Königstein und Kamelfelsen (Westerhausen-Harz)

Mit 189 m Höhe ist der Königstein eine Erhebung im nördlichen Harzvorland nahe Westerhausen (LK Harz-Sachsen Anhalt). Bekannt ist der Hügel für seien Felsformationen aus Sandstein, die “Kamelfelsen” genannt werden. Der Hügel verläuft von Nordwest nach Südost, wobei nach Nordosten relativ steil, nach Südwesten aber deutlich flacher abfällt. Zum Großteil ist der Rücken von Laubwäldern bewachsen. Am Südhang wird Wein angebaut, somit handelt es sich um das nördlichste Weingut im Anbaugebiet Saale-Unstrut. Der Kammbereich wird von den Kamelfelsen dominiert.

Kamelfelsen:

Die Kamelfelsen bilden den Kammbereich des Königsteins. Der Name stammt von ihrer Form, denn sie sollen aus Betrachtung von Richtung Süd oder Nord, an zwei liegende Kamele erinnern. Die Felsformationen bestehen aus verhärtetem Sandstein, der teils aber recht porös ist. Sowie die nahegelegne Teufelsmauer, entstanden die Kamelfelsen durch die Bildung des Bruchschollengebirges des Harzes und die daraus resultierenden Bodenverschiebungen im nördlichen Harzvorland. Das Alter des Gesteins stammt aus der Unterkreide (140-100 Mio. Jahren). 1932 wurden die Felsen, aufgrund der geologischen Besonderheit unter Schutz gestellt. 1997 wurden sie als “flächenhaftes Naturdenkmal” ausgewiesen. Die Kamelfelsen sind über mehrere Kletterrouten zu erklimmen. Der Schwierigkeitsgrad reicht bis VIIIb nach Sächsischer Skala.