Lop Nor

Die Lop Nor ist eine Binnenwüste im nordwestlichen Chinas. Die Wüste liegt östlich des Tarimbeckens in der Region Xinjiang. Die Wüste weist eine Fläche von 47.000 km². Die Wüste reicht im Osten bis zur Stadt Dunhuang (Provinz Gansu).

Im Westen ist die Lop Nor eine Sandwüste, während sie im Osten eine Salzwüste darstellt. Der Boden erhitzt sich im Sommer bis zu 80°C. Vor etwa 2000 v. Chr. war die Wüste entlang der Flussläufe zum See Lop Nor besiedelt. Heute sind die großen Nekropolen übergeblieben. Die Seidenstraße führt durch die Wüste. Seit 1999 ist die Lop Nor ein Schutzgebiet für Wildkamele, die vom Aussterben bedroht sind.


Geographie:

Die Wüste befindet sich in einem Sedimentbecken, das durch tektonische Abschiebung während des Pliozän entstanden ist. In dem Grabenbruch zwischen der Taklamakan und der Lop Nor flossen früher die Flüsse Tarim und Konqi nach Süden, bis sie 1971 bei Tikanlik austrockneten. Begrenz wird die Wüste im Norden durch die Kuruk-Tagh-Bergen, im Osten durch die Bai-Shan-Berge und im Süden durch das Aqikkol-Tal un den Kumtag-Sanddünen begrenzt. Yardangs findet man in den Salzwüsten vor. Diese Salzwüste befindet isch in einer Senke. Einst befand sich dort der Salzsee Lop Nor, dieser ist 1961 oder 1962 ausgetrocknet.


Klima:

Das Wüstengebiet weist ein vollarides Klima auf. Die Sommer weisen Bodentemperaturen von bis zu +80°C auf, aufgrund der abgestrahlten Hitze des Bodens steigt die Lufttemperatur auf Werten von bis zu +41°C. Die Winter sind sehr kalt mit seltenem Schneefall. Karawanen der Seidenstraße nutzten die Kälte und transportierten Trinkwasser in Form von Eis. Die mittleren Jahrestemperaturen liegen zwischen +9°C und +11°C, wobei die Differenz zwischen dem kältesten und dem wärmsten Monat im Jahr etwa +35°C beträgt. Im Inneren der Wüste gibt es keine Vegetation, diese Vegetationsarmut ist auf die Hitze und der extremen Trockenheit zurückzuführen. Der jährliche Niederschlag liegt maximal bei 17,4 mm und die jährliche Verdunstung liegt bie 2902 mm. Nach Angaben aus dem Jahr 1964 fallen zwischen dem 01.12 und 28.02 5 mm Regen und vom 01.06 bis 31.08 ebenfalls 5 mm. Falls es mal regnet verdunsten die Wassertropfen schon in der trocken-heißen Luft.

Kara Buran:

Der Kara Buran ist der Sandsturm und lässt sich seit dem 3. Jh. nachweisen. Die Intensität und Häufigkeit unterlag in den letzten Jahrhunderten starken Schwankungen. Seit dem Jahr 1000 nahm die Häufigkeit deutlich zu. Im Jahr 2000 wurde der Sturm 14-mal mehr registriert, als im Jahr 1950. Die Sandstürme entsteht vor allem zwischen den Monaten April und Oktober. Jährlich gibt es 70 bis 80 Tage mit Sandstürmen und 200 bis 250 Staubtage.