Klima in Pakistan

Pakistan weist überwiegend ein arides Subtropenklima auf. Je nach Lage ist eine starke oder weniger starke Kontinentalität zu verzeichnen.

Temperaturen:

Im Tiefland schwanken die Temperaturen im Januar zwischen +12°C (Norden) und +17°C (Süden). Nur an der Küste liegt das Monatsmittel im Winter bei ca. +20°C. Die Sommer sind bis auf die höheren Lagen, überall im Land unerträglich heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen im Sommer liegen bei +30°C. Im Binnenland sind auch Höchstwerte von +50°C zu erwarten. Die Winter im westlichen Hochland weisen oft Nachtfröste auf und selbst die Temperaturen im Januar liegen bei nur +10°C. Im Sommer werden aber Werte wie in der Indusebene erreicht. Nur in den höheren Lagen ist es entsprechend kühler. Die Hochtäler im äußersten Norden weisen tiefe Minustemperaturen im Winter auf und selbst untertags steigt mitunter die Temperatur nicht über 0°C. Die Sommer sind warm, aber nicht heiß.

Niederschläge:

Die Verteilung der Regenmengen sind höchst ungleichmäßig und von topographischen Gegebenheiten abhängig. Ergiebige Regenfälle sind nur im Himalaya-Vorland und im äußerste Norden des Punjab zu erwarten. Dort fallen teils über 1000 mm pro Jahr. Lahore weist rund 500 mm auf, der südliche Punjab und der Sindh weniger als 200 mm. Der Großteil des Niederschlagsmengen im Jahr fällt zwischen Juli und August, während der kurzen Zeit des Südwestmonsuns. Extreme Trockenheit herrscht auch in Belutschistan. Im westlichen Hochland liegt die Regenmengen bei unter 100 mm. Die Randgebirge zwischen Belutschistan und dem Industiefland sind mit 200 bis 300 mm etwas feuchter. Der Großteil des Regens in Belutschistan fällt im Winter. Der Sommermonsun bringt in Osten der Region nur minimalen Niederschlag, im Westen sogar gar keinen Regen. Die nördlichen Regionen Pakistans weisen hohe Niederschlagsmengen von 1500 mm auf, diese nehmen in Richtung Nord und West ab.


Wetterextreme:

Das Klima in Pakistan weist einige Extreme auf. Diese reichen von extrem hohe oder tiefe Temperaturen, bis über sintflutartige Regenfälle mit Überflutungen und extreme Dürren. Pakistan weist eine der höchsten Rekordtemperaturen der Erde auf. Diese Temperaturen reichen an die der Sahara heran, während die Tiefsttemperaturen mit denen von Alaska vergleichbar sind. Die Rekordtemperatur liegt bei +55°C (Turbat, Belutschistan) und -50°C (Ziarat, Belutschistan; K2, Skardu; Khunjerab-Nationalpark). Pakistan ist somit das Land mit der höchsten Rekordtemperatur in ganz Asien, auf der Weltrangliste liegt Pakistan auf Platz 4. Larkana (Sindh) ist mit einer Rekordtemperatur von +53°C die heisseste Stadt Pakistans und die zweitheisseste Stadt der Welt sowie der zweiheisseste Platz in Pakistan und der fünfzehnheisseste Platz der Erde. Die pakistanische Hauptstadt Islamabad weist den Mengenrekord an Niederschlägen innerhalb von 24 h auf. Am 23.07.2001 kam es innerhalb eines Tages zu einer Regenmenge von 620 mm.


Belutschistan:

Belutschistan ist eine Provinz und Region im Südwesten des Landes. Die Winter in den Hochländern sind sehr kalt, während die Sommer heiß werden. Die Tiefländer weisen warme Winter und extrem heiße Sommer auf. Extrem kalt wird es in den nördlichen Distrikten: Ziarat, Quetta, Kalat, Muslim Baagh und Khanonzai. Je weiter man an die Küste kommt, umso milder wird das Klima. Die Makran-Küste weist die wärmsten Winter und die höchste Durchschnittstemperatur von Belutschistan auf. Am heissesten und trockensten ist es in den Distrikten von Chagai und Kharan. Die Rekordtemperatur liegt bei +53°C in Sibi. Weitere heisse Orte sind Turbat und Dalbandin.

Nok Kundi:

Quetta:

Turbant:


Indus-Tiefland (Indusebene):

Die weite Indus-Ebene erstreckt sich im östlichen Teil von Pakistan von Nord nach Süd. Die wichtigsten Städte in der Ebenen sind Multan, Lahore, Larkana, Faisalabad und Hyderabad. Das Klima ist von einer kurzen Monsunzeit geprägt. Die Winter sind untertags warm, während die Nächte recht kalt werden können. Die Sommer sind extrem heiß mit Temperaturen von +50°C. Vergleichbar ist das Klima mit der Indischen Gangesebene. Geologisch gesehen gehören die beiden Ebenen zusammen.

Larkana:

Multan:


Küste:

Das Klima an der Küste ist am wärmsten in ganz Pakistan. Dort werden die höchsten Durchschnittstemperaturen gemessen. Die Winter sind warm und trockne, während die Sommer sehr heiß, lang und in der Monsunzeit feucht.

Karatschi:


Nördlichen Hoch- und Gebirgsländer:

Der Norden Pakistans wird von den Hochgebirgen des Hindukusch, Karakorum und Himalayas bedeckt. Der höchste Punkt Pakistans ist der K2 mit 8611 m (zweit höchste Berg der Erde. Mehr als die Hälfte der Gipfel ist über 4500 m hoch, während ca. 50 Gipfel mehr als eine Höhe von 6500 m aufweisen. Somit ist dort das Klima von der alpinen Lage geprägt. Das Klima ist kalt und äußerst extrem. Weiter im Süden eröffnen sich die ersten Flusstäler und das Relief wird flacher und hügliger. Die Hauptstadt Pakistans, Islamabad, liegt im Übergangsbereich von den Vorgebirgen zur Indus-Ebene. Je weiter südlicher man kommt, umso wärmer und heisser wird das Klima. Weitere größere Städte am Fuße der Gebirge sind Peschawa und Gujranwala.

Islamabad:

Gilgit:

Muzaffarabad:

Peschawar:

Skardu:


Thar-Wüste:

Das Klima ist von extremen Temperaturschwankungen geprägt, zwischen Gefrierpunkt im Winter und bis zu 50 °C im Sommer. Strenge Nachtfröste können im Winter die Vegetation schädigen. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt unter 150 mm im Westen bis etwa 350 mm im Osten am Rande des Aravalligebirges. Generell ist der Niederschlag in Ausmaß und Auftreten schwankend. Fast der gesamte Regen fällt während des Südwestmonsuns in Gewitterstürmen von Juli bis September. Mit der Windgeschwindigkeit verhält es sich ähnlich: Während der Wind im Winter um 3 km/h weht, sind es im Mai und Juni im Schnitt 32 km/h. Im Sommer kommt es gewöhnlich auch zu Sandstürmen mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h, welche Wohngebäude mit bis zu 7 cm Sand bedecken können. Das Grundwasser ist schwer zu erreichen und verunreinigt mit Salz, daher gibt es hier keine Oasen.

Lahore: