Klima in Südkorea

Das Land liegt in der gemäßigten Klimazone mit vier verschiedenen Jahreszeiten, ausgenommen hiervon sind die subtropischen Tälern der Südküste von Jejudo, sowie die Höhenregionen über 1700 m.

Frühling:

Zwischen Ende März und Anfang April beginnt der Frühling. Dieser ist recht mild und sonnig. Häufig tragen die Wind aus der Wüste Gobi, feinen Wüstenstaub bis nach Südkorea.

Sommer:

Der Sommer wird von den feucht-heißen Südwinden, aus den Philippinen kommend, geprägt. Die sommerliche Monsunzeit, auf südkoreanisch “Jangma”, beginnt meist Ende Juni oder Anfang Juli und reicht bis in den September hinein. Der Großteil der jährlichen Niederschlagsmengen fällt zu dieser Saison nieder. Die Regenzeit weist auch sonnige und klare Tage auf. Nach der intensiven Regenzeit folgt ein sehr heißer Mittsommer mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer nur schwer erträglichen Hitze. Tageswerte liegen bei um die +30°C, während die Luftfeuchtigkeit auf 80-95% ansteigt.

Herbst:

Mitte September setzt der Herbst ein. Die Winde kommen nun aus Nordwest und bringen trockene Kontinentalluft mit sich. Dadurch ist das Wetter stabiler und sonnig. Die Temperaturen jedoch beginnen langsam aber stetig zu sinken.

Winter:

Der Winter ist sehr kalt und trocken, aufgrund der sibirischen Winde. Es fällt selten Schnee. Ab Januar setzt eine eigentümliche Wetterlage ein, in der nach drei sehr kalten Tage, sich vier etwas milderen Tage abwechseln.


Temperaturen:

Die Temperaturen nehmen von Süd nach Norde, vor allem in den Wintermonaten deutlich ab. Je weiter nördlicher man kommt, umso kontinentaler und strenger wird das Jahresklima. Die nördlichen und zentralen Regionen weisen deutlich höhere Temperaturdifferenzen auf, als die südlichen Küstengebiete. Die Ostküste ist deutlich wärmer, als die Westküste, da das Taebaek-Gebirge die einfallenden Winde aus Sibirien weitgehend abhält.

Die Durchschnittstemperaturen der Stadt Seoul liegen im Januar zwischen -5°C und -2,5°C, während im August die Temperatur auf +22,5°C bis +25°C ansteigt. Die südlicher gelegenen Regionen sind deutlich wärmer. Die Jeju-Insel weist ein heißes und subtropisches Klima auf mit deutlich milderen Klima, als anderer Regionen Südkoreas. Hier liegen die Durchschnittstemperaturen im Januar bei +2,5°C und im Juli bei +25°C.

Hitzeindex:

Südkorea ist für seien heißen und unerträglichen Sommer bekannt. Dies lässt sich auf die schwüle Hitze zurückzuführen, die die gefühlten Temperaturen häufig in den lebensgefährlichen Bereich anstiegen lassen. Beispielsweise liegt die gefühlte Temperatur, bei einer Tagestemperatur von +30°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 90%, bei +42,4°C.


Niederschläge:

Das Land weist suffiziente Regenfälle auf. Weniger als 750 mm fallen sehr selten. Der Großteils des Landes weist eine Durchschnittsmenge von weit über 1000 mm auf. Dennoch können die Niederschläge von Jahr zu Jahr variieren. Stark Dürren treten im Schnitt alle acht Jahre auf, vor allem in Südwesten des Landes. Mehr als 2/3 des jährlichen Niederschlages fallen zwischen Juni und September.


Extremwetter:

Taifune:

Südkorea liegt im Einzugsgebiet von Taifunen. Das Land wird weniger von den Stürmen getroffen, als Japan Taiwan, China oder die Philippinen. Taifune treffen vor allem im Spätsommer auf Südkorea. Diese Stürme bringen heftige Regenschauer mit sich. Daraus entstehen extreme Überflutungen mit hoher Zerstörungskarft.

Überflutungen:

Im September 1984 kam es zu einer Jahrhundertflut für Südkorea. Es starben 190 Menschen und 200.000 verloren ihre zu Hause. Diese Katastrophe veranlasste die nordkoreanische Regierung, ein beispielloses Angebot an humanitärer Hilfe in Form von Reis, Medikamenten, Kleidung und Baumaterialien zu unterbreiten. Südkorea akzeptierte diese Gegenstände und verteilte sie an die Flutopfer.