Naturwunder in Bulgarien

Geologische Formationen:

Belogradchick-Felsen:

Diese Felsen sind Teil der westlichen Ausläufern des Balkangebirges (Štara Planina). Die Belogradchick-Felsen stellen eine spektakuläre Gesteinslandschaft auf und zählt zu den beleibtesten Touristenziele Bulgariens. Die Landschaft weist eine Länge von 30 km auf und ist 5 km breit. Die höchsten Felsen erreichen eine Höhe von 20 m. Einst war die Region von Meeren überspült und die Sedimente lagerten sich am Meeresgrund ab. Nach dem Rückgang des Wassers vor mehr als 20 Mio. Jahren wurden die Felsen durch Erosionskräfte so geschaffen, wie sich heute aussehen. Die rötlichen Formationen weisen viele Fossilien auf. Das Gestein besteht aus Kalk- und Sandstein.

Lakatnik-Felsen:

Die Lakatnik-Felsen bilden den linken Hang der Iskar-Schlucht im Stara-Planina-Gebirge (auch Balkangebirge). Die Felsen erheben sich oberhalb des Bahnhofes von Lakatnik. Das Gestein der Felsen besteht aus Sand- und Kalkstein. Durch die Erosion haben sich bizarre Felsformen gebildet. Die Felssporne haben eine Höhe von 250 m. Die Formen besteht aus Sporne, Zinnen und Pyramiden. Die Felsen sind zu dem auch Teil eines Karstgebietes. In den porösen Felsen haben sich hunderte von kleinen Höhlen und Klüften gebildet.

Melnik-Pyramiden:

An den Ausläufern des Pirin befinden sich die Melnik-Pyramiden, die majestätisch über das Gelände ragen und in drei Gruppen gegliedert werden: Die Melnik-, Karlanovo- und Rozhen-Pyramiden. Diese einzigartig geformten Gebilde aus natürlichem Sand, die durch Bodenerosion entstanden sind, sind zwischen vier und fünf Millionen Jahre alt. Mit einer Höhe von über 100 m sind ihre Formen auf natürliche Weise zu gewellten Kegeln, Kammobelisken und Gipfeln verwittert worden, auf denen wildes Gras und zwischen ihren Falten und Spitzen wachsende Laubbäume wachsen.

Versteinerte Wald bei Warna (Pobitite Kamani):

Der “Versteinerte Wald” in der Nähe von Warna ist ein geologisches Phänomen, was weltweit recht selten ist. Die meisten versteinerten Bäume stammen aus Zeiten von 50 Mio. Jahren, als die Landschaft von einem Meer überspät war. Später wurde das weiche Gestein von dem Wasserrückzug und den Erosionskräften zu diesen Felsstürmen geformt. Die Region ist 3 km weit. Die Landschaft gleicht einer weißen Sandwüste mit großen Felstürmen aus Kalkstein.


Höhle:

Devetàshka-Höhle:

Die Devetàshka-Höhle liegt östlich von Letnitsa und nordöstlich von Lovech. Die Höhle war bereits im Paläozen bewohnt. In der Höhle wohnen ca. 30.000 Fledermäuse. Die Höhle liegt 2 km vom Dorf Dewetaki entfernt. Ein kleiner Pfad führt vom Ort zur Höhle. Die Karsthöhle ist reiche an Stalagmiten und Stalaktiten und majestätischen Domen. Aber auch Dolinen und Flussläufen von unterirdischen Flüssen findet man vor. Am Eingang ist die Höhle 35 m breit und 30 m hoch. Danach wird die Höhle 40 m breit und die Höhe erreicht 60 m. 

Höhlen von Lakatnik:

Die Felsen sind zu dem auch Teil eines Karstgebietes. In den porösen Felsen haben sich hunderte von kleinen Höhlen und Klüften gebildet. Dazu gehört das Naturwunder Temnata Dupka, diese 9 km lange Höhle ist die längste von ganz Bulgarien. Weite interessante Höhlen sind die Kozara-Höhle, die Zidanka-Höhle, die Razhish-Höhle und die Schweine-Höhle. Die Höhlen sind nicht erschlossen und dürfen daher nur mit Spezialausrüstung und einem Höhlenführer besichtigt werden. Lakatnik ist ein kleines Dorf im Stadtgebiet von Svoge. Die Stadt Svoge und deren Einzugsgebiet liegen nördlich der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

Porhodna-Höhle:

Die Prohodna-Höhle, die für zwei klaffende, unheimlich symmetrische Löcher in der Höhlendecke berühmt ist, befindet sich in einer der größten Karstregionen Bulgariens im Norden des Landes. Die mittlere Kammer ist  262 m lang. Prohodna weist auf prähistorische Besiedlung hin, ob es sich jedoch um einen häuslichen oder rituellen Ort handelte, ist noch unsicher.

