Neukaledonien

1500 km östlich von Australien und 1700 km nordwestlich von Neuseeland liegt eine französische Überseegemeinschaft, die sich Neukaledonien nennt. Diese Insel ist im Gegenzug zu Fidschi und Vanuatu nicht vulkanischen Ursprungs und ist ein Splitter des Urkontinents Gondwana. Aufgrund dessen weist diese Insel eine einzigartige, vielfältige und spezifische Flora und Fauna auf. Neukaledonien ist eine zu Frankreich gehörende Inselgruppe mit mehreren Dutzend Inseln im Südpazifik. Bekannt ist sie für ihre palmengesäumten Strände und die artenreiche Lagune, die mit einer Fläche von 24.000 km² zu den größten weltweit zählt. Die Hauptinsel Grand Terre ist von einem enormen Korallenriff umgeben und damit ein begehrtes Tauchziel. In der Hauptstadt Nouméa gibt es Restaurants mit französisch beeinflusster Küche sowie Luxusboutiquen, die Pariser Mode führen.


Geographie:

Neukaledonien liegt nordöstlich von Australien auf der Nordspitze des Zealancia-Schelfs im südwestlichen Pazifik. Die Landfläche beträgt 18.576 km², während die Wasserfläche 485 km² aufweist. Die Hauptinsel ist die Grande Terre und weist eine Fläche von 16.372 km² auf. Diese Insel ist mit Abstand die größte Landmasse Neukaledoniens. Des weiteren zählten zu diesem Überseegebiet noch die Belep-, Chesterfield-, und die Loyalitätsinseln, sowie die Île de Pins. Insgesamt beträgt die Küstenlinie 2254 km. Im Zentrum der Hauptinsel befindet sich ein Gebirgsmassiv. Der höchste Punkt der Insel ist der Monte Panié mit 1628 m. Die Hauptinsel ist vom Neukaledonischen Barriereriff umgeben. Der längste Fluss ist mit 150 km der Diahot.


Klima:

Das Überseegebiet liegt zwischen dem 19. und 23. südlichen Breitengrad und liegt somit in der tropischen Klimazone. Die durchschnittliche Temperaturen liegen ganzjährig zwischen +20°C und +30°C. Der längsverlaufende Gebirgszug stellt eine Wetterscheide dar. Der Osten ist feucht (humid), während der Westen trocken (arid) ist. Von Mitte Mai bis Mitte September ist das Wetter trocken und relativ kühl. Die Regenzeit geht von Mitte November bis April. Die Ostseite weist eine Regenmenge zwischen 2500 und 4000 mm auf. Die Ostseite weist hingegen nur 1500 mm und weniger auf. Die Wetterstation Ouaco weist eine Regenmenge von nur 800 mm auf. Sehr trockene Jahre weisen Regenmenge von nur 250 bis 300 mm auf.


Natur:

Die Natur übertriff sogar, die der Insel Madagaskar. Die größte Insel des Überseegebietes ist die Grand Terre. Seit 56-80 Mio. Jahren liegt die Insel in Isolation inmitten des Pazifiks. Daher entwickelt sich eine spezialisierte Natur.

Vegetation:

Insgesamt wurden über 3300 Pflanzenarten gezählt, davon sind 77% vaskulär. Die Vegetationszonen verändern sich von Ost nach West, je nach Niederschlagsmenge. Auf der feuchten Ostseite findet man Regenwälder vor, während Trockenwälder auf der Westseite des zentralen Bergmassivs vorzufinden sind. Im Tiefland wachsen aromatische Sträucher und an den Küsten Mangrovenwälder. Zum artenreichste Naturraum mit über 2000 Pflanzenarten zählt der neukaledonische Regenwald. In den Trockenwälder wurden hingegen 379 Arten gezählt. Auf den Loyalty-Inseln wachsen an den Kalksteinhängen Wälder ganz anderer Art, als auf der Grand Terre.

Tierwelt:

Auch die Tierwelt weist Besonderheiten auf. So findet man hier die größte Geckoart der Erde vor. Auch eine Vielzahl an Landschnecken und wunderbaren Vögeln findet man auf Neukaledonien vor. Hinzukommend weist das Inselgebiet das zweitgrößte Korallenriff der Erde auf. In den Lagunen leben beispielsweise Dugongs, Wale und an den Stränden legen Meeresschildkröten ihre Eier ab.

Naturschutzgebiete:

Auf den Inseln Neukaledoniens befinden sich 25 Naturreservate. Im folgenden werden paar Reservate aufgezählt:

  • Reserve Speciale Botanique du Mont Panic: Regen- und Nebelwälder
  • Parc de la Riviere Bleue: Regenwald im Tiefland der Neukaledoniens. Dieses Schutzgebiet weist den höchsten Schutzanspruchs gesamt Ozeaniens auf. Dieser Park zählt zu den 200 wichtigsten Orten zur Erhaltung der Artenvielfalt und wurde dreimal auf der WWF-Liste der Top-200 Erhaltungsorte genannt.