Klima in Kirgisistan

In Kirgisistan herrscht grundsätzlich gesehen ein semi-arides Klima. Die Sommer sind kurz, trocken und heiß, während die Winter sehr lang und kalt sind. Der Frühling und Herbst sind extrem kurz und weisen viel Regen auf. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind sehr hoch. Der Süden des Landes ist an heissesten. Dort werden im Sommer bis zu +45°C gemessen, während die Wintertemperatur auf -18°C fallen können.

Das Klima von Kirgisistan wird von den Gebirgszügen maßgeblich beeinflusst. Hinzukommt noch die Lage im Inneren des eurasischen Kontinents und das Fehlen von sehr große Wassermassen, die das Klima zusätzlich mildern könnten. Diese Faktoren beeinflussen das Kontinentalklima mit lokalen Variationen. Die Berge neigen dazu Wolken zu stauen und Sonnenlicht zu blocken, vor allem in schmalen Tälern kommt es zu nur 3 bis 4 Sonnenstunden pro Tag. Generell gesehen ist das Land sehr sonnig und weist eine durchschnittliche Anzahl von 2900 Sonnenstunden auf.

Das mildeste Klima findet man am und um den Ysky-Köl (Isyk Kul) vor. Dieser See wird als “Heißer See” bezeichnet, da dieser im Winter nicht zufriert. Am kältesten ist es in den Gebirgstälern. Die Werte können auf unter -30°C, minimal sogar auf -54°C sinken. Der Sommer ist im Fergana-Tal am heißesten. Dort werden Temperaturspitzen von +44°C erreicht. 


Gebiet Batken:

Der nördliche Teil der Region ist eben und wird vom Fergana-Tal eingenommen. Das Land steig südwärts an und bildet an der Südgrenze hohe Gebirgsketten, wie den Alai-Bergen im Osten und der Turkestan-Kette im Westen. Im Norden herrscht ein arides Kontinentalklima des Fergana-Tals mit extrem niedrigen Regenmengen und sehr heißen Sommern. Je weiter man nach Süden kommt, umso kühler und feuchter wird das Klima.

Fergana-Tal:

Das Klima in Ferghana-Tal ist trocken und warm. Ab März steigen die Temperaturen auf über +20°C. Die Sommer sind heiß mit Temperaturen über +35°C. Von April bis August sind die Niederschläge sehr gering. Ab Oktober stiegen die Regenmengen langsam an, wobei sie immer noch im geringen Beriech bleiben. Schnee und Frost treten im Winter häufig auf. Die Winternächte können mitunter Temperaturen unter -20°C erreichen. Die Stadt Sulukta gehört wohl zu den heissesten Orten des Landes. Die durchschnittliche Maximaltemperatur im Juli liegt bei +36°C.


Bischkek:

Das Klima der Hauptstadt ist ein mediterran beeinflusstes Kontinentalklima mit semi-ariden Niederschlägen. Die Niederschläge summieren sich im Schnitt auf 440 mm. Die Sommer sind sehr trocken und heiß. Gegen Nachmittag können Gewitterstürme auftreten, diese verursachen starke Böen und Staubstürme. Die Berge im Süden bilden eine natürliche Barriere und Schutz vor heftigen Gewittern und Wetterextremen. In den Wintermonaten können sporadische Schneestürme auftreten. Hinzukommt noch zäher Nebel und mitunter Nächte mit eiskalten Temperaturen.


Gebiet Dschalalabat:

Das Gebiet Dschalalabat ist sehr gebirgig. Nur der äußerste Süden an der Grenze zu Usbekistan hat Anteil am fruchtbaren Fergana-Tal. Durch Dschalalabat verlaufen die Gebirgszüge des Kirgisischen Alataus und des Talas-Alataus.

Fergana-Tal:

Das Klima in Ferghana-Tal ist trocken und warm. Ab März steigen die Temperaturen auf über +20°C. Die Sommer sind heiß mit Temperaturen über +35°C. Von April bis August sind die Niederschläge sehr gering. Ab Oktober stiegen die Regenmengen langsam an, wobei sie immer noch im geringen Beriech bleiben. Schnee und Frost treten im Winter häufig auf. Die Winternächte können mitunter Temperaturen unter -20°C erreichen.


Gebiet Naryn:

Das Gebiet Naryn besteht vorwiegend aus Hochgebirgen und Plateaus. Diese liegen meist auf über 2000 m. Der Naryn bildet von Ost nach West ein breites Tal mit vielen Staustufen. Das Klima wird von der Höhenlage beeinflusst. Die Winter sind sehr kalt und lang mit viel Schneefall. Die Sommer sind heiß und weitgehend trocken.

Atbaschy-Becken:

Das Klima im Atbaschy-Becken ist vergleichbar mit dem im Naryn-Tal. Die Winter sind sehr kalt und streng mit Nachttemperaturen von bis zu -35°C. Die Sommer sind warm und kurz.

Naryn-Tal:

Das Naryn-Tal liegt auf ca. 2000 m und weist ein semi-arides Kontinentalklima auf. Die Winter sind sehr kalt und lang mit viel Schnee. Die Sommer sind warm und kurz. Temperaturen von weit unter -35°C sind möglich.


Gebiet Osch:

Das Gebiet Osch ist gebirgig und weist eine große Flusstäler auf. Das Fergana-Tal durchzieht den nördlichen Teil des Gebietes. Südwarts steigt die Landschaft stark an. Dort die Alai-Berge mit dem Alai-Tal und der Trans-Alai-Kette. Der Osten erhebt sich die Fergana-Kette. Die Region wird vom Kara-Daria, den Naryn-Fluss und dem Sir-Daria durchflossen. Die ersten beiden Flüsse bilden beim Zusammenfließen den Sir-Daria.