Trigrad-Höhle:

Die Höhlen liegt im südwestlichen Bulgarien und wird auch “Teufelsrachenhöhle” genannt. Hier befindet sich der höchste Höhlenwasserfall mit 42 m auf der gesamten Balkanhalbinsel. Die Sagen berichten, dass die Höhle der Eingang zum Hades ist.


Küste:

Beglik Tash:

Diese riesigen Monolithe waren der Öffentlichkeit bis 2003 unbekannt, nachdem sie zuvor von einem ehemaligen kommunistischen Staatschef abgetrennt worden waren, der das Land als Jagdrevier nutzte. Seine historische Bedeutung reicht jedoch bis in die Bronzezeit zurück und gilt als Thrakisches Heiligtum und Observatorium, obwohl es noch nicht offiziell genehmigt wurde. Beglik Tash liegt in einem Eichenwald in der Nähe der Stadt Primorsko am Schwarzen Meer und besteht aus zahlreichen Felsen unterschiedlicher Größe und Form. Sie sollen trotz der Größe und des Gewichts der Vulkangestein absichtlich angeordnet sein.

Kap Emine:

Das Felsenkap ist der östlichste Teil des Balkangebirges. Es fällt fast senkrecht, 60 m tief schroff ins Meer ab. Das Kap ist von hunderten kleinen Felsen umgeben, die im Umkreis von 250 m aus dem Wasser ragen bzw. unter Wasser liegen. Deshalb ist der Uferbereich hier auch außerordentlich gefährlich für Schiffe, die das Kap nur mit einem großen Sicherheitsabstand umrunden. Auf dem Kap steht ein 9,4 m hoher Leuchtturm, der am 15. Dezember 1880 seinen Betrieb aufgenommen hatte. Angeblich ist Kap Emine das stürmischste Kap Bulgariens.

Kap Kaliakra:

Die rund 70 Meter hohen rötlichen Felsen sind stark zerklüftet und ausgehöhlt. Eine der Höhlen ist zu einem Museum ausgestaltet, in dem vornehmlich Funde aus der antiken Festung Tetrasiada zu sehen sind – weitere Dokumentationen finden sich vor allem in den Museen in Warna, aber auch in Baltschik und Kawarna. In anderen Kavernen haben sich Robbenkolonien angesiedelt. Von der Höhe des Kaps aus sind Meeresvögel und jenseits der Riffe oft auch Delphine zu beobachten. Im Norden grenzt Kaliakra an die Lagune Taukliman (Vogelbucht) und das Sumpfgebiet Bolata, Naturreservate mit vielen und seltenen Tier- und Pflanzenarten, alleine über 150 Vogelarten leben dort.


Nationalpark:

Pirin-Nationalpark:

Im Pirin-Nationalpark befinden sich mehr als 100 Gipfel über 2000 m. Der Nationalpark wird häufig das “Land der Riesen” genannt und ist der älteste Nationalpark in Bulgarien, sowie UNESCO-Weltnaturerbe. Im Park liegen mehr als 170 Gletscher- und Bergseen. Hinzu kommen tiefe Täler, pyramidenförmige Gipfel, sowie dichte Fichten- und Kiefernwäldern. Das Gebirge ist auch für seine heißen Quellen, Weinfelder und Flusslandschaften bekannt. Der Name “Pirin” leitet sich von der slawischen Hauptgottheit “Perun” ab. Der Nationalpark ist bis zu 60% bewaldet und hier steht auch der älteste Baum Bulgariens mit 1350 Jahren. Zu den hier heimischen Tieren zählen Wildschweine, Braunbären und Gämse. Das Wildleben ist sehr divers.

Rila-Nationalpark:

Er liegt im gleichnamigen Gebirge im Südwesten Bulgariens und grenzt im Westen an den Naturpark Rila-Kloster. Den höchsten Punkt des Parks bildet mit 2.925 Meter der Berg Musala, der gleichzeitig der höchste Gipfel des Rila-Gebirges und der Balkanhalbinsel ist. Von den drei bulgarischen Nationalparks (Nationalpark Pirin, Nationalpark Zentrales Balkangebirge) ist der Nationalpark Rila der größte. Hier gibt es 120 Trichterseen, während der Schneeschmelze bilden sich zeitweise weitere Bergseen. Alle vier Reservate (Parangaliza, Zentrales Rila Reservat, Ibar, Skakawiza) des Parks sind von der UN List of Protected Areas anerkannt, wobei die Biosphärenreservate Parangaliza und Maritschini ezera (heute Teil des Reservats Zentrales Rila) in der UNESCO-Liste für Biosphärenreservate des „Mensch-und-Biosphäre“-Netzwerks aufgenommen sind.

