Ammergauer Alpen

Die Ammergauer Alpen (Ammergebirge) sind eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen im oberbayerisch-schwäbischen Grenzgebiet zum Tiroler Bezirk Reutte. Das Gebirge weist eine Fläche von 30 x 30 km auf. Die Ammer entspringt im zentralen Teil des Gebirges. Der Daniel ist mit 2340 m der höchste Berg der Gebirgsgruppe. Die Landschaft ist dünn besiedle und umfasst einige kultur-historische Sehenswürdigkeiten (Schloss Neuschwanstein und Linderhof, Kloster Ettal sowie die Wieskirche). In Deutschland wurde im August 2017 der 227 km² Naturpark Ammergauer Alpen, mit dem Ammergebirge, dem Ammer-Loisach-Hügelland und Lech-Vorberge, ausgewiesen.


Geographie:

Untergruppen

Bayern und Tirol haben Anteil am Gebirge, wobei Deutschland etwa 3/4 der Fläche einnimmt. Zu den Hauptortschaften am Gebirgsrand zählen Schwangau, Oberammergau, Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald und Reutte. Die Landesgrenze zwischen Schwaben und Oberbayern (LK GAP und Ostallgäu) verläuft von Süd-Nord durch die Ammergauer Alpen. Wegen der geringen Höhe des Gipfels und der Lage am Nordrand der Alpen stellt das Ammergauer Gebirge eine Bergregion für durchschnittliche Bergwanderer dar. Aufgrund der leichten Besteigung ist die Dichte an Alpentvereinshütten recht gering und selbst die Erschließung mit Bergbahnen sind mangelhaft. Nur in den Randbereichen existieren zwei Seilbahnen (Tegelberg, Lager Bergbahn) sowie drei Sessellifte (Buchenberg, Vorderes Hörnle-Bahn, Kolbensattel). Im zentralen und südlichen Gebirge fehlen Bergbahnen und Unterkunftshütten.

Seen:

10 höchsten Gipfel der Ammergauer Alpen

Der Plansee und Heiterwanger See bilden zwei traumhafte Stillgewässer im tirolerischen Teil der Ammergauer Alpen. Die Seen befinden sich in Tallage und sind von fjordartiger Form mit bewaldeten Berghängen. Die Ufer sind nahezu unbebaut. Weitere Seen am Nordwestrand des Gebirges sind der Alpsee, Schwansee, und Bannwaldsee. Bei Bad Bayersoien liegt der Soier See.

Moore:

In den Ammergauer Alpen wird an etwa zwei Dutzend Moorlöchern in Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien alpines Bergkiefern-Hochmoor abgebaut und an Kurbetriebe, Gesundheitsbetriebe und Hotels der beiden Orte geliefert. Die Moose und Filze im Ammertal und seiner Nachbarschaft sind der letzten Eiszeit zu verdanken, die vor etwa 10.000 Jahren zu Ende ging.


Geologie:

Die Ammergauer Alpen bestehen zum Großteil aus Hauptdolomit (wie der Gipfel der Kreuzspitze). Der südliche Gebirgsabschnitt besteht aus Dolomit und kleinere Anteilen an Plattenkalk. Der Norden ist von der Schichtenfolge abwechslungsreicher und wird von Dolomit und Wettersteinkalk dominiert. Die Hochplatte und der Säuling sind markante Berge aus Wettersteinkalk. Kleinere Bereiche weisen Tonsteine, Mergel, Sandsteine, Radiolarite, Konglomerate und Kieskalke auf. Am Alpenrand tritt der Flysch flächendeckend hervor (Hohe Bleick, Hörnle). Dieses Gestein gibt den Nordteil einen Mittelgebrigscharakter aufgrund der Erosionsanfälligkeit.