Altbayerisches Donaumoos

Das (Altbayerische) Donaumoos ist eine Niederung südlich der Donau. Sie befindet sich im Dreieck zwischen Ingolstadt, Neuburg (Donau) und Pöttmes. Einst stellte das Donaumoos das größte bayerische Niedermoor dar. Nicht zu verwechsle ist es mit dem “Schwäbischen Donaumoos” zwischen Ulm und Gundelfingen. Daher wird der Zusatz “Altbayerisch” verwendet.


Geographie:

Das völlig ebene Donaumoos stellt eine Niederung im unmittelbaren Einflussbereich der Donau dar. Diese Niederung ist vom Flusslauf selbst durch die ca. 5 km breite Niederterrasse getrennt. Das Donaumoos stellt eine pleistozäne Austräumungslandschaft dar, die von den Donaumoosbächen und der Donau geschaffen wurde. Am Ende des Pleistozän verhindert die von der Donau aufgeschüttete Niederterrasse den Abfluss der Moosbäche. Dies führte zu einer Vermoorung. Der Entstehung nach handelt sich hierbei um ein Staumoor, jedoch nach Wasserhaushalt und Vegetation ist es ein Niedermoor. Das Torfaufkommen ist im Südwesten am höchsten. Dort wird der Moorboden auch von einzelnen flachen Erhebungen des Tertiärhügellandes durchragt.


Klima:

Das Donaumoos weist ein subkontinentales Klima auf. Die jährliche Mitteltemperatur liegt bei +8°C. Die Niederschläge summieren sich auf 700 mm pro Jahr. Durch die drainierten Torfböden kommt es zu einer schlechten Wärmeleitfähigkeit und zusätzlich begünstigt das Becken eine Kaltluftansammlung. Die Zahl der Frosttage ist demnach im Moos deutlich höher, als in den umliegenden Hügeln. Im Schnitt kommt es zu 150 Frosttagen (Min. Temp. ≤ 0°C) im Jahr. Frostgefahr besteht is in den Hochsommer hinein.

Ingolstadt:


Gewitterschauer im Donaumoos (© Pixabay-License / Tobias Hämmer)