Fergana-Tal:

Das Klima in Ferghana-Tal ist trocken und warm. Ab März steigen die Temperaturen auf über +20°C. Die Sommer sind heiß mit Temperaturen über +35°C. Von April bis August sind die Niederschläge sehr gering. Ab Oktober stiegen die Regenmengen langsam an, wobei sie immer noch im geringen Beriech bleiben. Schnee und Frost treten im Winter häufig auf. Die Winternächte können mitunter Temperaturen unter -20°C erreichen.


Gebiet Talas:

Der Talas-Fluss durchfliesst das Zentrum des Gebiets. Die Region Talas liegt vorwiegend im Tal des gleichnamigen Flusses. Neben dem Talas-Becken liegen im Osten die Gebirgszüge des Talas-Alatau und des Kirgisischen Alataus.

Das Gebiet liegt in der gemäßigten Klimazone, wobei das bergige Relief ein kontinentales Klima bedingt. Die Wintertemperaturen liegen zwischen -14°C und -6°C (Januar) und +15°C bis +25°C (Juli) im Sommer. Die Niederschläge nehmen von Westen nach Osten ab und liegen im Schnitt zwischen 300 bis 400 mm. Die meisten Niederschläge fallen im April und Mai, auf den Bergen in den Monaten Mai und Juni. Die Sommer sind vorwiegend trocken. Eine bleibende Schneedecke gibt es in der Regel ab Dezember.

Talas-Becken:

Das Klima in Talas-Tal ist ein semi-arides Kontinentalklima mit sehr warmen Sommern und kalten, langen Wintern. Die Sommer sind sehr trocken, während das Frühjahr die meisten Niederschläge aufweist.


Gebiet Tschüi:

Der Norden des Gebiets ist sehr flach, dort befindet sich die niedrigste Stelle des Gebiet auf 550 m ü. NN. Große Fläche nimmt das Tal des Flusses Tschüi ein. Im Süden bildet der Gebirgszug des Kirgisischen Alataus eine natürliche Grenze zum südlich gelegenen Gebiet Talas. Das Gebirge erreicht eine Höhe von 4895 m.

Das Klima ist im Norden trocken-kontinental mit heißen Sommern und mäßig kalten Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Jul liegen zwischen +17°C und +25°C, die mittlere Januartemperatur bei -7°C. Die Niederschläge summieren sich zwischen 270 und 400 mm. Der Süden, im Suusamyr-Tal, ist deutlich kälter und weist ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit alpinen Charakter auf. Die Julitemperatur liegt zwischen +13°C und +14°C, während der Januar Temperatur von -20°C und -21°C aufweist. Im Süden liegen die jährlichen Niederschläge zwischen 350 und 370 mm.

Suusamyr-Tal:

Das Gebirgstal weist ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit alpinen Charakter auf. Die Winter sind sehr lang und schneereich. Die Sommer sind kurz und kühl. Die Niederschläge betragen zwischen 350 und 370 mm pro Jahr und bestehen mehrheitlich aus Schnee. Eine geschlossene Schneedecke bleibt ca. 6 Monate erhalten und weist einen Meter dicke auf.

Tschüi-Tal:

Das Klima im Flusstal ist streng-kontinental. Die Sommer sind lang und heiß. Die Winter relativ kurz und kalt. Die Temperaturen können im Sommer auf +43°C steigen. Es wurden auch Winternächte mit einer Temperatur von -38°C gemessen. Die durchschnittlichen Niederschläge summieren sich auf 300 bis 500 mm pro Jahr. Im Flusstal findet man verschiedene Klimazonen vor. Die Niederschläge nehmen in Richtung Kirgisischen Alatau deutlich zu.


Gebiet Yssykköl:

Im Süden des Gebietes befindet sich am Südhang des Kirgisischen Gebirges. Im Dreiländereck befindet sich der Dschengisch Tschokusu, dieser ist mit 7439 m, der höchste Berg Kirgisistan.

Gebirges Yssykköl mit Tal:

Die Region um den See Yssykköl hat ein alpines Klima auf, das durch die Wassermassen und die umgebenden Berge gemildert wird. Die Berge schirmen das Tal des Yssykköl von kalten Luftmassen ab, s dass er das ganze Jahr nicht zufriert. Der See begünstig ein mildes und kühles Klima, so dass sich das Tal mitsamt See stark von den Klimaten anderer Täler in Kirgisistan unterscheidet. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt zwischen +6°C und +7°C. Die Winter sind mit -2°C am Süd- und Nordufer vergleichsweise warm, während das Ostufer -10°C und das Westufer -4°C aufweist. Die Sommer sind mit +18°C mäßig warm. Höchsttemperaturen liegen zwischen +27°C und +30°C, die niedrigsten Temperaturen bei -18°C bis -12°C. In Verbindung mit dem meist aus Westen wehenden Wind gibt es zwischen dem Ostufer und dem Westufer des Sees große Unterschiede in den Niederschlagsmustern. Die Stadt Balyktschy auf der Westseite weist ca. 110 mm auf, in Tüp bei 569 mm. Die meisten Mengen fallen im Sommer. Westlich des Yssykköl beginnt auch der Frühling später, der Sommer ist heißer und der Winter kälter, jedoch schneeärmer.

Hochebenen:

Die Hochebenen, deren Klima nicht vom See beeinflusst wird, haben eine Jahresdurchschnittstemperatur von +3°C bis +7°C. Die Winter sind lang und sehr kalt mit Temperaturen von -21°C. Der Boden bleibt selbst bis in den Sommer gefroren. Die Niederschläge belaufen sich auf 200 bis 300 mm pro Jahr, meist fallen sie in Form von Schnee.