Nationalpark Zentralbalkan:

Jahrhundertealte Wälder aus Buchen, Fichten, Tannen, Hainbuchen und Traubeneichen nehmen einen Großteil des Parks ein. Über die Hälfte der in Bulgarien vorkommenden Pflanzenarten wachsen in diesem Nationalpark. Von ihnen sind 10 Pflanzenarten und 2 Unterarten endemisch und nirgendwo sonst auf der Welt zu finden. Mehr als 130 höhere Pflanz- und Tierarten, die im Nationalpark anzutreffen sind, sind in der bulgarischen und in der internationalen Roten Liste für gefährdeten Arten aufgeführt. Das Parkgelände umfasst ausgedehnte Gipfel- und Kammwiesen, senkrechte Felswände, Abgründe, tiefe Schluchten, Wasserfälle, sowie zahlreiche Gipfel, von denen rund 20 höher als 2000 Meter sind. Der Nationalpark Zentralbalkan nimmt den zentralen und höchsten Teil des Balkangebirges ein. Er befindet sich zwischen 500 und 2376 Metern über dem Meeresspiegel. Der niedrigste Teil befindet sich in der Nähe der Stadt Karlowo. Den höchsten Teil bildet der Berg Botew.


Naturschutzgebiete und -reservate:

Srebarna:

Im Nordosten, nahe der Donau, befindet sich eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete Bulgariens, in dem Naturschutzgebiete beobachtet werden. Es ist das erste Feuchtgebiet, das auf der Balkanhalbinsel gesetzlich geschützt ist und in die UNESCO-Liste aufgenommen wurde. Vogelfreunde strömen hierher, um einen Blick auf Purpurreiher und Rotfußfalken und die einzige Brutkolonie des dalmatinischen Pelikans in Bulgarien zu erhaschen. An der Migrationsroute zwischen Europa und Afrika gelegen, beherbergen See und Landschaft mehr als 170 Vogelarten, von denen viele selten oder gefährdet sind. Angesichts der Tatsache, dass Schilf zwei Drittel des Reservats ausmacht, ist es kein Wunder, dass es auch seltene wasserliebende Pflanzen gibt, nämlich Seerosen, Schneeglöckchen und Sumpfpflanzen. Neben den zahlreichen Vogelarten bieten Wanderwege und Aussichtstürme Aussichten auf Amphibien, Reptilien und Fische, während Sie durch die Landschaft reisen.


Schluchten:

Iskăr-Durchbruch:

Der Fluss Iskăr verbindet Nord- und Südbulgarien durch einen Durchbruchstal von Novi Iskăr bis nach Ljutibrod. Die Länge des Durchbruchs beträgt 65 km. Die Iskăr durchbricht als einziger Fluss das Gebirge Štara Planina (Balkangebirge) und hat im laufe der Erosion einen gewaltigen und tiefen Canyon oder Schlucht gegraben. Eine Eisenbahnstrecke, sowie eine Landstraße führt durch die Schlucht mit ihren Felsenfesten und atemberaubenden Aussichten. Das gesamte Tal wird von außergewöhnlichen Felsformationen geprägt. Einige dieser Formationen wurden zum Naturerbe erklärt. Bei Mezdra ragen die Felswände zwischen 60 und 80 m auf. Zu den bekanntesten Felsformationen zählen die Kătina-Pyramiden bei Kurilo,die Lakatnik-Felsen und viele Karsthöhlen bei den Lakatnik-Felsen.


Seen:

Bergseen des Rila-Gebirges:

Die Gletscherseen des Rila-Gebirges liegen meist auf über 2000 m und werden zugleich vom Rila-Nationalpark geschützt. Die unteren Seen sind umgeben von Kiefernwäldern. Das Gebirge weist tiefe Täler, majestätische Felsformationen und weite Grasgipfel auf. Die Seen sind meist nach ihren Formen benannt: “Träne”, “Auge”, “Kidney”, “Zwilling”, “Fisch” und “Untere See”. Die Seen sind durch Bäche miteinander verbunden und entwässern sich gegenseitig. Diese Abflussbäche bilden spektakuläre Wasserfälle die in die Zuflüsse für wichtige bulgarische Flüsse münden. Das Wasser der Seen ist kristallklar.


Wasserfälle:

Krushuna-Wasserfälle:

Die Krushuna-Wasserfälle, auch Maarta-Wasserfälle nach ihrem örtlichen Fluss genannt, sind eine der größten Wasserfälle des Landes und fallen in einer Höhe von 20 m ab. Ein schmaler Öko-Pfad führt über mehrere Brücken hinauf an kleinen natürlichen Wasserbecken zwischen den moosigen Kalksteinfelsen vorbei. Die blau-grüne Farbe des Wassers stammt vom Kalkstein, der heilende Eigenschaften haben soll.