Großer Ahornboden

Der Große Ahornboden liegt am Talschluss des Rißtales, dem Enger Tal, kurz vor Eng zwischen 1080 und 1300 m ü. A. Er liegt im Gemeindegebiet von Vomp (Bezirk Schwaz) und wurde am 20. Dezember 1988 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, das 267,28 Hektar umfasst.  Heute gehört er zum Alpenpark Karwendel.

Er ist mit zahlreichen 300 bis 600 Jahre alten und sehr knorrigen Ahornbäumen bewachsen. Im Jahr 1966 wurden 2409 Bäume gezählt. Warum sich auf dem jahrhundertelang als Weidefläche genutzten Gebiet dieser ausgedehnte Baumbestand entwickeln konnte, ist unklar. Möglicherweise führten Viehseuchen oder derDreißigjährige Krieg dazu, dass der Talboden längere Zeit nicht beweidet wurde. Bergahorne werden rund 500 Jahre alt, viele der Bäume im Großen Ahornboden haben daher ihre natürliche Altersgrenze erreicht. Da die natürliche Verjüngung aufgrund veränderter Boden- und Wasserverhältnisse und durch die Beweidung von Vieh und Wild nicht funktioniert, werden abgestorbene Bäume durch Neupflanzungen ersetzt.

Über eine Mautstraße, die im Winter gesperrt ist, ist der Große Ahornboden von Hinterriß aus leicht zu erreichen.

Blick auf das Enger Tal mit dem Großen Ahornboden und den massiven Felswänden der Hinterautal-Vomper-Kette.