Klima in Chihuahua (Mexiko)

Das Klima im Bundesstaat Chihuahua ist von der Gegebenheit des Terrains abhängig. Nach der Köppen-Klimaklassifikation lässt sich der Bundesstaat in fünf große Klimazonen einteilen. Die Sierra Madre Occidental dominiert des westlichen Teil und weist Klimazonen des subtropischen Hochlandklimas (Cfb) und feuchtem Subtropenklimas (Cwa) auf. Manche Regionen weisen Mikroklimate auf. Beispielsweise herrscht in den tiefen Canyons des äußersten Südens ein tropisches Savannenklima (Aw). Ein kontinentales Mittelmeerklima (Dsb) findet man in den höheren Lagen der Sierra Madre Occidental vor. Das Satellitenbild zeigt, dass der Westen deutlich grüner ist, als der Osten. Grund hierfür sind die kühleren Temperaturen und höheren Regenmengen. Im äußersten Osten des Bundesstaates befindet sich die Chihuahua-Wüste. Dort sind die Niederschläge niedrig und die Temperaturen extrem hoch. Manche Landstriche im Osten sind ohne Vegetation, wie die Sanddünne von Samalayuca. Der Osten weist zwei große Klimazonen auf: ein heißes Wüstenklima (BWh) und ein kaltes Wüstenklima (BWk). Die Übergangszone befindet sich im mittleren Abschnitt Chihuahuas und wird als Steppe charakterisiert.


Subtropisches Hochlandklima (Cfb):

Das subtropische Hochlandklima findet man in Gegenden über 2200 m vor. Die Sommer sind warm und weisen Maximaltemperaturen von +28°C, während sich die Nachttemperaturen bei +10°C bewegen. Heftige Regenstürme sind zwischen Juli und September möglich. Die Winter sind kalt und weisen Nachttemperaturen von bis zu -20°C auf. Während des Winters können heftige Schneestürme wüten und eine Schneemenge von bis zu 1 m verursachen.

Guachochi:

Madera:


Feuchtes Subtropenklima (Cwa):

Ein feuchtes Subtropenklima findet man zwischen 1300 und 2200 m vor. Die Sommer sind sehr warm und feucht mit einer sommerlichen Durchschnittstemperatur von über +20°C. Die sommerlichen Niederschläge summieren sich auf 700 mm. Die feuchteste Zeit ist zwischen Juli und September. Von November bis März kommt es zu heftigen Regen- und Schneestürmen. Bei aufziehenden Kaltfronten können kalte Temperaturen und Schneefall verursacht werden. Die Temperaturen können auf unter -16°C sinken.

Chínipas:

Temósachic:


Steppenklima oder semi-arides Klima (BSk):

Zwischen 1200 und 1500 m findet man ein halbfeuchtes, bzw. ein Steppenklima vor. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei +18°C. Die Maximaltemperaturen können auf über +38°C steigen. Die Winternächte weisen mitunter Temperaturen von unter 0°C auf. In der Regenzeit (Juli bis September) fallen erhebliche Mengen an Niederschlag. Schneefall ist rar aber möglich. Frost ist zwischen Dezember und März möglich. Die durchschnittliche Menge an Niederschlägen liegt in der Klimazone der Steppe bei 475 mm.

Ahumada:

Aldama:

Janos:

Meoqui:


Heißes Wüstenklima (BWh):

Ein heisses Wüstenklima findet man auf unter 1200 m vor. Die Klimazone ist geprägt durch extrem heiße Sommer mit Tageswerten von häufig +43°C und mehr. Die Winter sind warm und weisen selten Frost auf. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei unter 250 mm im Jahr. Der meiste Regen fällt während der Monsunzeit (Juli bis September).

Manuel Benavides:

Ojinaga:


Kaltes Wüstenklima (BWk):

Ein kaltes Wüstenklima findet man auf unter 1200 m vor. Die Sommer sind milder als in den heißen Wüsten und erreichen Temperaturen von maximal +41°C. Die Winter sind sehr wechselhaft und reichen von kalten Tagen bis zu milden Temperaturen tagsüber. Frost ist möglich. Der Niederschlag ist sehr gering und liegt bei 250 mm im Jahr. Der meiste Regen fällt während der Monsunzeit (Juli bis September).

Juarez:

Puerto Palomas:

Samalayuca: