Oderbruch

Das Oderbruch, “bruoch” mittelhochdeutsch für “Sumpf” oder “Moor”, ist ein Binnendelta der Oder im östlichen Brandenburg und dem westlichen Westpommern (Polen). Das Binnendelta weist eine Länge von 60 km und eine Breite zwischen 12 und 20 km auf.

Geographie:

Es erstreckt sich zwischen Oderberg und Bad Freienwalde (Nordwesten), und Lebus (Südosten). Die Warthe, der größte Nebenfluss der Oder, mündet 10 km nach dem Eintritt in das Bruch in die Oder. Der Westen wird durch die Hochflächen des Barnim und des Lebus begrenzt, dort befinde sich in Hanglage die Städte Wriezen und Seelow. Die östliche Begrenzung bildet das Neumärkische Hügelland und die Wartheniederung. Im Norden befindet sich die Neuenhagener Insel. Die Gesamtfläche des Binnendeltas beträgt 920 km². Das Relief des Oderbruchs ist eine flach geneigte Ebene. Im Südosten liegt der Boden auf 14 m über den Meeresspiegel, während der im Nordwesten auf 1 m über den Meeresspiegel sinkt. Der Neuenhagener Sporn wird Niederes Oderbruch genannt.

Klima:

Das Klima im Oderbruch ist ein subkontinentales Klima mit geringen Niederschlägen und hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, Sommer und Winter. Die Winter sind streng, kalt und deutlich kontinental geprägt, aufgrund der äußerst östlichen Lage in Deutschland. Die Sommer sind sehr warm und können heiß und schwül werden. Das Oderbruch gehört zu den heissesten und trockensten Regionen Deutschlands und Polens.


Winterlandschaft im Oderbruch