Durankulak-See

Der Durankulak ist ein Süßwassersee an der Küste des Schwarzen Meeres, aber der See liegt separiert vom Meer durch Sanddünen und Strände. Der See weist eine Fläche von 4 km² und beinhaltet zwei Inseln im westlichen Teil. Die größere Insel hat eine Fläche von 0,02 km² und die kleinere Insel ist nur 0,0053 km² groß.

Natur:

Das Gebiet um den See ist eine biologische Besonderheit und weist ein schätzenswertes Ökosystem auf. Hier leben 260 bedrohte Arten von Tieren und Pflanzen. Der See ist ein wichtiger Brut- und Rastplatz für Vögel und gehört zu den artenreichsten Feuchtgebieten der Bulgarischen Küste. Neben viele Enten- und Gänsearten, kommen hier auch Kormorane und Pelikan vor.

Geschichte:

Nicht nur aus biologischer Sicht ist der See eine Besonderheit, sondern hier wurden wichtige archäologische Funde entdeckt. Dort wurden die ältesten Grubenhäuser der gesamten Dobrudscha entdeckt. Die Häuser lassen sich auf die Zeit zwischen 5100 und 477 v. Chr. zurückdatieren. Zwischen 3500 und 3400 v. Chr. entstand hier eine sarmatinische Nekropole der Spätantike. Auf der großen Insel des Sees wurden Funde aus der Kupfersteinzeit gefunden. Auch Siedlung auf der Insel sind bis auf 4600 v. Chr. zurückzudatieren. Auch zu hellenistischen Zeiten (1300 bis 1200 v. Chr.) fand man hier Siedlungsgebiete vor und ein Höhlen-Heiligtum der Göttin Cybele (3. Jh. v. Chr.).