Kalktuffquellen und Hangquellmoor bei Zellwies

Lage: 47.808645° N 11.470302° E / Geotop: Kalktuffablagerungen und Hangquellmoor bei Königsdorf

Die Kalktufquellen mitsamt Ablagerungen und Hangquellmoor stellten ein Geotop dar. Die geologische Formation liegt südwestlich von Königsdorf (TÖL-Obb), nahe der Straße vom Ort nach Zellwies und Mooseurach.


Beschreibung des Geotops:

Der Grund für die Ausweisung als Geotop sind die Geotypen der Sinterbildung sowie das Hangquellmoor. Der Kalktuff, Sinter und Alm stammen aus dem Holozän, während der Vorstoßschotter aus dem Oberpleistozän stammt. Das Geotop stellt kein eigenständiges Schutzgebiet dar. Der Erhaltungszustand ist gering beeinträchtigt und das Geotop wird als bedeutend eingestuft. Vergleichbare Geotope sind recht selten.

Kalktuffablagerungen:

Früher wurde im Ortsgebiet von Königsdorf Kalktuff abgebaut. Generell weist die Region südwestlich von Königsdorf eine hohes Tuffaufkommen auf. Neben höhergelegenen und festen Kalktuffen, wurden vor allem lockere Kalktuffsande, in Form von Schwemmkegeln, ins Hangquellmoor hinein abgelagert.

Tuffsteinquellen:

Die kalkabscheidenden Quellwasser treten auf Seetonen des würmzeitlichen Schottern aus. Um den Geotoppunkt liegen Quellen und Quelltümpel. Diese werden durch kleine Bachläufe entwässert. Diese winzigen Bäche weisen Kalktuffabscheidungen ab.

Hangquellmoor:

Ein Hangquellmoor südöstlich der Quellen weist eine einzigartige und rare Vegetation auf. Die Vegetation besteht aus einzelnen Moorbirken und weiten Teppichen aus Moorgräsern. Hangmoore entstehen an flachen Hängen mit stauendem Untergrund, wenn aus oberhalb liegenden Bächen und Rinnsalen beständig mineralstoffreiches Wasser auf der Oberfläche und in den oberen Bodenhorizonten langsam abwärts sickert und der Boden dadurch permanent wassergesättigt bleibt. Die Hangmoore wachsen hangaufwärts und die Torfschicht ist nicht sehr dick. Durch die Gräben, die Quellwasser zu den Fischteichen unterhalb ableiten, ist das kleine Moorgebiet zunehmend gefährdet. Die Gräben jedoch haben aber auch den Untergrund aus lockerem Kalktuffsand aufgeschlossen.