Kalvarienberg von Bad Tölz

Der Kalvarienberg von Bad Tölz im südlichen Oberbayern, stellt eine Anhöhe im Stadtgebiet dar und bildet ein barockes Ensemble mit atemberaubenden Alpenpanorama. Die markante Erhebung über der Isar ist durch die Hl.-Kreuz-Doppelkirche weithin sichtbar. Neben der Doppelkirche liegt dort oben auch die Tölzer Leonhardikapelle sowie dem eigentlichen Kalvarienberg mit Ölberg, Golgathahügel, Kerkerkapelle und Kreuzwegkapelle. Im Mittelalter war der Berg ein Hinrichtungsort für den Galgen, während im Mühlfeld mit dem Rad und Schwert hingerichtet wurde. Das barocke Ensemble entstand im 18. Jahrhundert.


Gotteshäuser:

Leonhardikapelle:

Bei glücklicher Heimkehr aus der Sendlinger Mordweihnacht von 1705, gelobten die Tölzer Zimmerleute zum Dank eine Kapelle zu erbauen. Jedoch fand der Aufbau erst 1718 statt. Der einschiffige Bau war schon seit 1718 Wallfahrtsziel. 1856 fand zum ersten Mal die jährliche Tölzer Leonhardifahrt statt.

Hl.-Kreuz-Doppelkirche:

Innenraum der Hl.-Kreuz-Doppelkirche

Das größte Bauwerk des Kalvarienberges wurde ab 1723 erbaut. Die Heilige Stiege bestand schon zuvor. 1726 entsandt die geweihte Kreuzkirche. Beide Kirchen wurden vereint und bilden seither eine Doppelkirche. 1732 wurden die Türme erbaut. Die Ausstattung ist prunkvoll und die Architektur ist besonders.

Kerkerkapelle:

Die Kapelle mit einer Grotte entstand 1735 und wurde mit Figuren vom Tölzer Bildhauer Joseph Anton Fröhlich bestückt.


Alpenpanorama:

Der Blick vom Kalvarienberg aus schweift in das Karwendelgebirge und dem Massiv der Benediktenwand (Westen) sowie einigen Gipfeln des Rofan (Osten). Bei klarer Sicht lassen sich einzelne Gipfelspitzen der Hinterautaler-Vomper-Kette.