Bergwelt der Provinz Anhui

Die Bergwelt Anhuis gehört zu den berühmtesten und bekanntesten Bergregionen Chinas und der Erde. Die Daoisten in Anhui verehren seit mehreren Jahrhunderten viele Heiligtümer in den Bergländern. Am bekanntesten ist das Sanktuarium auf dem Qiyun. Dieser Berg ist ein südlicher Ausläufer des Huangshan. Die westlich von der Stadt Yuexi gelegenen Bergländern werden Westberge genannt. Der Berg Tianzhu, der zu den Westbergen zählt, wird ebenfalls verehrt. Ein weiterer Berg der eine besondere Verehrung geniesst ist der Langya, in den Ostbergen bei Chouzhou. Der Jiuhuasahn südlich des Jangtse gilt den Buddhisten besonders heilig, seit je her ist dieser Berg einer der vier Heiligen Bergen. Der Huangshan wird von Chinesen und den Touristen, als schönste Bergregion Chinas betitelt.


Jiuhuashan:

Der Jiuhuashan ist neben den Wutaisahn in Shanxi, dem Putuoshan im Zhejiang und dem Emeishan im Sichuan der vierte Heilige Berg der Buddhisten in China. Das gesamte Massiv ist dem König der Unterwelt, Bodhisattva Dizang, geweiht. Früher wurde der Berg zwischen September und November von Pilgern überlaufen, die auf zum oben gelegenen Kloster pilgerten. Diese brachten Opfergaben zu den Altären und baten um die Erlösung der Seelen.

Tempelberg:

Während der Blütezeit gab es mehr als 200 Tempel und mehr 5000 Mönche. In der Neuzeit wurde der Heilige Berg von zwei großen Zerstörungen heimgesucht, die viele Tempel vernichtet haben. Die Taiping-Rebellen im 19. Jahrhundert und die Roten Garden im 20. Jh. drangen zu den heiligen Stätten vor und vollbrachten eine Kulturrevolution. Heute befinden sich 86 Tempel auf dem Jiuhuashan. Der größte heute noch erhaltene Tempel ist der Qi Yuansi aus der Ming-Zeit, dieser wurde zwischen 1522 und 1566 erbaut. In der Daxiong Dian-Halle wird von drei großen Buddha-Statuen flankiert, der eine steht für die Gegenwart, der Vergangenheit und der Zukunft. Im Zhantan-Lin-Tempel aus dem 19. Jh. findet man ebenfalls eine solche Buddha-Triade vor. Ingesamt blieben 6800 Statuen in den Heiligtümern erhalten. Heute leben 700 Mönche und Nonnen auf dem Berg. Am 30. Tag des 7. Monats findet das große Tempelfest auf dem Berg statt.


Huangshan:

Der Huangshan ist seit 1990 UNESCO-Weltnaturerbe und wurde schon von Dichter besungen und von Malern verehrt. Die Chinesen nennen das Gebirge “den ersten Berg unter dem Himmel”. Das Gebirge ist mehr als 1600 km² groß. Die faszinierenden Bergkuppen und bizarren Felstürme befinden sich im Zentrum des Huangshan. Das Kerngebiet umfasst eine Fläche von 154 km² und ist touristisch sehr gut erschlossen. Die Schönheit der Berglandschaft wird in “vier Wundern” beschrieben: den knorrigen Pferdeschwanzkiefern, den bizarren Felstürmen und -kuppen, den Meer aus Nebelschwaden und die heißen Quellen. Hier gibt es rund 400 verschieden Aussichtspunkte. Für Mutige gibt es auch kilometerlange und schmale Treppen. Neben den bizarren Formationen findet man hier auch Wasserfälle, Pavillons und Klippen vor.


Klima:

Das Klima in Bergland von Anhui ist deutlich kühler, als in den niedrigeren Lagen und Ebenen. Hier herrscht ein sehr feuchtes Klima mit vielen Nebeltagen und reichlich Niederschlag. Die Temperaturen sind um einiges kälter.