Dinosaur Provincial Park

Der Dinosaur Provincial Park ist ein Provinzpark der zentralkanadischen Provinz Alberta. Die Stadt Calgary liegt 250 km westlich vom Park und liegt zugleich 48 km nordöstlich von Brooks. Der Park schützt die Kanadischen Badlands im Flussland und -tal des Red Deer Rivers. Das Gebiet ist bekannt als eine der reichsten Fundstellen von Dinosaurierfossilien weltweit. Ingesamt wurden über 58 Dinosaurierarten entdeckt und mehr als 500 andere prähistorische Tier- und Pflanzenarten gefunden. Seit 1979 ist der Park UNESCO-Weltnaturerbe und wird von der IUCN streng geschützt.


Geologie:

Die Sedimente der Badlands im Provincial Park entstanden über einen Zeitraum von etwa 1,5 Mio. Jahren während der späten Kreidezeit und lassen sich in drei verschiedenen geologischen Schichten einteilen. Die Füße der Felsen weisen die ältesten Sedimente auf. Darauf schichtet sich die Schicht mit den Fossilien der Dinosaurier, diese wird wiederum von der marinen Bearpaw-Formation überlagert. Die mittlere Schicht weist die meisten Dinosaurierfossilien auf, diese stammen aus einer Zeit zwischen 77 Mio. Jahren und 75 Mio. Jahren.


Klima:

Das Klima im Park ist ein semi-arides Kontinentalklima der Prärien der Great Plains. Die Sommer sind heiß, schwül und halbwegs trocken mit heftigen Gewitterstürmen. Die Winter sind sehr kalt, trocken und weisen mäßigen Schneefall auf. Der Spätfrühling und Frühsommer weist vergleichsweise hohe Niederschlagsmengen im Gegensatz zum gesamten Jahr auf. Dennoch kommt es zu häufigen und langen Dürreperioden.


Fossilien:

Die Fossilien des Parks werden in Museen der ganzen Welt ausgestellt und gezeigt. Das 100 km nördlich vom Midland Provincial Park gelegenen Royal Tyrell Museum of Palaeontology in Drumheller ist eins der vielen. Die Badlands-Formationen weisen Fossilien der vorletzten Stufe der Kreidezeit auf, d. h. um die 75 Mio. Jahren. Zu dieser Zeit war Alberta eine subtropische Küste. Zu den bekannten hier gefunden Dinosauriern zählen der Parasaurolophus , Daspletosaurus, Ankylosaurus und Styracosaurus.


Natur, Fauna und Flora:

Heute ist der Park ein einzigartiges Ökosystem inmitten der weiten nordamerikanischen Prärie. Der Park weist eine Ausdehnung von etwa 73,3 km².

Flora und Fauna:

Zu den vorkommenden Pflanzen zählen die Cottonwood-Bäume (amerikanische Pappeln) und Kakteen. Unter den zahlreichen Tierarten sind Kojoten, Gabelböcke, Kanadagänse, Klapperschlangen und Strumpfbandnattern.

Naturschutz:

Seit 1955 gehört der Provinzpark zu den Schutzgebieten der IUCN-Kategorien Ia, d. h. ein strenges Naturreservat. Im Jahr 1979 wurde er zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt, aufgrund seiner beeindruckende Landschaften zwischen Prärien, Wäldern und Badlands und den zahlreichen Fossilfunden.