Rottach (Isar)

Rottach im Mündungsbereich zur Isar

Die Rottach (auch Rothbach) ist ein linker Zufluss der Isar und gehört somit zum Flusssystem der Donau. Der Name stammt von der rotbraunen Farbe des Bachwassers, da dieser die Rothenrainer Moore entwässert. Der Bach mitsamt Moorgebiet ist geologisch gesehen sehr jung. Die heutige Landschaft gibt es erst sei 15.000 Jahren, da zuvor der glaziale Rottachsee, das Becken bis zum Malerwinkel bedeckte. Nach dem Auslaufen des großen Sees, bliebt das riesige Moorgebiet zurück. Im Oberlauf, bei Rothenrain, wird die Rottach auch Kleiner Rothbach genannt. Während sie bei der Rothmühle und in der Mündung auch unter den Namen Großer Rothbach bekannt ist. Die Rottach stellt in einigen Bereichen die Grenze zwischen den Gemeinden Wackersberg, Bad Heilbrunn und Königsdorf dar. Die Länge der Rottach beträgt ca. 13 km und bildet ein Einzugsgebiet von 21,63 km². Zu den linken Nebenflüssen zählen der Saubach, Bernwieser Bach und der Lechnerbach.

Die Rottach westlich von Rothenrain im Moorbecken.


Verlauf:

Die Rottach entspringt auf 640 m im östlichen Teil eines U-förmigen Tals, ehemalige Becken des glazialen Rottachsees.  Ein Höhenzug (666 m) liegt in der Mitte des Tales, auf diesen Höhenrücken liegt Rothenrain. Das ganze Tal besteht aus einem riesigen Moor, daher erhält die Rottach auch ihre rotbraune Farbe. Der Bach fliesst im westlichen Teil des Tals an der Rothmühle vorbei. Dort wird Wasser abgeleitet für den Mühlbach. Danach fliesst die Rottach weiter gen Norden und mündet auf 600 m, unterhalb des Malerwinkel, in die Isar.

Moorbecken der Rottach:

Von der Quelle bis zur Mündung durchfließt die Rottach ein moosiges Tal. Bei Rothenrain handelt es sich um ein größeres Moorbecken. Dort befinden sich kleinere bis größere Moorgebiete mit Feuchtwiesen, Schilfzonen, Streuwiesen und Heidelandschaften. Diese kleineren Moore stehen unter Naturschutz der FFH und werden teilweise landwirtschaftlich genutzt. Viele Moorflächen sind jedoch noch ursprünglich erhalten und von einem typischen Heidekrautteppich mit Kiefern überzogen. Das Moorbecken liegt zwischen Königsdorf und Bad Tölz und zählt zur Tölzer Moorachse.