Kloster Roggenburg

Das Kloster Roggenburg ist ein Chorherrenstift des Prämonstratenserordens in Roggenburg im Landkreis Neu-Ulm, Bayern, das als abhängiges Priorat der niederbayerischen Abtei Windberg geführt wird. Das Kloster betreibt eine Bildungsstätte und ein Museum und ist überregional durch die fast unverändert erhaltenen barocken Gebäude und die in der Kirche stattfindenden Orgelkonzerte bekannt. Die ehemalige Prämonstratenser-Reichsabtei Roggenburg gehört zu den wichtigsten Reisezielen in Bayerisch-Schwaben. Gegründet wurde das Kloster von drei Brüdern des Grafengeschlechtes von Bibereck um 1226. Besetzt wurde es mit den Prämonstratensern aus Ursberg. 1444 wurde das Kloster zur Abtei. Zur Zeiten der Säkularisation reichte das Herrschaftsgebiet der Abtei von der Roth bis zur Günz. 1960 wurde einer umfangreiche Renovierung und Restaurierung vorgenommen, um den zunehmenden Verfall zu stoppen. 1952 und 1958 kam es zu Bränden. 1982 dürfen die Prämonstratensern wieder ins Kloster einziehen. 1985 wurde die Restaurierung der Klosterkirche abgeschlossen.

Ehemalige Abteikirche Mariä Himmelfahrt:

Die ehemalige Abteikirche ist heute Pfarrkirche der Stadt Roggenburg. Die Kirche ist im nördlichen Klostergebäue integriert. 1732 wurde der Westflüger erreichtet. Den Entwurf der Anlage stammt vermutlich von Christian Wiedemann. 1751 wurde ein Neubau der Kirche beschlossen. Die Klosterkirche, ein bedeutender Bau des schwäbischen Rokoko, wurde von 1752 bis 1758 nach Plänen von Simpert Kraemer in Kreuzform erbaut. Der einschiffige Saalbau mit Querhauserweiterung und Doppeltürmen ist 70 m lang, 35 m breit und hat eine Innenhöhe von 28 m. Die beiden Türme sind 70 Meter hoch. Das Kirchengebäude ist, wie bei Prämonstratensern üblich, in die Klosteranlage integriert und hat daher keine Eingangsfassade in der Längsachse.