Attersee

Attersee, oder Kammersee, ist ein See des oberösterreichischen Salzkammergut und ist mit einer Fläche von über 46 km², der größte gänzlich in Österreich liegende See (übertroffen vom Bodensee und Neusiedler See). Die Länge des Gewässers beträgt fast 19 km, während die Breite zwischen 1,3 km und 3,3km schwankt. Mit 169 m ist der Attersee das dritttiefste Gewässer Österreichs. Das Volumen beträgt 4 Mrd. m³. Aufgrund der großen Wassertiefe und der weiten Fläche übertrifft er z. B. den Chiemsee. Der Neusiedler See ist zwar 7-mal so groß wie der Attersee, allerdings weist er nur etwa die Hälfte des Wasservolumens auf. Der Attersee ist sehr fischreich und zu dem ein beliebtes Tauch- und Segelrevier. Sowie die meisten Seen im Salzkammergut, so ist auch der Attersee während der letzten Eiszeit entstanden und stellt einen Gletscherrandsee dar.

Das Atterseegebiet war schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Im August 1870 wurden am Nordende des Sees bei SeewalchenÜberreste von Pfahlbauten entdeckt. Die Pfahlbausiedlungen stammen teils aus der Zeit von 4000 bis 3000 vor Christus (Mondseekultur), teils 1500 bis 1000 (präkeltisch-bronzezeitlich). Funde von Keramik und Bronze der Mondseekultur ergänzen diese Befunde. Seit 2011 gehören die Fundorte Abtsdorf I und III und Litzlberg Süd (letztere beide Mondseekultur) zur grenzübergreifenden UNESCO-Welterbestätte Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (zu dem auch die Fundorte in See am Mondsee gehören).

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