Kassel (HE) Klima

Das Klima ist in Kassel deutlich milder und wärmer als im umgebenden Mittelgebirge. Wegen der Talkessellage und den höher gelegenen Waldgebieten ist die Stadt gut vor Unwettern geschützt. Aufgrund der sich stauenden Luftmassen ist es in den tiefer gelegenen Stadtgebieten teilweise 3 bis 5 Grad Celsius wärmer als im Umland, insbesondere im Sommer.

In den Stadtrandbereichen des Kasseler Westens sind in den vergangenen Jahren natürliche Schneisen, die der mikroklimatischen Zirkulation und natürlichen Durchlüftung der Stadt dienen, verbaut worden. Auch gewerbliche Neubebauungen in den Nachbargemeinden, wie auf dem Rüsterberg in Niestetal (Gut Ellenbach) begünstigen die Aufheizung. Ähnliche Gefahren gehen von einer möglichen Erschließung am Langen Feld in Niederzwehren aus. Die Fulda als Gewässerraum mit Auen und Überschwemmungsgebieten sowie Zuflüssen innerhalb des städtischen Einzugsgebietes bildet darüber hinaus einen sensiblen Ansatzpunkt zum Umgang mit nachhaltigem Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung. Renaturierungsansätze, wie das dem Vogelschutz dienende Lossedelta, dem künstlich angelegten Flussdelta der Losse, sind im Rahmen der Umsetzung von EU-Richtlinien Projekte transitorischer Entwicklung. An der Universität Kassel werden dazu umfangreiche Untersuchungen im Rahmen des KLIMES-Forschungsvorhabens durchgeführt und evaluiert.

Klimatabelle: