Pivka-Tal

Das Pivka-Tal (Pivka-Becken oder nur Pivka) ist ein ein Becken im südwestlichen Slowenien im Karstgebiet des Landes. Das Becken liegt zwischen dem Dinarischen Plateaus, dem Karst Plateau, sowie den Brkini-Hügeln. Die Senke bedeckt eine Fläche von 160 km². Begrenzt wird das Becken im Nordwesten vom Nanos, im Norden von der Hrušica, im Osten von den Javornik-Bergen und Snežnik, während der Westen von der Slavina-Ebene und den Tabor-Hügeln begrenzt wird. Der niedere Teil des Beckens, zwischen dem Nanos und der Pforte von Postojna, wird auch Unteres Pivka-Tal genannt. Der obere Teil des Beckens erstreckt sich zwischen Prestranek und Snežnik.

Geographie und Landschaft:

Der Boden des unteren Pivkabeckens besteht aus Flysch-Gestein. Entlang der flachgewellten Ebenen entlang des Flusses Pvika und Nanoščica befinden sich kleinere Feuchtwiesen, die von rundlichen Erhebungen und grasbewachsenen Buckeln unterbrochen werden. Dörfer liegen meist in den Schwemmebenen. In der Umgebung von den Dörfern wird viel Landwirtschaft betrieben. Das obere Pivka-Becken besteht zumeist aus Kalkstein der Kreidezeit. Das große Karstfeld wird häufig vom Fluss Pivka überschwemmt. Die oberen Bereiche weisen Dolinen auf, während die niederen Bereiche aus kleinere Ebenen bestehen. Zur Besonderheit zählten auch die Pivka-Karstseen in den Becken: Palčje, Petelinje,  Parje, und Drskovče. Die Seebecken sind nur saisonal überflutet. Die oberen Regionen des Pivka-Beckens sind meist dicht bewaldet. Die Wälder bestehen aus Kiefern, Tannen und Löschen.

Gewässer und Hydrographie:

Das Pivka-Becken liegt in der Wasserscheide des Schwarzen und Adriatischen Meeres. Der Großteil des abfließenden Wassers fliesst in das Becken von Ljubljana. Der Pivka fliesst durch die berühmten Höhlen von Postojna. Ein Teil des Wassers speist den Lokva-Fluss. Generell ist zu sagen, dass der Großteil der Fliessgewässer im porösen Kalkboden des slowenischen Karstes versickert. Das obere Becken weist eine Besonderheit auf: die nicht versickernden Flüsse gehören zum Einzugsgebiet des Schwarzen Meers, während die versickernden Flüsse die Adria speisen. Der Boden des Becken ist ein weites Karstfeld und liegt auf 500 bis 600 m Seehöhe. Der niedrigste Punkt des Beckens beträgt 464 m und liegt am Lokva ponor, unterhalb des Predjama-Schlosses.

Klima:

Das Klima im Becken ist ein Mischtyp aus einem Mittelmeer-, Kontinental-, und Gebirgsklima. Die Temperaturschwankungen sind extrem und die Niederschläge sind sehr hoch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Die Architektur der Häuser im Becken weist die Bauart von Innerkrain auf. Nach dem Slowenien zum Reich Österreichs gehörte, war Pivka und die Umgebung teil der Region Krain. Von 1918 bis 1943 war Pivka Teil Italiens und lag in der Provinz Triest. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Innekrain zusammen mit Slowenien Jugoslawien an. Die größte Siedlung ist die Stadt Postojna, am Eingang der gleichnamigen Bergpforte.