Hohe Peißenberg

Schongau mit dem Hohen Peißenberg im Hintergrund

Der Hohe Peißenberg bei Hohenpeißenberg und Peißenberg im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau ist eine 988 m ü. NHN hohe Erhebung im Bayerischen Alpenvorland. Mitunter wird er inoffiziell als Hohenpeißenbergbezeichnet oder mit seinem ursprünglichen Namen Peißenberg und in Anspielung auf die in der Schweizgelegene Rigi auch Bayerischer Rigi genannt. Neben dem 22 km (Luftlinie) südwestlich gelegenen Auerberg (1055 m) ist der Hohe Peißenberg eine der höchsten Erhebungen im Bayerischen Alpenvorland.

Geographie:

Der Hohe Peißenberg erhebt sich im Zentrum des Landkreises Weilheim-Schongau im Pfaffenwinkel, einer Hügellandschaft des Bayerischen Alpenvorlandes. Sein Gipfel und der Großteil seiner Hochlagen gehören zur Gemeinde Hohenpeißenberg, deren Kernort 900 m südsüdwestlich des Gipfels liegt. Teile seiner Ostausläufer zählen zur Marktgemeinde Peißenberg, deren Kernort sich 3,5 km östlich des Gipfels befindet. Nordöstlich des Bergs entspringt neben anderen Bächen der kleine Wielenbach als südöstlicher Lech-Zufluss und südlich passiert die Ammer den Berg. Der Berg erstreckt sich in Ost-West-Richtung und ist teilweise bewaldet.

Geologie:

Der Hohe Peißenberg ist das Ergebnis von Schuttströmen der oberen Süßwassermolasse, die vor etwa 10 bis 15 Millionen Jahren – als die Alpen aufstiegen – aus Süden kamen. Diese groben Schuttkegel bilden heute charakteristische Berge (u. a. Tischberg, Irschenberg, Taubenberg) vor den Ausgängen der ehemaligen tertiären Alpenflüsse. Durch das Eis wurden sie später als Härtlinge gegenüber ihrer weicheren Umgebung aus Feinsand herauspräpariert und haben wie Eisbrecher den Eisstrom in einzelne Gletscherzungen (Loben) geteilt (z. B. Tischberg).

Klima:

Das Klima in Peißenberg ist relativ kühl, mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 7,5 °C. Der Durchschnittsniederschlag ist 1200 mm. Die niederschlagsreichsten Monate sind Juni und Juli, wobei auch im Januar ein hoher Wert registriert wird. Dieser verteilt sich auf ungefähr 160 Tage, während in der Hälfte dieser Tage Schnee fällt.