤ 4 cm). Die Schneemengen sind je nach Stadtteil sehr unterschiedlich. Der kälteste Allzeitrekord liegt bei -19°C (18.01.1930).

Die Übergangsjahreszeiten weisen ein moderates und mildes Wetter auf. Das Wetter im Frühling kann jedoch recht turbulent sein, aber die Temperaturen sind mild. Von September bis in den frühen Dezember weiset Dallas ein äußerst gemäßigtes Klima mit milden Temperaturen auf. Im Herbst kann es öfters zu Stürmen oder Tornados kommen, sind aber von der Intensität deutlich geringer, als die Unwetter im Frühling.

Klimadaten des Messzeitraumes 1981-2010:


Geschichte:

1841 Gründung der Stadt.

1930 Ölfund östlich von Dallas.

1963 Präsident J. F. Kennedy wurde am 22.11.1963 in der Elm Street erschossen.

Einst wohnten die Caddo, einen Stamm der amerikanischen Ureinwohner, bevor das Land im 16. Jh. Teil der spanischen Provinz Neuspanien bzw. von Texas wurde. Benannt ist die Stadt nach George M. Dallas, dem 11. Vizepräsidenten der USA.


Sehenswürdigkeiten:

Skyline (© Pixabay-License / David Mark)

Die Skyline von Dallas weist neunzehn Gebäude mit einer Höhe von über 150 m auf. Jedoch weist die Stadt kein Gebäude über 300 m auf. Der Großteil der Gebäude stammt aus dem späten 19. Jh. und dem führen 20. Jh. Zu den neueren Gebäuden zählen der Reunion Tower, das JFK Memorial, I. M. Pei’s. die Dallas City Hall und das Morton H. Meyerson Symphony Center. Zu den bedeutendsten Wolkenkratzern zählen der Fountain Place, der Bank of America Plaza, der Renaissance und JPMorgan Chase Tower sowie der Comerica Bank Tower. Die Downtown von Dallas befinden sich auch Wohnhochhäuser, die mit Teil der Skyline sind. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Sixth Floor Museum am Dealey Plaza in der Innenstadt. Es stellt eine Gedenkstätte am Ort des Attentats auf J. F. K. dar. Der Arts District ist Standort des Dallas Museum of Art und der Crow Collection of Asian Art. In beiden Museen werden tausende von Jahren der Kunstgeschichte dargestellt. Zeitgenössische Skulpturen werden im Nasher Sculpture Center präsentiert.

(© Pixabay-License / vrkolli)


Natur in und um Dallas:

Parks:

  • Dallas Arboretum and Botanical Garden: der 267.000 m² große Botanische Garten liegt am östlichen Ufer des White Rock Lake.
  • Fair Park: weltweit größte Ansammlung an Art-Deco-Gebäuden. Im Park befindet die State Fair of Texas statt, die größte staatliche Messe der USA.
  • Klyde Warren Park: weist ein Amphitheater, Joggingwege, Kinderspielplätze und Hundeparks auf. Geeignet für sportliche Aktivitäten.
  • Lake Cliff Park: Pools, Wasserrutschen und Skaterparks sowie Theater.
  • Reverchon Park: der “Central Park of Dallas”.
  • Turtle Creek Parkway: in diesem Park wurden archäologische Funde entdeckt. Diese lassen sich auf 3000 bis 1000 v. Chr. datieren. Später war der Ort Heimat für amerikanische Ureinwohner.

Seen:

  • Bachman Lake: der See liegt nordwestlich des Love Field Airport und ist ein recht kleiner See, der zur Naherholung dient.
  • Lake Ray Hubbard: ein großer, 92 km² großer, Stausee in den Vorstädten Garland, Rowlett, Rockwall und Sunnyvale.
  • Mountain Creek Lake: einst Standort der Naval Air Station Dallas (Hensley Field) und einer hohen Anzahl von Windkraftanlagen.
  • North Lake: kleiner See in den Orten Irving und Coppell, einst ein Reservoir für Wasserkraft, jetzt ein See für Naherholung. Er liegt nahe des Dallas/Fort Worth International Airport.
  • Trinity River Project: der Great Trinity Forest ist ein 24 km² großer Hartholzwald und stellt somit den größten Wald dieser Art in der gesamten USA dar.
  • White Rock Lake: ein Stausee, der am Anfang des 20. Jahrhunderts in geschaffen wurde und einen signifikanten Wasserspeicher der Stadt darstellt. Um den See liegen viele Parklandschaften. Der White Rock Creek bildet den Stausee. Am Creek findet man einige Trails vor.

Dallas Zoo:

Der 43 ha große Zoo liegt 5 km südlich der Downtown im Marsalis Park. Er wurde im Jahr 1888 gegründet und zählt somit zu den ältesten und größten Zoologischen Parks in Texas. Im Zoo leben über 2000 Tiere von ingesamt 406 Arten.

Schutzgebiete:

Dallas weist drei, der 21 Schutzgebiete des Dallas County Preserve System auf: Joppa Preserve, McCommas Bluff Preserve und das Cedar Ridge Preserve. Das Cedar Ridge Preserve war einst unter dem Dallas Nature Center bekannt.

Wanderwege:

  • Katy Trail: der 3,5 Meilen lange, nach einer Zugstrecke benannte, Wanderweg reicht vom Victory Park, über den Turtle Creek und Knox Park bis zur Ostseite des Highland Parks. 2015 wurde der Wanderweg, als “Best Public Place” ausgezeichnet.

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