Antiatlas

Der Antiatlas ist ein 300 Mio. Jahre altes Teilgebirge des Atlas im südwestlichen Marokko. Das Gebirge erreicht eine Höhe von fast 3000 m und erstreckt sich über 500 km von Südwest nach Nordost. Er geht nahtlos in die Sahara über. Die Gebirgslandschaft gleicht einen Trümmerfeld mit unfruchtbarer, unwirtlicher und lebensfeindlicher Ausstrahlung. Die Hitze ist unerträglich und der knappe Regen verdunstet sofort auf dem heißem Gestein. Kaum eine Pflanze kann hier dauerhaft überleben. Bis auf Opuntien, Kakteen und Dornbüschen findet man keine weiteren Pflanzenarten vor. In dieser unwirtlichen Umgebung können nur eine Handvoll Schafe und Ziegen. Dennoch gelingt es dem Stamm der Berber hier in dieser lebensfeindlichen Landschaften zu überleben.


Geographie:

Die Gipfel des Gebirges erreichen eine durchschnittliche Höhe von 2500 bis 2700 m. Der höchste Beg ist der Jbel Sirwa mit 3304 m. Im Norden liegt ein Plateau auf 1700 bis 1800 m. Der Süden geht in die Sahara über. Auf den Höhen von Ouarzazate wird das Massiv vom Draatal durchschnitten, das sich nach Süden öffnet. Der Bereich ist besonders in südlicher Richtung stark zerklüftet.


Klima:

Der Antiatlas weist ein wüstenähnliches Klima mit montanen Einfluss auf. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt bei unter 200 mm. Nur im Norden und den Westhängen fällt mehr Regen. Der Hohe Atlas schirmt das Mittelmeerklima des Nordens ab, somit hat die Sahara einen starken Einfluss auf das Mikroklima des Gebirges. Die trockenste Region ist Jbel Saghro.