Mesopotamia

Mesopotamia ist eine argentinische Landschaft und liegt zwischen den zwei Flüssen Río Paraná und Río Uruguay. Die Landschaft setzt sich aus drei Provinzen zusammen. Die nördlichste Region ist Entre Ríos. Hier herrschen weite Grasebenen und -flachländer vor mit Palmenwälder. Die mittlere Region ist Corrientes. Die Landschaft besteht aus Flachländer, die großteils sumpfig sind. Die südlichste der drei Regionen ist Misiones. Diese Region ist hügelig und bewaldet. Die ersten spanischen Siedler, die in diese Regionen kamen, zogen aufgrund der zwei parallelen Flüsse einen Vergleich zu den orientalischen Mesopotamien und gaben der Region somit ihren Namen. Mesopotamia weist einige der beliebtesten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes, wie die Iguazú-Wasserfälle, den Iguazú-Nationalpark und die Jesuiten-Mission der Provinz Misiones. Ein weiterer Touristenmagnet sind die Iberá-Sümpfe in der Provinz Corrientes. Die Region ist Teil des Brasilianischen Plateaus und weist sehr hohe Niederschlagsmengen, vor allem in August und September, auf. Die Mengen liegen bei 2000 mm. Der Norden von Mesopotamia ist von großen subtropischen Regenwäldern bedeckt. In den Wäldern leben Kaimane, Tukane und Affen.


Klima:

Klimatisch gesehen liegt das Gebiet in den Breiten der Subtropen. Hinzu kommt, dass der Jahresverlauf keine ausgeprägte Trockenzeit aufweist. Die Temperaturen im Sommer liegen zwischen +30°C und +40°C. Die Wintertemperaturen liegen zwischen +15°C und +25°C. Nach der Köppen-Klimaklassifikation gehört Mesopotamia den feuchten Subtropenklima (Cfa) an. Die Merkmale des Klimas in der Region zeichnen sich durch sehr hohe Temperaturen und Niederschläge aus. Der Regenfall ist ganzjährig stark vertreten, da der Großteil der Landschaft nördlich des Subtropischen-Hochdruckgürtles liegt. Die vorherrschenden Winde kommen aus Osten vom Atlantik her.

Niederschläge:

Die Provinz Misiones weist einen ganzjährig hohen Regenfall auf. In den Sommermonaten sind die Niederschläge leicht höher. In den Wintermonaten ist eine Abnahme von Ost nach West und von Nord nach Süd auf. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in der Region liegt bei ca. 1000 mm im Süden und im Osten bei 1800 mm. Die Sommer (Dezember bis Februar) sind die feuchtesten Jahreszeiten im Jahr mit einer gesamten Regenmenge von 350 mm. Die Menge kann zwischen 300 und 450 mm schwanken. Der Großteil des Regenfalls in den Sommermonaten lässt sich auf Gewitterstürme rückführen. Der Herbst (März bis Mai) ist ebenfalls eine sehr feuchte Jahreszeit mit einer gesamten Niederschlagsmenge von ca. 350 mm. Diese Menge variiert zwischen 180 und 480 mm. Sowie im Sommer lässt sich der Großteil der Menge auf Gewitterstürme zurückzuführen. Die Winter (Juni bis August) sind die trockensten Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Gesamtmengen liegen bei nur 110 mm. Die geographische Verteilung der Winterregenfälle ist sehr variabel. Im Westen liegt die Gesamtmenge von unter 40 mm, während sie in den östlichen Teilen bei 340 mm liegt. Im Gegensatz zu den Gewitterstürmen in Herbst und Sommer, lassen sich die Winterregenmengen nur auf Tiefdruckgebiete zurückzuführen. Der Frühling (September bis November) weist eine durchschnittliche Gesamtmenge von 340 mm auf.

Temperaturen:

Die Sommer sind sehr heiß und extrem feucht. Die Winter sind mild bis warm und etwas trockener. Die ganze Region weist über das Jahr sehr hohe Temperaturen auf. Die nördlichen Gegenden sind deutlich wärmer, als die südlichen Teile. In der Provinz Misiones reicht die jährliche Durchschnittstemperatur von +18,3°C (Bernardo de Irgioyen) bis +21,2°C (Posadas). Die niedrigere Jahrestemperatur in Bernardo de Irgioyen ist auf die Höhenlage zurückzuführen. In der Provinz Corrientes liegen die durchschnittlichen Jahrestemperaturen zwischen +19,7°C (Curuzú Cuatía) und +22,2°C. Die südlichen Regionen von Corrientes weisen kühlere Temperaturen und weisen ähnliche Temperaturen wie in der Provinz Entre Ríos. In Entre Ríos liegen die jährlichen durchschnittlichen Temperaturen zwischen +17°C (Süden) und +20°C (Norden).
Während den Hitzewellen können in allen drei Provinzen Temperaturen von über +40°C erreicht werden. Solche Hitzewellen treten vor allem in den Sommermonaten auf.
Die Wintermonate weisen zwar recht milde und warme Temperaturen auf, können aber aufgrund von südlichen Luftströmungen Tiefstwerte von unter den Gefrierpunkt aufweisen. Diese Kaltfronten beeinflussen den Süden von Mesopotamia oder die höheren Lagen. Schneefall ist sehr rar und ist nur in den Höhenlagen von Misiones möglich. Der letzte beobachtete Schneefall war in Barnado de Irigoyen im Jahr 1975.